Essen für Kapitalanleger: Alle 9 Stadtbezirke im Vergleich 2026
Zwischen dem Essener Norden und dem Süden an der Ruhr liegen rund 960 € je Quadratmeter. Eine Mietpreisbremse gibt es in Essen nicht. Wir vergleichen alle neun Stadtbezirke mit amtlichen Zahlen und rechnen dieselbe Wohnung in drei Bezirken durch.
Sie haben sich für Essen entschieden. Jetzt geht es um die Frage, die in Essen schwerer wiegt als anderswo: Süden oder Norden, Rüttenscheid oder Altenessen, Kettwig oder Steele? Die Stadt ist entlang der Autobahn A 40 sichtbar geteilt. Südlich davon sind Wohnungen teurer, nördlich günstiger.
Für Anleger ist Essen dabei ein Sonderfall unter den Großstädten im Rheinland und Ruhrgebiet. Es gilt keine Mietpreisbremse. Bei einer neuen Vermietung sind Sie also nicht an die Vergleichsmiete plus 10 % gebunden. Das verschiebt die Rechnung, aber es ändert nichts daran, dass Lage, Haus und Mieter zusammenpassen müssen.
Wir vergleichen hier alle neun Stadtbezirke mit amtlichen Zahlen von Stadt und Gutachterausschuss. Ein Ranking gibt es nicht, und eine Wertung der Menschen, die dort leben, auch nicht. Am Ende rechnen wir dieselbe Wohnung in drei Bezirken vor und nach Steuern durch.
01Essen in neun Bezirken: die große Vergleichstabelle
Die Tabelle fasst die wichtigsten amtlichen Kennzahlen je Bezirk zusammen. Einwohner, Haushalte und Wohnungen stammen vom Amt für Statistik, die Vorausberechnung und der Leerstand aus dem Essener Wohnungsmarktbericht, die Kaufpreise aus den Immobilienrichtwerten des Gutachterausschusses.
| Stadtbezirk | Einwohner Juni 2026 | Vorausberechnung 2023–2035 | Einpersonenhaushalte | Wohnungen | Leerstand 2023 (Stromzähler) | Geförderte Mietwohnungen | Ø Richtwert Wohnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop | 69.508 | +10 % | 58,4 % | 39.924 | 6,4 % | 5,0 % | 2.456 €/m² |
| II Rüttenscheid/Bergerhausen | 54.878 | −2 % | 54,4 % | 34.139 | 5,4 % | 1,9 % | 2.699 €/m² |
| III Essen-West | 98.989 | +3 % | 56,8 % | 57.798 | 5,9 % | 2,6 % | 2.443 €/m² |
| IV Borbeck | 83.184 | −3 % | 47,2 % | 46.156 | 4,9 % | 6,4 % | 2.143 €/m² |
| V Altenessen/Karnap/Vogelheim | 58.210 | +2 % | 46,1 % | 29.939 | 6,3 % | 10,6 % | 1.953 €/m² |
| VI Zollverein | 52.239 | +1 % | 40,7 % | 25.643 | 4,9 % | 10,9 % | 1.942 €/m² |
| VII Steele/Kray | 71.067 | −1 % | 45,4 % | 36.821 | 5,0 % | 8,7 % | 2.075 €/m² |
| VIII Ruhrhalbinsel | 51.243 | −6 % | 41,8 % | 27.797 | 3,9 % | 4,6 % | 2.523 €/m² |
| IX Werden/Kettwig/Bredeney | 51.020 | −5 % | 46,0 % | 28.754 | 4,6 % | 0,8 % | 2.905 €/m² |
| Essen | 590.338 | – | 49,7 % | 326.971 | 5,3 % | 5,5 % | 2.425 €/m² |
Einwohner mit Hauptwohnung am 30.06.2026, Haushalte am 30.06.2026, Wohnungen am 31.12.2025 (vorläufig). Vorausberechnung der Stadt in der Hauptvariante ohne geplante Neubaugebiete. Leerstand nach Stromzählermethode zum 31.12.2023, er enthält auch gewollten und baubedingten Leerstand. Geförderte Mietwohnungen am 01.01.2023. Richtwerte: einfacher Mittelwert der Immobilienrichtwertzonen für gebrauchte Eigentumswohnungen zum 01.01.2026, Normobjekt Baujahr 1962 mit 69 m², eigene Auswertung.
Zwei Muster fallen auf. Die Bezirke an der Ruhr im Süden (II, VIII, IX) sind die teuersten, die Bezirke im Norden (V, VI) die günstigsten, mit rund 960 € Abstand je Quadratmeter. Und die Innenstadt mit den angrenzenden Bezirken I und III ist der Markt der Alleinlebenden: Dort besteht mehr als jeder zweite Haushalt aus einer Person, und die Stadt erwartet hier bis 2035 Wachstum.
02Kaufpreise je Bezirk: was die Richtwerte zeigen
Der Gutachterausschuss leitet aus den notariellen Kaufverträgen jedes Jahr Immobilienrichtwerte ab. Für Eigentumswohnungen gibt es in Essen 453 Richtwertzonen. Alle beziehen sich auf dieselbe Normwohnung: Baujahr 1962, 69 m² Wohnfläche. Deshalb lassen sich die Zonen direkt vergleichen. Für die Bezirke haben wir die Werte aller Zonen gemittelt.
Innerhalb der Bezirke streuen die Werte. Im Stadtbezirk III liegen Holsterhausen (2.807 €/m²) und Altendorf (2.089 €/m²) rund 700 € auseinander, im Stadtbezirk I das Südviertel (2.894 €/m²) und Frillendorf (2.012 €/m²). Die höchsten Stadtteilwerte haben Bredeney (3.242 €/m²) und Heisingen (3.000 €/m²), die niedrigsten Vogelheim (1.900 €/m²), Karnap (1.907 €/m²) und Katernberg (1.919 €/m²).
Wie stark die Lage den Preis bestimmt, sagt der Gutachterausschuss selbst. Für den Vergleich von Wohnungen nennt er Umrechnungskoeffizienten: Eine Wohnung in einfacher Lage ist rund 25 % weniger wert als in mittlerer Lage, in guter Lage 20 % mehr, in sehr guter Lage 35 % mehr. Zwischen einfacher und sehr guter Lage liegt also fast das Doppelte.
Ein Richtwert ist kein Preis für Ihre Wohnung. Er beschreibt eine Normwohnung in der Zone. Baujahr, Größe, Zustand, Etage und Ausstattung verschieben den Wert, oft deutlich. Kleine Wohnungen kosten je Quadratmeter meist mehr als die Normwohnung mit 69 m².

03Mieten: was belegt ist und was ohne Mietpreisbremse gilt
Mieten je Stadtbezirk veröffentlicht die Stadt Essen nicht. Belegt ist, was vermietete Eigentumswohnungen tatsächlich einbringen. Der Gutachterausschuss hat 2025 173 Verkäufe vermieteter Wohnungen ausgewertet: Die Miete lag im Schnitt bei 7,41 €/m², die Spanne reichte von 6,29 bis 11,03 €/m². Der Kaufpreis lag im Schnitt bei 2.174 €/m², im Mittel das 24,2-Fache der Jahresmiete.
Neu inserierte Wohnungen liegen höher. Laut NRW.BANK lag die Angebotsmiete bei Wiedervermietung 2024 im Median bei 8,77 €/m². Das ist eine stadtweite Zahl aus Inseraten, keine vereinbarte Miete.
Für Anleger heißt das: In gefragten Lagen lässt sich bei einem Mieterwechsel eher eine Miete am Markt erzielen als in Köln oder Dortmund. Ob der Markt sie hergibt, entscheiden Lage und Zustand der Wohnung. Rechnen Sie deshalb mit der Miete im laufenden Vertrag, nicht mit der Hoffnung auf den nächsten Mieter.
Kaufpreis und tatsächliche Miete eintragen, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.
04Bevölkerung, Haushalte und Leerstand je Bezirk
Für Vermieter zählt, wer in einem Bezirk wohnt und wie. Die Zahlen zeigen zwei sehr unterschiedliche Nachfragen.
In den Bezirken I und III, also der Innenstadt und dem Westen mit Holsterhausen und Frohnhausen, leben in 57 bis 58 % der Haushalte Menschen allein. Hier liegen Universitätsklinikum und Campus, hier gibt es die meisten kleinen Wohnungen. Die Stadt rechnet bis 2035 im Bezirk I mit rund 10 % mehr Einwohnern, in Essen-West mit 3 % mehr.
Im Süden ist die Lage anders. Die Bezirke VIII und IX haben weniger Alleinlebende und die ältere Bevölkerung, die Vorausberechnung erwartet hier 5 bis 6 % weniger Einwohner bis 2035. Neubaugebiete sind darin noch nicht enthalten.
Der Norden ist am stärksten von Familien geprägt. Im Bezirk Zollverein sind nur 40,7 % der Haushalte Einpersonenhaushalte, die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 2,2 Personen. Die Bezirke V und VI sollen leicht wachsen.
Zur Sozialstruktur nennen wir nur amtliche Zahlen. Der Anteil öffentlich geförderter Mietwohnungen reichte Anfang 2023 von 0,8 % im Bezirk IX bis 10,9 % im Bezirk Zollverein. Den höchsten Anteil Arbeitsloser an den 18- bis 64-Jährigen hatte im September 2022 der Bezirk V mit 12,1 %, die niedrigsten die Bezirke IX (3,4 %) und II (3,6 %). Das beschreibt Unterschiede in der Mieterschaft, keine Qualität der Bezirke. Für Ihre Vermietung zählt der einzelne Haushalt, den Sie bei der Mieterauswahl prüfen.
05Vier Bezirkstypen für Kapitalanleger
Statt eines Rankings ordnen wir die neun Bezirke vier Typen zu. Jeder Typ passt zu anderen Anlegern.
Typ 1: der Süden an der Ruhr
Werden, Kettwig, Bredeney, Rüttenscheid, Bergerhausen und die Ruhrhalbinsel haben die höchsten Richtwerte der Stadt, zwischen rund 2.500 und 2.900 €/m². Der Anteil geförderter Wohnungen ist niedrig, die Arbeitslosigkeit ebenso. Rüttenscheid mit seinem Ausgehviertel ist dabei ein eigener, dichter Markt, die Ruhrhalbinsel eher ein Familien- und Eigenheimgebiet.
- Sie Wert auf eine stabile, zahlungskräftige Mieterschaft legen.
- Sie lange halten und einen monatlichen Zuschuss tragen können.
- Sie in Rüttenscheid oder Bergerhausen kleine Wohnungen suchen.
- Sie mit Bevölkerungswachstum im Bezirk rechnen.
- Sie eine hohe laufende Rendite erwarten.
Typ 2: Innenstadt und Essen-West
Die Bezirke I und III liegen im Schnitt bei rund 2.450 €/m², mit großen Unterschieden zwischen Südviertel und Holsterhausen auf der einen und Altendorf oder Frillendorf auf der anderen Seite. Hier leben die meisten Alleinlebenden, Studierende und Beschäftigte des Universitätsklinikums. Die Stadt erwartet hier das meiste Wachstum.
- Sie kleine Wohnungen an Alleinlebende vermieten möchten.
- Sie Stadtteile innerhalb des Bezirks einzeln vergleichen.
- Sie häufigere Mieterwechsel einplanen.
- Sie mit dem Bezirksdurchschnitt statt dem Richtwert der Zone rechnen.
- Sie ein ruhiges Wohnumfeld für Familien suchen.
Typ 3: Borbeck und Steele/Kray
Die Bezirke IV und VII liegen mit rund 2.080 bis 2.140 €/m² unter dem Stadtmittel. Borbeck-Mitte und Steele haben eigene Stadtteilzentren mit S-Bahn. Die Mieterschaft ist gemischt, der Anteil geförderter Wohnungen liegt mit 6 bis 9 % über dem Stadtschnitt. Die Vorausberechnung erwartet hier leichte Rückgänge.
- Sie einen mittleren Einstiegspreis suchen.
- Sie Wohnungen in Zentrumsnähe der Stadtteile bevorzugen.
- Sie Hausgeld und Rücklage genau prüfen.
- Sie ohne Besichtigung und Unterlagen kaufen wollen.
- Sie mit steigender Einwohnerzahl im Bezirk rechnen.
Typ 4: der Essener Norden
Altenessen, Karnap, Vogelheim, Katernberg, Stoppenberg und Schonnebeck haben die niedrigsten Richtwerte der Stadt, rund 1.940 bis 1.950 €/m². Hier liegt das Welterbe Zollverein, hier wohnen viele Familien, und der Anteil geförderter Wohnungen ist mit über 10 % am höchsten. Ein niedriger Kaufpreis bedeutet nicht automatisch weniger Risiko oder mehr Ertrag: Vermietungsaufwand und Mieterwechsel können höher sein.
- Sie Erfahrung mit Vermietung und Hausverwaltung haben.
- Sie das Haus, die Eigentümergemeinschaft und die Straße genau kennen.
- Sie größere Wohnungen an Familien vermieten möchten.
- Sie zum ersten Mal eine Wohnung kaufen.
- Sie den niedrigen Preis mit Rendite gleichsetzen.

06Beispielrechnung: dieselbe Wohnung in drei Bezirken
Nehmen wir Sven. Er ist angestellt, ledig und hat ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 €. Er kauft eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung mit 55 m² aus den 1960er Jahren und vergleicht drei Bezirke: Rüttenscheid/Bergerhausen, Essen-West und Zollverein. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.
Als Kaufpreis nehmen wir den Durchschnitt der Richtwerte im Bezirk. Bei der Miete setzen wir in allen drei Bezirken 7,41 €/m² an, die Durchschnittsmiete vermieteter Wohnungen laut Gutachterausschuss. Mieten je Bezirk gibt es nicht. In gefragten Lagen kann die Miete höher liegen, im Norden niedriger. Wir rechnen bewusst mit derselben Zahl, damit der Unterschied beim Kaufpreis sichtbar wird.
| Rüttenscheid/Bergerhausen | Essen-West | Zollverein | |
|---|---|---|---|
| Kaufpreis je m² (Ø Richtwert) | 2.699 € | 2.443 € | 1.942 € |
| Kaufpreis 55 m² | 148.445 € | 134.365 € | 106.810 € |
| Grunderwerbsteuer 6,5 % | 9.649 € | 8.734 € | 6.943 € |
| Notar und Grundbuch (rund 1,8 %) | 2.672 € | 2.419 € | 1.923 € |
| Gesamtkosten | 160.766 € | 145.518 € | 115.676 € |
| Kaltmiete je m² | 7,41 € | 7,41 € | 7,41 € |
| Kaltmiete im Jahr | +4.891 € | +4.891 € | +4.891 € |
| Hausgeld, nicht umlagefähig | −924 € | −924 € | −924 € |
| Zinsen (3,8 %) | −5.641 € | −5.106 € | −4.059 € |
| Tilgung (2 %) | −2.969 € | −2.687 € | −2.136 € |
| Cashflow vor Steuern | −4.643 € | −3.826 € | −2.228 € |
| Abschreibung 2 % auf 75 % der Gesamtkosten | 2.411 € | 2.183 € | 1.735 € |
| Steuerliches Ergebnis der Vermietung | −3.623 € | −2.860 € | −1.365 € |
| Steuerersparnis (Tarif 2026) | +1.375 € | +1.089 € | +524 € |
| Cashflow nach Steuern | −3.268 € | −2.737 € | −1.704 € |
| pro Monat | rund −270 € | rund −230 € | rund −140 € |
| Bruttomietrendite | 3,3 % | 3,6 % | 4,6 % |
Sven legt in allen drei Bezirken jeden Monat Geld dazu. In Rüttenscheid/Bergerhausen sind es nach Steuern rund 270 €, davon sind 247 € Tilgung, die seine Restschuld senkt. In Zollverein sind es rund 140 €, bei 178 € Tilgung. Ohne Tilgung gerechnet läge er dort knapp im Plus.
Bei gleicher Miete entscheidet allein der Kaufpreis. Die Wohnung im Süden kostet rund 40 % mehr als im Norden, bringt in dieser Rechnung aber keinen Euro mehr Miete. Wer im Süden kauft, bezahlt die stabilere Nachfrage und die Lage. Ob er dort auch mehr Miete erzielt, hängt von der einzelnen Wohnung ab.
Die Rechnung zeigt keine Empfehlung für einen Bezirk. Im Norden ist der Zuschuss kleiner, dafür tragen Sie mehr Vermietungsrisiko und müssen Haus und Mieter genauer prüfen. Wie hoch die Steuerersparnis bei Ihrem Einkommen ausfällt, zeigt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.
07Risiken bei der Bezirkswahl in Essen
Jeder Bezirk hat eigene Risiken. Einige gelten für alle.
- Durchschnitt statt Einzelfall: Richtwerte gelten für eine Normwohnung von 1962. Innerhalb eines Bezirks liegen die Zonen bis zu 1.000 €/m² auseinander.
- Weniger Einwohner im Süden: Die Stadt rechnet bis 2035 in fünf von neun Bezirken mit Rückgängen, auf der Ruhrhalbinsel mit 6 %. Weniger Haushalte heißt mehr Wettbewerb um Mieter.
- Alter Bestand: Mehr als die Hälfte der Essener Wohnungen stammt aus den Jahren 1949 bis 1978. Fenster, Leitungen, Dächer und Heizungen stehen vielerorts an, das trifft Rücklage und Hausgeld.
- Leerstand: Mit 3,94 % lag der Leerstand im Zensus 2022 höher als etwa in Köln (2,5 %). In einfachen Lagen kann eine Neuvermietung länger dauern.
- Zinsen: Bei Bruttorenditen zwischen 3,3 und 4,6 % trifft jeder Prozentpunkt Zinsänderung die Rechnung stark.
- Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote lag im September 2026 bei 11,3 %. Mietausfälle sind in Bezirken mit vielen Transferhaushalten wahrscheinlicher, aber nicht auf sie beschränkt.
- Regeln können sich ändern: Heute gilt in Essen keine Mietpreisbremse. Das Land kann die Gebietskulisse der Mieterschutzverordnung erweitern.
08Weitere Standorte
Die Zahlen zu ganz Essen, die Vermieterregeln und eine Neubau-Rechnung finden Sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Essen. Die Bezirke der Nachbarstadt vergleichen wir in Dortmund für Kapitalanleger: Alle 12 Bezirke im Vergleich. Weitere Städte in Nordrhein-Westfalen stehen im Überblick Nordrhein-Westfalen, alle Städte im Städtevergleich 2026.
FAQHäufige Fragen
Welcher Essener Stadtbezirk ist am besten für Kapitalanleger?
Einen besten Bezirk gibt es nicht. Der Süden hat die stabilste Mieterschaft, aber die höchsten Preise und eine schrumpfende Bevölkerung. Im Norden ist der Einstieg günstiger, der Vermietungsaufwand oft höher. Entscheidend sind Ihr Budget, Ihre Haltedauer und die einzelne Wohnung.
Wo sind Wohnungen in Essen am günstigsten?
Die niedrigsten Immobilienrichtwerte für gebrauchte Wohnungen haben die Bezirke Zollverein (Ø 1.942 €/m²) und Altenessen/Karnap/Vogelheim (Ø 1.953 €/m²), bezogen auf eine Normwohnung von 1962. Am teuersten ist der Bezirk Werden/Kettwig/Bredeney mit Ø 2.905 €/m².
Wie viele Stadtbezirke und Stadtteile hat Essen?
Essen hat neun Stadtbezirke mit 50 Stadtteilen. Die Bezirke tragen römische Zahlen von I (Stadtmitte, Frillendorf, Huttrop) bis IX (Werden, Kettwig, Bredeney).
Gibt es in Essen eine Mietpreisbremse?
Nein. Essen steht nicht in der Mieterschutzverordnung NRW. Bei Neuvermietung gilt nur die Grenze der Mietpreisüberhöhung, im laufenden Vertrag die Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren.
Wie hoch ist die Mietrendite in den Essener Bezirken?
In unserer Beispielrechnung mit derselben Miete von 7,41 €/m² liegt die Bruttomietrendite zwischen 3,3 % in Rüttenscheid/Bergerhausen und 4,6 % in Zollverein. Der Gutachterausschuss nennt für vermietete Wohnungen im Schnitt 24,2 Jahresmieten als Kaufpreis, das entspricht gut 4 %.
Lohnt sich eine Wohnung im Essener Norden als Kapitalanlage?
Der Einstieg ist dort deutlich günstiger, und in unserer Rechnung braucht die Wohnung den kleinsten Zuschuss. Dafür sind der Anteil geförderter Wohnungen und die Arbeitslosigkeit höher, und der Leerstand liegt im Bezirk V über dem Stadtschnitt. Ob es passt, entscheiden Haus, Mietvertrag und Ihre Erfahrung als Vermieter.
Wo wächst Essen?
Die Stadt erwartet bis 2035 das meiste Wachstum im Bezirk I mit rund 10 %, dazu leichte Zuwächse in Essen-West und im Norden (Bezirke V und VI). Im Süden rechnet sie mit Rückgängen von 2 bis 6 %.
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Quellen
Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Essen, Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen zum 01.01.2026, veröffentlicht in BORIS-NRW und als Open Data Immobilienrichtwerte NRW (Datenstand 14.10.2026)
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Essen, Grundstücksmarktbericht 2026, Tabellen 6.3 und 6.4
- Stadt Essen, Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen: Bevölkerung in den Stadtbezirken und Stadtteilen am 30.06.2026, Ein Blick auf … Menschen in Essen 08/2026 (Privathaushalte J 2.1), Ein Blick auf … Wohnen in Essen 05/2026 (Wohnungsbestand B 1)
- Stadt Essen, Sechster Essener Wohnungsmarktbericht 2024: Leerstand je Stadtbezirk (Abb. 6), geförderte Mietwohnungen (Abb. 25), Arbeitslosenanteil (S. 59), Bevölkerungsvorausberechnung je Stadtbezirk (Abb. 65)
- NRW.BANK, Wohnungsmarktprofil Essen 2025 (Angebotsmiete Wiedervermietung 2024)
- Agentur für Arbeit Essen, Der Arbeitsmarkt im September, 30.09.2026
- Mieterschutzverordnung NRW (MietSchVO NRW) (Gemeindeliste ohne Essen)
- § 32a EStG (Tarif 2026), § 7 EStG (Abschreibung), § 558 BGB (Kappungsgrenze), § 5 WiStG (Mietpreisüberhöhung)
- Bezirksmittel der Richtwerte, Bruttomietrenditen und Beispielrechnung: eigene Berechnung, Stand 14.10.2026

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Kevin verbindet zwölf Jahre Vertriebserfahrung mit neun Jahren Spezialisierung auf Immobilien und mehr als 500 Beratungen. Er schreibt über Objektqualität, Standortrisiken und einen sicheren Weg vom ersten Vergleich bis zum Kauf.
Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind mit Quelle und Stand angegeben, die Beispielrechnung beruht auf offengelegten Annahmen und ist keine Prognose. Stand 14.10.2026.



