Duisburg für Kapitalanleger: Alle 7 Stadtbezirke im Vergleich 2026
Zwischen dem Duisburger Norden und dem Süden liegen bei den Richtwerten rund 900 € je Quadratmeter. Eine Mietpreisbremse gibt es nicht. Wir vergleichen alle sieben Stadtbezirke mit amtlichen Zahlen und rechnen dieselbe Wohnung in drei Bezirken durch.
Duisburg steht als Standort fest. Jetzt geht es um den Bezirk: Süd oder Mitte, Rheinhausen oder Homberg, Meiderich oder Walsum? Duisburg zieht sich 25 Kilometer am Rhein entlang, von den Stahlwerken im Norden bis zu den Seen im Süden. Entsprechend verschieden sind die sieben Stadtbezirke.
Für Anleger ist Duisburg wie Essen ein Sonderfall unter den Großstädten an Rhein und Ruhr: Es gilt keine Mietpreisbremse. Bei einer neuen Vermietung sind Sie also nicht an die Vergleichsmiete plus 10 % gebunden. Das verschiebt die Rechnung, ändert aber nichts daran, dass Lage, Haus und Mieter zusammenpassen müssen.
Wir vergleichen hier alle sieben Stadtbezirke mit amtlichen Zahlen von Stadt und Gutachterausschuss. Ein Ranking gibt es nicht, und eine Wertung der Menschen, die dort leben, auch nicht. Am Ende rechnen wir dieselbe Wohnung in drei Bezirken vor und nach Steuern durch.
01Duisburg in sieben Bezirken: die große Vergleichstabelle
Die Tabelle fasst die wichtigsten amtlichen Kennzahlen je Bezirk zusammen. Einwohner, Haushalte, Wohnungen, Leerstand und Arbeitslose stammen aus den Ortsteildaten der Stadt, die Kaufpreise aus den Immobilienrichtwerten des Gutachterausschusses.
| Stadtbezirk | Einwohner Ende 2025 | Entwicklung seit 2015 | Einpersonenhaushalte | Wohnungen | Leerstand 2021 (Stromzähler) | Arbeitslose je 1.000 im Erwerbsalter | Ø Richtwert Wohnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Walsum | 50.473 | +0,5 % | 41,1 % | 25.112 | 3,3 % | 75 | 1.438 €/m² |
| Hamborn | 76.376 | +3,4 % | 41,2 % | 35.197 | 6,7 % | 142 | 1.090 €/m² |
| Meiderich/Beeck | 75.207 | +4,4 % | 47,1 % | 37.965 | 6,6 % | 140 | 1.264 €/m² |
| Homberg/Ruhrort/Baerl | 41.698 | +4,5 % | 47,5 % | 21.358 | 5,1 % | 99 | 1.454 €/m² |
| Mitte | 110.295 | +1,1 % | 56,7 % | 62.454 | 5,4 % | 114 | 1.739 €/m² |
| Rheinhausen | 78.887 | +3,2 % | 43,9 % | 40.013 | 3,9 % | 79 | 1.707 €/m² |
| Süd | 73.557 | +0,9 % | 43,3 % | 38.510 | 2,7 % | 50 | 1.990 €/m² |
| Duisburg | 506.493 | +2,4 % | 47,0 % | 260.609 | 4,9 % | 103 | 1.643 €/m² |
Einwohner mit Hauptwohnung am 31.12.2025 und 31.12.2015, Haushalte am 31.12.2025, Wohnungen am 31.12.2024. Leerstand: Wohnungen mit seit mindestens drei Monaten abgemeldetem Stromzähler, Stand 2021, in % der Wohnungen; er enthält auch Leerstand wegen Sanierung oder Verkauf. Arbeitslose: Arbeitslosendichte der Stadt am 31.12.2024, nicht mit der Arbeitslosenquote der Agentur für Arbeit vergleichbar. Richtwerte: einfacher Mittelwert der Immobilienrichtwertzonen für gebrauchte Eigentumswohnungen zum 01.01.2026, Normobjekt Baujahr 1955 mit 60 bis 69 m², eigene Auswertung.
Zwei Muster fallen auf. Der Süden und Rheinhausen links des Rheins haben hohe Richtwerte, wenig Leerstand und wenige Arbeitslose. Hamborn und Meiderich/Beeck im Norden haben die niedrigsten Richtwerte und mehr Leerstand, sind seit 2015 aber stärker gewachsen als der Süden.
02Kaufpreise je Bezirk: was die Richtwerte zeigen
Der Gutachterausschuss leitet aus den notariellen Kaufverträgen jedes Jahr Immobilienrichtwerte ab. Für gebrauchte Eigentumswohnungen gibt es in Duisburg 58 Richtwertzonen. Alle beziehen sich auf dieselbe Normwohnung: Baujahr 1955, 60 bis 69 m² Wohnfläche. Deshalb lassen sich die Zonen direkt vergleichen. Für die Bezirke haben wir die Werte aller Zonen gemittelt.
Innerhalb der Bezirke streuen die Werte stark. In Mitte liegen Hochfeld (1.050 €/m²) und Teile von Duissern und Wanheimerort (2.100 bis 2.200 €/m²) mehr als 1.000 € auseinander. In Homberg/Ruhrort/Baerl reicht die Spanne von 880 €/m² in einer Zone in Hochheide bis 2.100 €/m² in Baerl. Die höchsten Werte der Stadt haben Zonen in Buchholz (2.300 €/m²), Huckingen, Großenbaum und Mündelheim (je 2.200 €/m²), die niedrigsten Zonen in Marxloh (630 und 980 €/m²).
Für die ganze Stadt nennt der Grundstücksmarktbericht Durchschnittspreise nach Lage. Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1974 kosteten 2025 in einfacher Lage 1.262 €/m², in mittlerer 1.647 €/m² und in guter 2.004 €/m². Neu gebaute Wohnungen lagen im Erstverkauf in mittlerer Lage bei 4.752 €/m², vor allem im Neubaugebiet 6-Seen-Wedau im Süden.
Ein Richtwert ist kein Preis für Ihre Wohnung. Er beschreibt eine Normwohnung in der Zone. Baujahr, Größe, Zustand, Etage und Ausstattung verschieben den Wert, oft deutlich.

03Mieten: was belegt ist und was ohne Mietpreisbremse gilt
Mieten je Stadtbezirk veröffentlicht die Stadt Duisburg nicht. Belegt ist, was vermietete Eigentumswohnungen tatsächlich einbringen. Der Gutachterausschuss hat 2025 76 Verkäufe vermieteter Wohnungen ausgewertet: Die Nettokaltmiete lag im Schnitt bei 7,26 €/m², der Kaufpreis bei 1.697 €/m², im Mittel das 19,4-Fache der Jahresmiete.
Neu inserierte Wohnungen liegen höher. Laut NRW.BANK lag die Angebotsmiete bei Wiedervermietung 2024 im Median bei 7,71 €/m². Das ist eine stadtweite Zahl aus Inseraten, keine vereinbarte Miete.
Für Anleger heißt das: Ohne Mietpreisbremse entscheidet der Markt, und der ist in Duisburg nicht überall eng. Wo mehr Wohnungen leer stehen, haben Mieter mehr Auswahl. Rechnen Sie deshalb mit der Miete im laufenden Vertrag, nicht mit einer höheren Miete beim nächsten Mieter.
Kaufpreis und tatsächliche Miete eintragen, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.
04Bevölkerung, Haushalte und Leerstand je Bezirk
Für Vermieter zählt, wer in einem Bezirk wohnt und wie. Die Zahlen zeigen drei verschiedene Nachfragen.
Mitte ist mit gut 110.000 Einwohnern der größte Bezirk und der Markt der Alleinlebenden: 56,7 % der Haushalte bestehen aus einer Person. Hier liegen Innenstadt, Hauptbahnhof, Duissern und Neudorf mit dem Campus der Universität Duisburg-Essen. Die Wohnungen sind mit im Schnitt 69 m² die kleinsten der Stadt.
Der Süden und der Westen links des Rheins sind von Familien geprägt. In Süd, Rheinhausen und Walsum bestehen nur 41 bis 44 % der Haushalte aus einer Person, die Wohnungen sind im Schnitt 77 bis 84 m² groß. Der Süden ist seit 2015 kaum gewachsen, Rheinhausen um 3,2 %.
Der Norden mit Hamborn und Meiderich/Beeck ist von der großen Industrie mit Stahlwerken und Häfen geprägt. Beide Bezirke sind seit 2015 um 3 bis 4 % gewachsen, stärker als der Süden.
Zur Sozialstruktur nennen wir nur amtliche Zahlen. Die Arbeitslosendichte lag Ende 2024 zwischen 50 je 1.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter im Bezirk Süd und 142 in Hamborn, im Stadtschnitt bei 103. Den höchsten Anteil von Einwohnern ohne deutschen Pass hatten Hamborn (36,3 %) und Meiderich/Beeck (33,7 %), den niedrigsten Süd (12,0 %). Das beschreibt Unterschiede in der Mieterschaft, keine Qualität der Bezirke. Für Ihre Vermietung zählt der einzelne Haushalt, den Sie bei der Mieterauswahl prüfen.
05Vier Bezirkstypen für Kapitalanleger
Statt eines Rankings ordnen wir die sieben Bezirke vier Typen zu. Jeder Typ passt zu anderen Anlegern.
Typ 1: der Süden
Huckingen, Buchholz, Großenbaum, Wedau, Bissingheim und die übrigen Ortsteile im Süden haben die höchsten Richtwerte, die wenigsten Arbeitslosen und den geringsten Leerstand der Stadt. In Wedau entsteht mit 6-Seen-Wedau eines der größten Neubaugebiete der Region.
- Sie Wert auf eine stabile, zahlungskräftige Mieterschaft legen.
- Sie größere Wohnungen an Paare und Familien vermieten möchten.
- Sie Neubau und Bestand im selben Bezirk vergleichen wollen.
- Sie mit Bevölkerungswachstum im Bezirk rechnen.
- Sie eine hohe laufende Rendite erwarten.
Typ 2: Mitte
Innenstadt, Duissern, Neudorf, Dellviertel, Hochfeld, Wanheimerort, Neuenkamp und Kaßlerfeld. Mitte hat die meisten Alleinlebenden und die meisten kleinen Wohnungen. Die Unterschiede zwischen den Ortsteilen sind groß, zwischen Hochfeld und Duissern liegt rund das Doppelte beim Richtwert.
- Sie kleine Wohnungen an Studierende und Berufstätige vermieten möchten.
- Sie Ortsteile und Straßen einzeln vergleichen.
- Sie häufigere Mieterwechsel einplanen.
- Sie mit dem Bezirksdurchschnitt statt dem Richtwert der Zone rechnen.
- Sie ein ruhiges Umfeld für Familien suchen.
Typ 3: links des Rheins und Walsum
Rheinhausen, Homberg/Ruhrort/Baerl und Walsum im Norden. Gemischte Wohnbezirke mit größeren Wohnungen und mittleren Richtwerten, dazu Ortsteile mit sehr unterschiedlichen Werten, etwa Baerl und Rumeln-Kaldenhausen auf der einen, Hochheide auf der anderen Seite.
- Sie einen mittleren Einstiegspreis suchen.
- Sie Familien als Mieter im Blick haben.
- Sie den Ortsteil und das Haus genau kennen.
- Sie kleine Wohnungen für Alleinlebende suchen.
- Sie ohne Besichtigung und Unterlagen kaufen wollen.
Typ 4: der Norden mit Hamborn und Meiderich/Beeck
Die beiden Bezirke haben die niedrigsten Richtwerte der Stadt, rund 1.090 bis 1.260 €/m², und sind seit 2015 gewachsen. Leerstand und Arbeitslosigkeit sind höher als im Stadtschnitt. Ein niedriger Kaufpreis bedeutet nicht automatisch weniger Risiko oder mehr Ertrag: Vermietungsaufwand und Mieterwechsel können höher sein.
- Sie Erfahrung mit Vermietung und Hausverwaltung haben.
- Sie das Haus, die Eigentümergemeinschaft und die Straße genau kennen.
- Sie einen Puffer für Leerstand und Mietausfall einplanen.
- Sie zum ersten Mal eine Wohnung kaufen.
- Sie den niedrigen Preis mit Rendite gleichsetzen.

06Beispielrechnung: dieselbe Wohnung in drei Bezirken
Nehmen wir Tim. Er ist angestellt, ledig und hat ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 €. Er kauft eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung mit 55 m² aus den 1950er Jahren und vergleicht drei Bezirke: Süd, Mitte und Meiderich/Beeck. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.
Als Kaufpreis nehmen wir den Durchschnitt der Richtwerte im Bezirk. Bei der Miete setzen wir in allen drei Bezirken 7,26 €/m² an, die Durchschnittsmiete vermieteter Wohnungen laut Gutachterausschuss. Mieten je Bezirk gibt es nicht. Im Süden kann die Miete höher liegen, im Norden niedriger. Wir rechnen bewusst mit derselben Zahl, damit der Unterschied beim Kaufpreis sichtbar wird.
| Süd | Mitte | Meiderich/Beeck | |
|---|---|---|---|
| Kaufpreis je m² (Ø Richtwert) | 1.990 € | 1.739 € | 1.264 € |
| Kaufpreis 55 m² | 109.450 € | 95.645 € | 69.520 € |
| Grunderwerbsteuer 6,5 % | 7.114 € | 6.217 € | 4.519 € |
| Notar und Grundbuch (rund 1,8 %) | 1.970 € | 1.722 € | 1.251 € |
| Gesamtkosten | 118.534 € | 103.584 € | 75.290 € |
| Kaltmiete je m² | 7,26 € | 7,26 € | 7,26 € |
| Kaltmiete im Jahr | +4.792 € | +4.792 € | +4.792 € |
| Hausgeld, nicht umlagefähig | −924 € | −924 € | −924 € |
| Zinsen (3,8 %) | −4.159 € | −3.635 € | −2.642 € |
| Tilgung (2 %) | −2.189 € | −1.913 € | −1.390 € |
| Cashflow vor Steuern | −2.480 € | −1.680 € | −164 € |
| Abschreibung 2 % auf 75 % der Gesamtkosten | 1.778 € | 1.554 € | 1.129 € |
| Steuerliches Ergebnis der Vermietung | −1.607 € | −859 € | +559 € |
| Steuerwirkung (Tarif 2026) | +616 € | +330 € | −216 € |
| Cashflow nach Steuern | −1.864 € | −1.350 € | −380 € |
| pro Monat | rund −155 € | rund −115 € | rund −30 € |
| Bruttomietrendite | 4,4 % | 5,0 % | 6,9 % |
Tim legt in allen drei Bezirken jeden Monat etwas Geld dazu. Im Süden sind es nach Steuern rund 155 €, darin steckt eine Tilgung von 182 € im Monat, die seine Restschuld senkt. Ohne Tilgung gerechnet läge er in allen drei Bezirken im Plus, in Meiderich/Beeck mit rund 85 € im Monat. Dort ist das steuerliche Ergebnis schon positiv, Tim zahlt also mehr Steuern statt weniger.
Bei gleicher Miete entscheidet allein der Kaufpreis. Die Wohnung im Süden kostet rund 57 % mehr als in Meiderich/Beeck, bringt in dieser Rechnung aber keinen Euro mehr Miete. Wer im Süden kauft, bezahlt geringeren Leerstand und eine stabilere Mieterschaft. Wer im Norden kauft, sollte einen Leerstand von einigen Monaten mitrechnen: Drei Monate ohne Miete kosten bei dieser Wohnung rund 1.200 €, mehr als der gesamte Zuschuss eines Jahres.
Die Rechnung zeigt keine Empfehlung für einen Bezirk. Im Norden ist der Zuschuss kleiner, dafür tragen Sie mehr Vermietungsrisiko und müssen Haus und Mieter genauer prüfen. Eine Rechnung mit einer Neubauwohnung finden Sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Duisburg. Wie hoch die Steuerersparnis bei Ihrem Einkommen ausfällt, zeigt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.
07Risiken bei der Bezirkswahl in Duisburg
Jeder Bezirk hat eigene Risiken. Einige gelten für alle.
- Durchschnitt statt Einzelfall: Richtwerte gelten für eine Normwohnung von 1955. Innerhalb eines Bezirks liegen die Zonen bis zu 1.200 €/m² auseinander.
- Leerstand: Mit 4,17 % lag der Leerstand im Zensus 2022 über dem Wert vieler Großstädte. In Hamborn und Meiderich/Beeck waren nach Stromzählern 2021 rund 6,7 % der Wohnungen leer. Eine Neuvermietung kann dort länger dauern.
- Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote lag im September 2026 bei 13,4 %. Mietausfälle sind in Bezirken mit vielen Transferhaushalten wahrscheinlicher, aber nicht auf sie beschränkt.
- Industrie im Wandel: Stahl und Hafen prägen den Norden. Entscheidungen großer Arbeitgeber wirken sich direkt auf die Nachfrage aus.
- Alter Bestand: Drei von vier Gebäuden in Duisburg stammen aus der Zeit vor 1979. Fenster, Leitungen, Dächer und Heizungen stehen vielerorts an, das trifft Rücklage und Hausgeld.
- Wenig Wachstum: Das Land rechnet bis 2050 mit knapp 4 % weniger Einwohnern.
- Regeln können sich ändern: Heute gilt in Duisburg keine Mietpreisbremse. Das Land kann die Gebietskulisse der Mieterschutzverordnung erweitern.
08Weitere Standorte
Die Zahlen zu ganz Duisburg, die Vermieterregeln und eine Neubau-Rechnung finden Sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Duisburg. Die Bezirke der Nachbarstädte vergleichen wir in Essen für Kapitalanleger und Düsseldorf für Kapitalanleger. Weitere Städte in Nordrhein-Westfalen stehen im Überblick Nordrhein-Westfalen, alle Städte im Städtevergleich 2026.
FAQHäufige Fragen
Welcher Duisburger Stadtbezirk ist am besten für Kapitalanleger?
Einen besten Bezirk gibt es nicht. Der Süden hat die stabilste Mieterschaft und den geringsten Leerstand, aber die höchsten Preise. Im Norden ist der Einstieg deutlich günstiger, der Vermietungsaufwand oft höher. Entscheidend sind Ihr Budget, Ihre Haltedauer und die einzelne Wohnung.
Wie viele Stadtbezirke und Stadtteile hat Duisburg?
Duisburg hat sieben Stadtbezirke mit 46 Ortsteilen: Walsum, Hamborn, Meiderich/Beeck, Homberg/Ruhrort/Baerl, Mitte, Rheinhausen und Süd. Der größte Bezirk ist Mitte mit rund 110.000 Einwohnern.
Wo sind Wohnungen in Duisburg am günstigsten?
Die niedrigsten Immobilienrichtwerte für gebrauchte Wohnungen haben Hamborn (Ø 1.090 €/m²) und Meiderich/Beeck (Ø 1.264 €/m²), bezogen auf eine Normwohnung von 1955. Am teuersten ist der Bezirk Süd mit Ø 1.990 €/m².
Gibt es in Duisburg eine Mietpreisbremse?
Nein. Duisburg steht nicht in der Mieterschutzverordnung NRW. Bei Neuvermietung gilt nur die Grenze der Mietpreisüberhöhung, im laufenden Vertrag die Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren.
Wie hoch ist die Mietrendite in den Duisburger Bezirken?
In unserer Beispielrechnung mit derselben Miete von 7,26 €/m² liegt die Bruttomietrendite zwischen 4,4 % im Süden und 6,9 % in Meiderich/Beeck. Der Gutachterausschuss nennt für vermietete Wohnungen im Schnitt 19,4 Jahresmieten als Kaufpreis, das entspricht gut 5 %.
Wo wohnen in Duisburg Studierende?
Der Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen liegt in Neudorf im Bezirk Mitte. Dort und in der Innenstadt ist der Anteil der Einpersonenhaushalte am höchsten, im Bezirk Mitte insgesamt 56,7 %.
Lohnt sich eine Wohnung im Duisburger Norden als Kapitalanlage?
Der Einstieg ist dort deutlich günstiger, und in unserer Rechnung braucht die Wohnung den kleinsten Zuschuss. Dafür sind Leerstand und Arbeitslosigkeit höher als im Stadtschnitt. Ob es passt, entscheiden Haus, Mietvertrag, Ihr Puffer für Mietausfall und Ihre Erfahrung als Vermieter.
Weiterlesen
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 15.10.2026.
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg, Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen zum 01.01.2026, veröffentlicht in BORIS-NRW und als Open Data Immobilienrichtwerte NRW (Datenstand 14.10.2026)
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg, Grundstücksmarktbericht 2026, Kap. 3 (Wohnungseigentum), 6.1 (Liegenschaftszins und Rohertragsfaktor vermieteter Wohnungen), 11.2 (Rahmendaten)
- Stadt Duisburg, Stabsstelle für Wahlen und Informationslogistik, Open Data Duisburg je Ortsteil: Einwohnerstatistik (31.12.2015 und 31.12.2025), Haushalte nach Arten (31.12.2025), Wohngebäude, Wohnungen und Wohnfläche (31.12.2024), Wohnungsleerstände (2021, abgemeldete Stromzähler der Stadtwerke Duisburg), Arbeitslose (31.12.2024)
- NRW.BANK, Wohnungsmarktprofil Duisburg 2025 (Angebotsmiete Wiedervermietung 2024)
- Agentur für Arbeit Duisburg, Presseinfo 13/2026, 30.09.2026
- Mieterschutzverordnung NRW (MietSchVO NRW) (Gemeindeliste ohne Duisburg)
- § 32a EStG (Tarif 2026), § 7 EStG (Abschreibung), § 558 BGB (Kappungsgrenze), § 5 WiStG (Mietpreisüberhöhung)
- Bezirksmittel der Richtwerte, Leerstandsquoten, Bruttomietrenditen und Beispielrechnung: eigene Berechnung, Stand 15.10.2026

Schreibt über Steuern, AfA, Finanzierung und Kapitalanlage-Konzept.
Andriy ist Geschäftsführer der InvestImmo Gruppe und seit 2020 Unternehmer in der Immobilienwirtschaft. Seine Erfahrung aus Maklergeschäft, Immobilienmarketing und eigenen Investments prägt seinen Blick auf Immobilienauswahl und langfristige Investmentkonzepte. Die persönliche Anlegerberatung übernimmt sein Team.
Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind mit Quelle und Stand angegeben, die Beispielrechnung beruht auf offengelegten Annahmen und ist keine Prognose. Stand 15.10.2026.



