Ratgeber · Standorte & Objekte

    Frankfurt für Kapitalanleger: Alle Stadtteile im Vergleich 2026

    Im Westend kostet eine Eigentumswohnung mehr als doppelt so viel wie in Fechenheim. Bei den Neuvertragsmieten ist der Abstand kleiner. Wir vergleichen Frankfurts Stadtteile mit Einwohnerzahlen der Stadt und Marktpreisen 2025 und rechnen dieselbe Wohnung in drei Lagen durch.


    Investmentberater bei InvestImmo.de
    15. Oktober 202611 Min. Lesezeit
    Frankfurts Stadtteile auf einen Blick
    781.337
    Einwohner in 46 Stadtteilen
    Melderegister, 31.12.2025
    7.600 €/m²
    Eigentumswohnung im Westend
    Schwerpunktpreis 2025, IHK-Marktbericht
    3.400 €/m²
    Eigentumswohnung in Riederwald und Fechenheim
    Schwerpunktpreis 2025, IHK-Marktbericht
    +4,4 %
    Einwohner in Bockenheim
    2025 gegenüber 2024, Stadt Frankfurt

    Sie wollen in Frankfurt eine Wohnung zum Vermieten kaufen. Dann stehen Sie vor 46 Stadtteilen, vom Bankenviertel bis zu den Dörfern im Norden. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten liegt mehr als das Doppelte beim Kaufpreis.

    Bei der Miete ist der Abstand kleiner. Eine neu vermietete Wohnung im Westend kostete 2025 im Schwerpunkt 19,50 €/m², in Fechenheim 10,25 €/m². Und nicht jede dieser Mieten dürfen Sie bei einer älteren Wohnung auch verlangen, denn in Frankfurt gilt die Mietpreisbremse.

    Wir vergleichen hier alle Stadtteile mit den Einwohnerzahlen der Stadt und den Preisen des IHK-Wohnungsmarktberichts 2025/2026. Ein Ranking gibt es nicht. Am Ende rechnen wir dieselbe Wohnung in drei Lagen vor und nach Steuern durch.

    01Frankfurts Stadtteile im Überblick

    Die Tabelle fasst die Stadtteile so zusammen, wie der IHK-Wohnungsmarktbericht sie auswertet. Die Einwohner haben wir aus den Stadtteilzahlen der Stadt Frankfurt addiert. Die Bruttomietrendite ist unsere eigene Rechnung aus Kaufpreis- und Mietschwerpunkt.

    Stadtteil oder GruppeEinwohner 2025Kaufpreis ETW 2025 (Schwerpunkt)SpanneNeuvertragsmiete 2025 (Schwerpunkt)Bruttomietrendite (eigene Rechnung)
    Westend29.7447.600 €/m²4.400–11.750 €19,50 €/m²3,1 %
    Altstadt, Bahnhofsviertel, Innenstadt, Westhafen14.9927.300 €/m²4.000–10.500 €17,00 €/m²2,8 %
    Europaviertel (Teil des Gallus)–7.150 €/m²5.000–10.500 €16,50 €/m²2,8 %
    Nordend55.1216.650 €/m²4.200–10.000 €16,50 €/m²3,0 %
    Ostend31.9486.650 €/m²3.700–10.000 €15,75 €/m²2,8 %
    Gutleutviertel, Gallus52.7406.100 €/m²3.750–8.500 €13,75 €/m²2,7 %
    Riedberg (mit Kalbach 23.685 Einw.)–6.000 €/m²4.200–8.200 €14,25 €/m²2,9 %
    Bockenheim, Rebstock47.0205.800 €/m²3.500–8.000 €14,75 €/m²3,1 %
    Sachsenhausen62.7935.500 €/m²3.000–9.000 €15,25 €/m²3,3 %
    Bornheim30.8595.200 €/m²3.000–8.000 €15,00 €/m²3,5 %
    Ginnheim, Eschersheim, Dornbusch51.7334.750 €/m²3.000–7.150 €14,25 €/m²3,6 %
    Eckenheim, Preungesheim30.1094.450 €/m²2.800–6.250 €12,50 €/m²3,4 %
    Seckbach, Bergen-Enkheim28.7214.275 €/m²2.600–6.500 €11,00 €/m²3,1 %
    Niederrad, Lyoner Quartier, Schwanheim51.4734.250 €/m²2.800–6.500 €12,00 €/m²3,4 %
    Rödelheim, Hausen, Heddernheim, Niederursel, Praunheim78.9244.100 €/m²2.400–6.500 €11,75 €/m²3,4 %
    Griesheim, Nied43.4143.800 €/m²2.500–5.800 €11,00 €/m²3,5 %
    Höchst, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach, Zeilsheim71.4833.700 €/m²2.300–5.500 €10,75 €/m²3,5 %
    Kalbach, Berkersheim, Bonames, Frankfurter Berg, Harheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach40.757 (ohne Kalbach)3.700 €/m²2.100–6.200 €11,50 €/m²3,7 %
    Oberrad13.7593.600 €/m²2.400–5.750 €11,75 €/m²3,9 %
    Riederwald, Fechenheim22.0623.400 €/m²2.200–5.500 €10,25 €/m²3,6 %
    Frankfurt781.337

    Einwohner mit Hauptwohnung laut Melderegister am 31.12.2025. Kaufpreise und Mieten sind Schwerpunktwerte des Jahres 2025 für Bestand und Neubau zusammen, ermittelt aus einer Umfrage der Frankfurter Immobilienbörse bei Fachleuten und Gutachterausschüssen. Die Mieten gelten für neue Verträge bei Mieterwechsel. Bruttomietrendite = Neuvertragsmiete × 12 geteilt durch Kaufpreis, ohne Nebenkosten.

    Zwei Dinge zeigt die Tabelle. Die Innenstadtlagen bringen weniger Miete je eingesetztem Euro als die äußeren Stadtteile. Und die Spannen sind breit, im Westend reichen sie von 4.400 bis 11.750 €/m². Ein Schwerpunktwert ist Orientierung, kein Preis für eine bestimmte Wohnung.

    02Kaufpreise und Mieten: woher die Zahlen kommen

    Für Frankfurt gibt es zwei Quellen zu Kaufpreisen. Der Gutachterausschuss wertet alle Kaufverträge aus. Für das erste Halbjahr 2026 nannte er laut Presse einen Durchschnitt von 5.670 €/m² für Eigentumswohnungen, 6.440 €/m² in den zentralen Stadtteilen und 4.460 €/m² im übrigen Stadtgebiet. Neubau kostete im Schnitt 8.200 €/m².

    Werte je Stadtteil veröffentlicht der IHK-Wohnungsmarktbericht. Er beruht auf einer Umfrage unter Immobilienfachleuten und Gutachterausschüssen und nennt für jeden Stadtteil eine Spanne und einen Schwerpunkt. Der Bericht selbst betont, dass alle Werte Orientierungswerte sind.

    Schwerpunktpreis Eigentumswohnungen 2025 in €/m² (Auswahl)
    Westend
    7.600 €
    Nordend
    6.650 €
    Bockenheim, Rebstock
    5.800 €
    Sachsenhausen
    5.500 €
    Bornheim
    5.200 €
    Niederrad, Schwanheim
    4.250 €
    Griesheim, Nied
    3.800 €
    Höchst und Umgebung
    3.700 €
    Riederwald, Fechenheim
    3.400 €
    IHK Frankfurt am Main, Wohnungsmarktbericht 2025/2026, Jahresdurchschnitt 2025, Bestand und Neubau.

    Bei den Mieten müssen Sie genau hinsehen. Die Neuvertragsmieten des Berichts beschreiben, was bei Mieterwechsel vereinbart wurde. Ob Sie diese Miete bei Ihrer Wohnung verlangen dürfen, entscheidet die Mietpreisbremse. Danach darf die Miete bei Neuvermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Neubauten ab Oktober 2014 und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen.

    Der Frankfurter Mietspiegel 2026 nennt laut Presse eine durchschnittliche Vergleichsmiete von 12,28 €/m². Je nach Lage, Baujahr und Ausstattung liegt der Wert für eine einzelne Wohnung darüber oder darunter. In zentralen Stadtteilen können Neuvertragsmieten von 16 bis 19 €/m² deshalb vor allem bei Neubauten, modernisierten Wohnungen oder einer hohen Vormiete erreichbar sein.

    Werkzeug
    Wie hoch ist die Mietrendite Ihrer Wohnung?

    Kaufpreis und tatsächliche Miete eintragen, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.

    Wohngebäude mit gemeinsamem grünen Innenhof
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    03Einwohner und Nachfrage in den Stadtteilen

    Frankfurt hatte Ende 2025 laut Melderegister 781.337 Einwohner, rund 4.500 mehr als ein Jahr zuvor. Das Wachstum verteilt sich ungleich. Bockenheim wuchs um 4,4 % oder 1.969 Menschen, das Gutleutviertel um 2,0 %. In der Altstadt und in Berkersheim sank die Zahl um 0,8 %, in Frankfurter Berg und Bonames um 0,7 %.

    Die größten Stadtteile sind Bockenheim mit 47.020 und Gallus mit 45.701 Einwohnern. Beide liegen nah an Messe, Hauptbahnhof und Universität und haben in den letzten Jahren viele neue Wohnungen bekommen, im Gallus vor allem im Europaviertel.

    Für Vermieter zählt neben den Einwohnern die Arbeit. Frankfurt hatte Mitte 2024 laut Bundesagentur 642.366 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, deutlich mehr als Einwohner im erwerbsfähigen Alter. Viele Pendler suchen Wohnungen mit guter Anbindung an Innenstadt, Flughafen und Bürostandorte wie Niederrad oder Eschborn.

    04Vier Stadtteiltypen für Kapitalanleger

    Wir ordnen die Stadtteile vier Typen zu. Die Zuordnung beruht auf Preis, Bausubstanz und Lage, nicht auf einer Bewertung der Bewohner.

    Typ 1: Westend und Innenstadt

    Westend, Altstadt, Innenstadt und Bahnhofsviertel sind die teuersten Lagen der Stadt, mit Schwerpunkten von 7.300 bis 7.600 €/m² und den höchsten Mieten. Die Bruttorendite liegt bei rund 3 %. Der Markt ist klein, das Bahnhofsviertel hat eine ganz eigene Mieterschaft.

    Westend und Innenstadt passen zu Ihnen, wenn …
    • Sie viel Eigenkapital einsetzen und sehr lange halten.
    • Ihnen die Lage wichtiger ist als die laufende Rendite.
    • Sie einen hohen monatlichen Zuschuss tragen können.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie voll finanzieren müssen.
    • Sie einen Überschuss aus der Miete erwarten.

    Typ 2: Gründerzeit-Ring

    Nordend, Bornheim, Ostend, Sachsenhausen und Bockenheim prägen viele Altbauten und eine dichte, junge Mieterschaft. Die Schwerpunkte liegen zwischen 5.200 und 6.650 €/m², die Neuvertragsmieten zwischen 14,75 und 16,50 €/m². Teile liegen in Milieuschutzgebieten, dort brauchen Umwandlungen und viele Modernisierungen eine Genehmigung.

    Der Gründerzeit-Ring passt zu Ihnen, wenn …
    • Sie an Singles, Studierende und Paare vermieten wollen.
    • Sie ein Budget für Instandhaltung älterer Häuser haben.
    • Sie Mietspiegel und Vormiete vor dem Kauf prüfen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie mit der Inseratsmiete rechnen.
    • Sie umfangreich modernisieren und die Miete danach stark erhöhen wollen.

    Typ 3: Neubauquartiere

    Europaviertel, Gallus und Riedberg sind in den letzten 20 Jahren stark gewachsen. Der Bericht vermerkt einen hohen Neubauanteil. Die Schwerpunkte liegen bei 6.000 bis 7.150 €/m², die Mieten bei 13,75 bis 16,50 €/m². Neubauwohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals vermietet wurden, sind von der Mietpreisbremse ausgenommen.

    Neubauquartiere passen zu Ihnen, wenn …
    • Sie wenig Instandhaltung in den ersten Jahren wollen.
    • Sie moderne Grundrisse für Berufstätige und Familien suchen.
    • Sie die höhere Abschreibung bei Neubau nutzen können.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie einen niedrigen Kaufpreis je Quadratmeter suchen.
    • Sie keine Konkurrenz durch weitere Neubauten wollen.

    Typ 4: Äußere Stadtteile

    Im Westen (Höchst, Nied, Griesheim), im Norden (Eckenheim, Bonames, Nieder-Eschbach) und im Osten (Fechenheim, Seckbach) liegen die Schwerpunkte zwischen 3.400 und 4.750 €/m². Die Mieten sind niedriger, aber nicht im selben Maß. Daraus ergeben sich die höchsten Bruttorenditen der Stadt, um 3,5 bis 3,9 %.

    Äußere Stadtteile passen zu Ihnen, wenn …
    • Sie mehr Miete je eingesetztem Euro suchen.
    • Sie Haus, Gemeinschaft und Rücklage genau prüfen.
    • Sie Pendler mit S-Bahn-Anschluss als Mieter ansprechen wollen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie ohne Besichtigung kaufen wollen.
    • Sie eine bestimmte Mieterschaft voraussetzen.
    Prüfung von Grundstücksplan und Wohngebäudemodell
    KI-generiertes Symbolbild

    05Beispielrechnung: dieselbe Wohnung in drei Lagen

    Nehmen wir Sophie. Sie ist angestellt, ledig und hat ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 €. Sie kauft eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung mit 55 m² und vergleicht drei Lagen: Nordend, Niederrad mit Schwanheim und Höchst mit Umgebung. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

    Kaufpreis und Miete sind die Schwerpunktwerte 2025 des IHK-Berichts. Wir nehmen an, dass die Miete im Vertrag dem Schwerpunkt der Neuvertragsmieten entspricht.

    Sophies Wohnung im ersten vollen Jahr
    NordendNiederrad, SchwanheimHöchst und Umgebung
    Kaufpreis je m²6.650 €4.250 €3.700 €
    Kaufpreis 55 m²365.750 €233.750 €203.500 €
    Grunderwerbsteuer 6 %21.945 €14.025 €12.210 €
    Notar und Grundbuch (rund 1,8 %)6.583 €4.208 €3.663 €
    Gesamtkosten394.278 €251.983 €219.373 €
    Kaltmiete je m²16,50 €12,00 €10,75 €
    Kaltmiete im Jahr+10.890 €+7.920 €+7.095 €
    Hausgeld, nicht umlagefähig−924 €−924 €−924 €
    Zinsen (3,8 %)−13.898 €−8.882 €−7.733 €
    Tilgung (2 %)−7.315 €−4.675 €−4.070 €
    Cashflow vor Steuern−11.247 €−6.561 €−5.632 €
    Abschreibung 2 % auf 75 % der Gesamtkosten5.914 €3.780 €3.291 €
    Steuerliches Ergebnis der Vermietung−9.384 €−5.204 €−4.391 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026)+3.468 €+1.961 €+1.661 €
    Cashflow nach Steuern−7.779 €−4.600 €−3.971 €
    pro Monatrund −650 €rund −385 €rund −330 €
    Bruttomietrendite3,0 %3,4 %3,5 %
    Annahmen: Kaufpreis voll finanziert, Kaufnebenkosten aus Eigenkapital, kein Makler, Hausgeld 1,40 €/m² im Monat, davon 0,70 € Erhaltungsrücklage (erst bei Verwendung abziehbar), Gebäudeanteil 75 %, Abschreibung 2 % (Baujahr ab 1925), keine Mietausfälle, keine Kirchensteuer. Einkommensteuer nach § 32a EStG 2026: 14.233 € ohne Wohnung. Kaufpreise und Mieten nach IHK-Wohnungsmarktbericht 2025/2026. Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026.

    Sophie legt in allen drei Lagen monatlich zu. Im Nordend sind es nach Steuern rund 650 €, in Höchst rund 330 €. In jedem Fall steckt darin die Tilgung, im Nordend rund 610 € im Monat, in Höchst rund 340 €. Ohne Tilgung wäre die Wohnung in Niederrad und Höchst nach Steuern etwa ausgeglichen.

    Was passiert, wenn die Miete im Nordend nicht 16,50 €/m² beträgt? Bei einer älteren, nicht modernisierten Wohnung kann die Mietpreisbremse die Miete bei Neuvermietung deutlich darunter begrenzen.

    Variante Nordend mit niedrigerer Miete
    Miete 16,50 €/m²Miete 13,50 €/m²
    Kaltmiete im Jahr10.890 €8.910 €
    Cashflow vor Steuern−11.247 €−13.227 €
    Steuerersparnis+3.468 €+4.161 €
    Cashflow nach Steuern−7.779 €−9.066 €
    pro Monatrund −650 €rund −755 €
    13,50 €/m² entspricht grob dem Durchschnitt des Mietspiegels 2026 (12,28 €/m²) plus 10 %. Für eine konkrete Wohnung muss die Vergleichsmiete einzeln berechnet werden. Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026.

    Drei Euro weniger Miete je Quadratmeter kosten Sophie nach Steuern rund 107 € im Monat mehr. Deshalb lohnt der Blick in den Mietvertrag und den Mietspiegel mehr als jeder Lagevergleich. Wie Ihre Mieteinnahmen versteuert werden, erklärt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.

    06Risiken bei der Stadtteilwahl in Frankfurt

    • Schwerpunkt statt Einzelfall: Die Werte des IHK-Berichts mischen Bestand und Neubau. In jedem Stadtteil reicht die Spanne um mehrere tausend Euro je Quadratmeter.
    • Mietpreisbremse: Die erlaubte Miete bei Neuvermietung kann bei älteren Wohnungen deutlich unter den Neuvertragsmieten liegen. Die Verordnung endet am 25.11.2026, eine Neufassung ist geplant.
    • Milieuschutz: Die hessische Genehmigungspflicht für Umwandlungen nach § 250 BauGB ist zum 31.12.2025 ausgelaufen. In Milieuschutzgebieten nach § 172 BauGB brauchen Umwandlung und viele Modernisierungen aber weiter eine Genehmigung.
    • Zinsen: Bei Bruttorenditen um 3 % wirkt jede Zinsänderung direkt auf den Zuschuss.
    • Büromarkt und Konjunktur: Viele Arbeitsplätze hängen an Banken, Beratung und dem Flughafen. Ein Abbau in diesen Branchen kann die Nachfrage in einzelnen Lagen treffen.
    • Instandhaltung: In Altbaulagen stehen Dach, Fassade, Leitungen und Heizung früher oder später an. Prüfen Sie Protokolle und Rücklage.
    • Neubau als Konkurrenz: Neue Quartiere bringen zusätzliches Angebot und können die Mieten in benachbarten Lagen dämpfen.

    07Weitere Standorte

    Die Zahlen zu ganz Frankfurt, die Vermieterregeln und eine Neubau-Rechnung finden Sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Frankfurt. Weitere Städte in Hessen stehen im Überblick Hessen, alle Städte im Städtevergleich 2026.

    FAQHäufige Fragen

    Welcher Frankfurter Stadtteil ist am besten für Kapitalanleger?

    Einen besten Stadtteil gibt es nicht. Westend und Innenstadt haben die höchsten Mieten, aber auch die höchsten Preise und eine Bruttorendite um 3 %. Äußere Stadtteile wie Höchst, Griesheim oder Fechenheim sind günstiger und bringen etwas mehr Miete je eingesetztem Euro. Entscheidend sind Ihr Budget und die einzelne Wohnung.

    Wo sind Eigentumswohnungen in Frankfurt am günstigsten?

    Laut IHK-Wohnungsmarktbericht lagen die Schwerpunktpreise 2025 in Riederwald und Fechenheim (3.400 €/m²), Oberrad (3.600 €/m²) sowie in Höchst und Umgebung und den nördlichen Stadtteilen (je 3.700 €/m²) am niedrigsten.

    Wie viele Stadtteile hat Frankfurt?

    Frankfurt hat 46 Stadtteile in 16 Ortsbezirken. Die Statistik der Stadt fasst Kalbach und Riedberg zu einem Gebiet zusammen und teilt Westend, Nordend und Sachsenhausen in Nord und Süd beziehungsweise Ost und West.

    Wie hoch ist die Mietrendite in den Frankfurter Stadtteilen?

    Aus den Schwerpunktwerten des IHK-Berichts ergeben sich Bruttomietrenditen von rund 2,7 % (Gutleutviertel, Gallus) bis 3,9 % (Oberrad). In der Innenstadt und im Westend liegen sie um 3 %, in den äußeren Stadtteilen eher bei 3,4 bis 3,7 %.

    Lohnt sich eine Wohnung in Sachsenhausen als Kapitalanlage?

    Sachsenhausen liegt mit einem Schwerpunkt von 5.500 €/m² und 15,25 €/m² Neuvertragsmiete im Mittelfeld, die Bruttorendite beträgt rund 3,3 %. Der Bericht weist auf eine starke Spreizung zwischen Sachsenhausen-Nord und -Süd hin. Ob es sich lohnt, entscheidet die einzelne Wohnung mit Mietvertrag, Hausgeld und Rücklage.

    Gilt die Mietpreisbremse in ganz Frankfurt?

    Ja, nach der Hessischen Mieterschutzverordnung für das ganze Stadtgebiet, bis 25.11.2026. Eine Neufassung ist geplant. Neubauten mit erster Vermietung nach dem 01.10.2014 sind ausgenommen.

    Wo wächst Frankfurt am stärksten?

    2025 wuchs Bockenheim am stärksten, um 4,4 % oder 1.969 Einwohner. Danach folgte das Gutleutviertel mit 2,0 %. Leicht zurück gingen Altstadt, Berkersheim, Frankfurter Berg und Bonames.

    Weiterlesen

    Quellen

    Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.

    Geschrieben von
    Investmentberater bei InvestImmo.de

    Schreibt über Finanzierung und Steuern.

    Romolo bringt beinahe 17 Jahre Bank- und Finanzierungserfahrung sowie die Führung von rund 145 Vertriebsmitarbeitenden in seine Arbeit ein. Er schreibt über Finanzierung, Steuern und Immobilienentscheidungen, die langfristig zum Leben passen.

    Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind mit Quelle und Stand angegeben, die Beispielrechnung beruht auf offengelegten Annahmen und ist keine Prognose. Stand 14.10.2026.

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    A4-Format · 2.537 Wörter · Stand 15. Oktober 2026

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    Romolo Marini · 2026-10-15

    Frankfurts Stadtteile auf einen Blick
    781.337
    Einwohner in 46 Stadtteilen
    Melderegister, 31.12.2025
    7.600 €/m²
    Eigentumswohnung im Westend
    Schwerpunktpreis 2025, IHK-Marktbericht
    3.400 €/m²
    Eigentumswohnung in Riederwald und Fechenheim
    Schwerpunktpreis 2025, IHK-Marktbericht
    +4,4 %
    Einwohner in Bockenheim
    2025 gegenüber 2024, Stadt Frankfurt

    Sie wollen in Frankfurt eine Wohnung zum Vermieten kaufen. Dann stehen Sie vor 46 Stadtteilen, vom Bankenviertel bis zu den Dörfern im Norden. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten liegt mehr als das Doppelte beim Kaufpreis.

    Bei der Miete ist der Abstand kleiner. Eine neu vermietete Wohnung im Westend kostete 2025 im Schwerpunkt 19,50 €/m², in Fechenheim 10,25 €/m². Und nicht jede dieser Mieten dürfen Sie bei einer älteren Wohnung auch verlangen, denn in Frankfurt gilt die Mietpreisbremse.

    Wir vergleichen hier alle Stadtteile mit den Einwohnerzahlen der Stadt und den Preisen des IHK-Wohnungsmarktberichts 2025/2026. Ein Ranking gibt es nicht. Am Ende rechnen wir dieselbe Wohnung in drei Lagen vor und nach Steuern durch.

    01Frankfurts Stadtteile im Überblick

    Die Tabelle fasst die Stadtteile so zusammen, wie der IHK-Wohnungsmarktbericht sie auswertet. Die Einwohner haben wir aus den Stadtteilzahlen der Stadt Frankfurt addiert. Die Bruttomietrendite ist unsere eigene Rechnung aus Kaufpreis- und Mietschwerpunkt.

    Stadtteil oder GruppeEinwohner 2025Kaufpreis ETW 2025 (Schwerpunkt)SpanneNeuvertragsmiete 2025 (Schwerpunkt)Bruttomietrendite (eigene Rechnung)
    Westend29.7447.600 €/m²4.400–11.750 €19,50 €/m²3,1 %
    Altstadt, Bahnhofsviertel, Innenstadt, Westhafen14.9927.300 €/m²4.000–10.500 €17,00 €/m²2,8 %
    Europaviertel (Teil des Gallus)–7.150 €/m²5.000–10.500 €16,50 €/m²2,8 %
    Nordend55.1216.650 €/m²4.200–10.000 €16,50 €/m²3,0 %
    Ostend31.9486.650 €/m²3.700–10.000 €15,75 €/m²2,8 %
    Gutleutviertel, Gallus52.7406.100 €/m²3.750–8.500 €13,75 €/m²2,7 %
    Riedberg (mit Kalbach 23.685 Einw.)–6.000 €/m²4.200–8.200 €14,25 €/m²2,9 %
    Bockenheim, Rebstock47.0205.800 €/m²3.500–8.000 €14,75 €/m²3,1 %
    Sachsenhausen62.7935.500 €/m²3.000–9.000 €15,25 €/m²3,3 %
    Bornheim30.8595.200 €/m²3.000–8.000 €15,00 €/m²3,5 %
    Ginnheim, Eschersheim, Dornbusch51.7334.750 €/m²3.000–7.150 €14,25 €/m²3,6 %
    Eckenheim, Preungesheim30.1094.450 €/m²2.800–6.250 €12,50 €/m²3,4 %
    Seckbach, Bergen-Enkheim28.7214.275 €/m²2.600–6.500 €11,00 €/m²3,1 %
    Niederrad, Lyoner Quartier, Schwanheim51.4734.250 €/m²2.800–6.500 €12,00 €/m²3,4 %
    Rödelheim, Hausen, Heddernheim, Niederursel, Praunheim78.9244.100 €/m²2.400–6.500 €11,75 €/m²3,4 %
    Griesheim, Nied43.4143.800 €/m²2.500–5.800 €11,00 €/m²3,5 %
    Höchst, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach, Zeilsheim71.4833.700 €/m²2.300–5.500 €10,75 €/m²3,5 %
    Kalbach, Berkersheim, Bonames, Frankfurter Berg, Harheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach40.757 (ohne Kalbach)3.700 €/m²2.100–6.200 €11,50 €/m²3,7 %
    Oberrad13.7593.600 €/m²2.400–5.750 €11,75 €/m²3,9 %
    Riederwald, Fechenheim22.0623.400 €/m²2.200–5.500 €10,25 €/m²3,6 %
    Frankfurt781.337

    Einwohner mit Hauptwohnung laut Melderegister am 31.12.2025. Kaufpreise und Mieten sind Schwerpunktwerte des Jahres 2025 für Bestand und Neubau zusammen, ermittelt aus einer Umfrage der Frankfurter Immobilienbörse bei Fachleuten und Gutachterausschüssen. Die Mieten gelten für neue Verträge bei Mieterwechsel. Bruttomietrendite = Neuvertragsmiete × 12 geteilt durch Kaufpreis, ohne Nebenkosten.

    Zwei Dinge zeigt die Tabelle. Die Innenstadtlagen bringen weniger Miete je eingesetztem Euro als die äußeren Stadtteile. Und die Spannen sind breit, im Westend reichen sie von 4.400 bis 11.750 €/m². Ein Schwerpunktwert ist Orientierung, kein Preis für eine bestimmte Wohnung.

    02Kaufpreise und Mieten: woher die Zahlen kommen

    Für Frankfurt gibt es zwei Quellen zu Kaufpreisen. Der Gutachterausschuss wertet alle Kaufverträge aus. Für das erste Halbjahr 2026 nannte er laut Presse einen Durchschnitt von 5.670 €/m² für Eigentumswohnungen, 6.440 €/m² in den zentralen Stadtteilen und 4.460 €/m² im übrigen Stadtgebiet. Neubau kostete im Schnitt 8.200 €/m².

    Werte je Stadtteil veröffentlicht der IHK-Wohnungsmarktbericht. Er beruht auf einer Umfrage unter Immobilienfachleuten und Gutachterausschüssen und nennt für jeden Stadtteil eine Spanne und einen Schwerpunkt. Der Bericht selbst betont, dass alle Werte Orientierungswerte sind.

    Schwerpunktpreis Eigentumswohnungen 2025 in €/m² (Auswahl)
    Westend
    7.600 €
    Nordend
    6.650 €
    Bockenheim, Rebstock
    5.800 €
    Sachsenhausen
    5.500 €
    Bornheim
    5.200 €
    Niederrad, Schwanheim
    4.250 €
    Griesheim, Nied
    3.800 €
    Höchst und Umgebung
    3.700 €
    Riederwald, Fechenheim
    3.400 €
    IHK Frankfurt am Main, Wohnungsmarktbericht 2025/2026, Jahresdurchschnitt 2025, Bestand und Neubau.

    Bei den Mieten müssen Sie genau hinsehen. Die Neuvertragsmieten des Berichts beschreiben, was bei Mieterwechsel vereinbart wurde. Ob Sie diese Miete bei Ihrer Wohnung verlangen dürfen, entscheidet die Mietpreisbremse. Danach darf die Miete bei Neuvermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Neubauten ab Oktober 2014 und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen.

    Der Frankfurter Mietspiegel 2026 nennt laut Presse eine durchschnittliche Vergleichsmiete von 12,28 €/m². Je nach Lage, Baujahr und Ausstattung liegt der Wert für eine einzelne Wohnung darüber oder darunter. In zentralen Stadtteilen können Neuvertragsmieten von 16 bis 19 €/m² deshalb vor allem bei Neubauten, modernisierten Wohnungen oder einer hohen Vormiete erreichbar sein.

    Wie hoch ist die Mietrendite Ihrer Wohnung? Kaufpreis und tatsächliche Miete eintragen, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.

    Wohngebäude mit gemeinsamem grünen Innenhof
    KI-generiertes Symbolbild

    03Einwohner und Nachfrage in den Stadtteilen

    Frankfurt hatte Ende 2025 laut Melderegister 781.337 Einwohner, rund 4.500 mehr als ein Jahr zuvor. Das Wachstum verteilt sich ungleich. Bockenheim wuchs um 4,4 % oder 1.969 Menschen, das Gutleutviertel um 2,0 %. In der Altstadt und in Berkersheim sank die Zahl um 0,8 %, in Frankfurter Berg und Bonames um 0,7 %.

    Die größten Stadtteile sind Bockenheim mit 47.020 und Gallus mit 45.701 Einwohnern. Beide liegen nah an Messe, Hauptbahnhof und Universität und haben in den letzten Jahren viele neue Wohnungen bekommen, im Gallus vor allem im Europaviertel.

    Für Vermieter zählt neben den Einwohnern die Arbeit. Frankfurt hatte Mitte 2024 laut Bundesagentur 642.366 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, deutlich mehr als Einwohner im erwerbsfähigen Alter. Viele Pendler suchen Wohnungen mit guter Anbindung an Innenstadt, Flughafen und Bürostandorte wie Niederrad oder Eschborn.

    04Vier Stadtteiltypen für Kapitalanleger

    Wir ordnen die Stadtteile vier Typen zu. Die Zuordnung beruht auf Preis, Bausubstanz und Lage, nicht auf einer Bewertung der Bewohner.

    Typ 1: Westend und Innenstadt

    Westend, Altstadt, Innenstadt und Bahnhofsviertel sind die teuersten Lagen der Stadt, mit Schwerpunkten von 7.300 bis 7.600 €/m² und den höchsten Mieten. Die Bruttorendite liegt bei rund 3 %. Der Markt ist klein, das Bahnhofsviertel hat eine ganz eigene Mieterschaft.

    Westend und Innenstadt passen zu Ihnen, wenn …
    • Sie viel Eigenkapital einsetzen und sehr lange halten.
    • Ihnen die Lage wichtiger ist als die laufende Rendite.
    • Sie einen hohen monatlichen Zuschuss tragen können.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie voll finanzieren müssen.
    • Sie einen Überschuss aus der Miete erwarten.

    Typ 2: Gründerzeit-Ring

    Nordend, Bornheim, Ostend, Sachsenhausen und Bockenheim prägen viele Altbauten und eine dichte, junge Mieterschaft. Die Schwerpunkte liegen zwischen 5.200 und 6.650 €/m², die Neuvertragsmieten zwischen 14,75 und 16,50 €/m². Teile liegen in Milieuschutzgebieten, dort brauchen Umwandlungen und viele Modernisierungen eine Genehmigung.

    Der Gründerzeit-Ring passt zu Ihnen, wenn …
    • Sie an Singles, Studierende und Paare vermieten wollen.
    • Sie ein Budget für Instandhaltung älterer Häuser haben.
    • Sie Mietspiegel und Vormiete vor dem Kauf prüfen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie mit der Inseratsmiete rechnen.
    • Sie umfangreich modernisieren und die Miete danach stark erhöhen wollen.

    Typ 3: Neubauquartiere

    Europaviertel, Gallus und Riedberg sind in den letzten 20 Jahren stark gewachsen. Der Bericht vermerkt einen hohen Neubauanteil. Die Schwerpunkte liegen bei 6.000 bis 7.150 €/m², die Mieten bei 13,75 bis 16,50 €/m². Neubauwohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals vermietet wurden, sind von der Mietpreisbremse ausgenommen.

    Neubauquartiere passen zu Ihnen, wenn …
    • Sie wenig Instandhaltung in den ersten Jahren wollen.
    • Sie moderne Grundrisse für Berufstätige und Familien suchen.
    • Sie die höhere Abschreibung bei Neubau nutzen können.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie einen niedrigen Kaufpreis je Quadratmeter suchen.
    • Sie keine Konkurrenz durch weitere Neubauten wollen.

    Typ 4: Äußere Stadtteile

    Im Westen (Höchst, Nied, Griesheim), im Norden (Eckenheim, Bonames, Nieder-Eschbach) und im Osten (Fechenheim, Seckbach) liegen die Schwerpunkte zwischen 3.400 und 4.750 €/m². Die Mieten sind niedriger, aber nicht im selben Maß. Daraus ergeben sich die höchsten Bruttorenditen der Stadt, um 3,5 bis 3,9 %.

    Äußere Stadtteile passen zu Ihnen, wenn …
    • Sie mehr Miete je eingesetztem Euro suchen.
    • Sie Haus, Gemeinschaft und Rücklage genau prüfen.
    • Sie Pendler mit S-Bahn-Anschluss als Mieter ansprechen wollen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie ohne Besichtigung kaufen wollen.
    • Sie eine bestimmte Mieterschaft voraussetzen.
    Prüfung von Grundstücksplan und Wohngebäudemodell
    KI-generiertes Symbolbild

    05Beispielrechnung: dieselbe Wohnung in drei Lagen

    Nehmen wir Sophie. Sie ist angestellt, ledig und hat ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 €. Sie kauft eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung mit 55 m² und vergleicht drei Lagen: Nordend, Niederrad mit Schwanheim und Höchst mit Umgebung. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

    Kaufpreis und Miete sind die Schwerpunktwerte 2025 des IHK-Berichts. Wir nehmen an, dass die Miete im Vertrag dem Schwerpunkt der Neuvertragsmieten entspricht.

    Sophies Wohnung im ersten vollen Jahr
    NordendNiederrad, SchwanheimHöchst und Umgebung
    Kaufpreis je m²6.650 €4.250 €3.700 €
    Kaufpreis 55 m²365.750 €233.750 €203.500 €
    Grunderwerbsteuer 6 %21.945 €14.025 €12.210 €
    Notar und Grundbuch (rund 1,8 %)6.583 €4.208 €3.663 €
    Gesamtkosten394.278 €251.983 €219.373 €
    Kaltmiete je m²16,50 €12,00 €10,75 €
    Kaltmiete im Jahr+10.890 €+7.920 €+7.095 €
    Hausgeld, nicht umlagefähig−924 €−924 €−924 €
    Zinsen (3,8 %)−13.898 €−8.882 €−7.733 €
    Tilgung (2 %)−7.315 €−4.675 €−4.070 €
    Cashflow vor Steuern−11.247 €−6.561 €−5.632 €
    Abschreibung 2 % auf 75 % der Gesamtkosten5.914 €3.780 €3.291 €
    Steuerliches Ergebnis der Vermietung−9.384 €−5.204 €−4.391 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026)+3.468 €+1.961 €+1.661 €
    Cashflow nach Steuern−7.779 €−4.600 €−3.971 €
    pro Monatrund −650 €rund −385 €rund −330 €
    Bruttomietrendite3,0 %3,4 %3,5 %
    Annahmen: Kaufpreis voll finanziert, Kaufnebenkosten aus Eigenkapital, kein Makler, Hausgeld 1,40 €/m² im Monat, davon 0,70 € Erhaltungsrücklage (erst bei Verwendung abziehbar), Gebäudeanteil 75 %, Abschreibung 2 % (Baujahr ab 1925), keine Mietausfälle, keine Kirchensteuer. Einkommensteuer nach § 32a EStG 2026: 14.233 € ohne Wohnung. Kaufpreise und Mieten nach IHK-Wohnungsmarktbericht 2025/2026. Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026.

    Sophie legt in allen drei Lagen monatlich zu. Im Nordend sind es nach Steuern rund 650 €, in Höchst rund 330 €. In jedem Fall steckt darin die Tilgung, im Nordend rund 610 € im Monat, in Höchst rund 340 €. Ohne Tilgung wäre die Wohnung in Niederrad und Höchst nach Steuern etwa ausgeglichen.

    Was passiert, wenn die Miete im Nordend nicht 16,50 €/m² beträgt? Bei einer älteren, nicht modernisierten Wohnung kann die Mietpreisbremse die Miete bei Neuvermietung deutlich darunter begrenzen.

    Variante Nordend mit niedrigerer Miete
    Miete 16,50 €/m²Miete 13,50 €/m²
    Kaltmiete im Jahr10.890 €8.910 €
    Cashflow vor Steuern−11.247 €−13.227 €
    Steuerersparnis+3.468 €+4.161 €
    Cashflow nach Steuern−7.779 €−9.066 €
    pro Monatrund −650 €rund −755 €
    13,50 €/m² entspricht grob dem Durchschnitt des Mietspiegels 2026 (12,28 €/m²) plus 10 %. Für eine konkrete Wohnung muss die Vergleichsmiete einzeln berechnet werden. Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026.

    Drei Euro weniger Miete je Quadratmeter kosten Sophie nach Steuern rund 107 € im Monat mehr. Deshalb lohnt der Blick in den Mietvertrag und den Mietspiegel mehr als jeder Lagevergleich. Wie Ihre Mieteinnahmen versteuert werden, erklärt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.

    06Risiken bei der Stadtteilwahl in Frankfurt

    • Schwerpunkt statt Einzelfall: Die Werte des IHK-Berichts mischen Bestand und Neubau. In jedem Stadtteil reicht die Spanne um mehrere tausend Euro je Quadratmeter.
    • Mietpreisbremse: Die erlaubte Miete bei Neuvermietung kann bei älteren Wohnungen deutlich unter den Neuvertragsmieten liegen. Die Verordnung endet am 25.11.2026, eine Neufassung ist geplant.
    • Milieuschutz: Die hessische Genehmigungspflicht für Umwandlungen nach § 250 BauGB ist zum 31.12.2025 ausgelaufen. In Milieuschutzgebieten nach § 172 BauGB brauchen Umwandlung und viele Modernisierungen aber weiter eine Genehmigung.
    • Zinsen: Bei Bruttorenditen um 3 % wirkt jede Zinsänderung direkt auf den Zuschuss.
    • Büromarkt und Konjunktur: Viele Arbeitsplätze hängen an Banken, Beratung und dem Flughafen. Ein Abbau in diesen Branchen kann die Nachfrage in einzelnen Lagen treffen.
    • Instandhaltung: In Altbaulagen stehen Dach, Fassade, Leitungen und Heizung früher oder später an. Prüfen Sie Protokolle und Rücklage.
    • Neubau als Konkurrenz: Neue Quartiere bringen zusätzliches Angebot und können die Mieten in benachbarten Lagen dämpfen.

    07Weitere Standorte

    Die Zahlen zu ganz Frankfurt, die Vermieterregeln und eine Neubau-Rechnung finden Sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Frankfurt. Weitere Städte in Hessen stehen im Überblick Hessen, alle Städte im Städtevergleich 2026.

    Weiterlesen

    Quellen

    Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.

    FAQHäufige Fragen

    Welcher Frankfurter Stadtteil ist am besten für Kapitalanleger?

    Einen besten Stadtteil gibt es nicht. Westend und Innenstadt haben die höchsten Mieten, aber auch die höchsten Preise und eine Bruttorendite um 3 %. Äußere Stadtteile wie Höchst, Griesheim oder Fechenheim sind günstiger und bringen etwas mehr Miete je eingesetztem Euro. Entscheidend sind Ihr Budget und die einzelne Wohnung.

    Wo sind Eigentumswohnungen in Frankfurt am günstigsten?

    Laut IHK-Wohnungsmarktbericht lagen die Schwerpunktpreise 2025 in Riederwald und Fechenheim (3.400 €/m²), Oberrad (3.600 €/m²) sowie in Höchst und Umgebung und den nördlichen Stadtteilen (je 3.700 €/m²) am niedrigsten.

    Wie viele Stadtteile hat Frankfurt?

    Frankfurt hat 46 Stadtteile in 16 Ortsbezirken. Die Statistik der Stadt fasst Kalbach und Riedberg zu einem Gebiet zusammen und teilt Westend, Nordend und Sachsenhausen in Nord und Süd beziehungsweise Ost und West.

    Wie hoch ist die Mietrendite in den Frankfurter Stadtteilen?

    Aus den Schwerpunktwerten des IHK-Berichts ergeben sich Bruttomietrenditen von rund 2,7 % (Gutleutviertel, Gallus) bis 3,9 % (Oberrad). In der Innenstadt und im Westend liegen sie um 3 %, in den äußeren Stadtteilen eher bei 3,4 bis 3,7 %.

    Lohnt sich eine Wohnung in Sachsenhausen als Kapitalanlage?

    Sachsenhausen liegt mit einem Schwerpunkt von 5.500 €/m² und 15,25 €/m² Neuvertragsmiete im Mittelfeld, die Bruttorendite beträgt rund 3,3 %. Der Bericht weist auf eine starke Spreizung zwischen Sachsenhausen-Nord und -Süd hin. Ob es sich lohnt, entscheidet die einzelne Wohnung mit Mietvertrag, Hausgeld und Rücklage.

    Gilt die Mietpreisbremse in ganz Frankfurt?

    Ja, nach der Hessischen Mieterschutzverordnung für das ganze Stadtgebiet, bis 25.11.2026. Eine Neufassung ist geplant. Neubauten mit erster Vermietung nach dem 01.10.2014 sind ausgenommen.

    Wo wächst Frankfurt am stärksten?

    2025 wuchs Bockenheim am stärksten, um 4,4 % oder 1.969 Einwohner. Danach folgte das Gutleutviertel mit 2,0 %. Leicht zurück gingen Altstadt, Berkersheim, Frankfurter Berg und Bonames.