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Kapitalanlage-Immobilien in Essen: Zahlen, Lagen und eine ehrliche Rechnung

Andriy Bezborodko · 2026-10-13

Essen auf einen Blick
590.338
Einwohner
30.06.2026, Stadt Essen
3,9 %
Leerstand
Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
2.174 €/m²
vermietete Wohnung
Ø Kaufpreis 2025, Gutachterausschuss
7,41 €/m²
Miete vermieteter Wohnungen
Ø 2025, Gutachterausschuss

Sie suchen eine Wohnung, bei der die Miete einen großen Teil der Kosten trägt. Essen gehört zu den wenigen Großstädten, in denen das mit heutigen Zinsen noch annähernd gelingt. Vermietete Eigentumswohnungen wurden 2025 im Schnitt für 2.174 € pro Quadratmeter verkauft, bei einer Miete von 7,41 €/m².

Das hat Gründe. Die Arbeitslosenquote liegt über 11 %, der Leerstand ist höher als in Düsseldorf oder Stuttgart, und mehr als die Hälfte der Wohnungen stammt aus den Jahren 1949 bis 1978. Dafür gilt in Essen keine Mietpreisbremse, anders als in Düsseldorf, Köln oder Dortmund.

Wir arbeiten mit amtlichen Zahlen: Stadtstatistik, Zensus, Gutachterausschuss, Agentur für Arbeit. Am Ende rechnen wir eine vermietete Wohnung vor und nach Steuern durch und vergleichen sie mit einer Neubauwohnung.

01Essen in Zahlen

Die Tabelle bündelt die wichtigsten Daten. Jede Zeile hat ihre Quelle und ihren Stand, die Links stehen unten unter Quellen.

KennzahlWertQuelle, Stand
Einwohner (Hauptwohnung, Melderegister)590.338Stadt Essen, 30.06.2026
Einwohner Ende 2023595.908Stadt Essen, Wohnungsmarktbericht 2024
Vorausberechnung der Stadt 2035 (Hauptvariante)596.700Wohnungsmarktbericht 2024
Prognose IT.NRW 2050−1,7 % gegenüber 2023IT.NRW, Vorausberechnung 2024–2050
Privathaushalte305.655Stadt Essen, 30.06.2026
Anteil Einpersonenhaushalte49,7 %Stadt Essen, 30.06.2026
Wohnungen326.971Stadt Essen, 31.12.2025 (vorläufig)
Leerstandsquote3,94 %Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
davon innerhalb von drei Monaten beziehbarrund 2,4 % des BestandsZensus 2022, eigene Rechnung
Eigentümerquote26,1 %Zensus 2022
Arbeitslosenquote11,3 %Agentur für Arbeit Essen, September 2026
Beschäftigte am Arbeitsort271.635Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
Pendlersaldo+50.977Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
Miete vermieteter Eigentumswohnungen (Ø)7,41 €/m²Gutachterausschuss, Kauffälle 2025
Angebotsmiete Wiedervermietung (Median)8,77 €/m²NRW.BANK, Stand 2024
Kaufpreis vermietete Eigentumswohnung (Ø)2.174 €/m²Gutachterausschuss, Kauffälle 2025
Rohertragsvervielfältiger vermietete Wohnungen (Ø)24,2Gutachterausschuss, Kauffälle 2025
Kaufpreis Neubauwohnung (Median)5.350 €/m²Gutachterausschuss, Kauffälle 2025
Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen6,5 %seit 01.01.2015
MietpreisbremseneinEssen nicht in der Mieterschutzverordnung NRW

Knapp drei Viertel der bewohnten Wohnungen in Essen sind vermietet. Der Markt ist groß, und Mieter haben mehr Auswahl als in Düsseldorf oder Köln.

02Bevölkerung und Nachfrage

Essen ist von 2021 bis 2023 deutlich gewachsen, auf 595.908 Einwohner. Getragen wurde das vom Zuzug, unter anderem von Geflüchteten aus der Ukraine. Es sterben jedes Jahr rund 2.000 bis 2.600 Menschen mehr, als geboren werden. Mitte 2026 meldet die Stadt 590.338 Einwohner. Der Rückgang geht auf eine umfangreiche Bereinigung des Melderegisters im ersten Quartal 2026 zurück.

Die Stadt rechnet in ihrer Hauptvariante bis 2035 mit rund 596.700 Einwohnern, also mit Stabilität. IT.NRW kommt auf einer anderen Datenbasis bis 2050 auf ein Minus von 1,7 %. Eine Prognose ist kein Versprechen. Für Vermieter heißt das: Mit wachsender Nachfrage sollten Sie in Essen nicht rechnen, wohl aber mit einer stabilen.

Wichtiger als die Einwohner sind die Haushalte. Essen hat rund 305.700 Privathaushalte, knapp die Hälfte davon Einpersonenhaushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,9 Personen. Neubau gibt es kaum: 2024 wurden laut NRW.BANK nur 488 Wohnungen fertig.

03Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Am 30.06.2025 hatten 271.635 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in Essen, 220.537 wohnten in der Stadt. Rund 144.600 Menschen pendeln täglich ein, rund 93.600 aus. Der Saldo liegt bei rund 51.000.

Essen ist Sitz großer Konzerne aus Energie, Chemie und Industrie, darunter E.ON, RWE, Evonik und thyssenkrupp. Dazu kommen das Universitätsklinikum, die Universität Duisburg-Essen und viele Dienstleister.

Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit hoch. Im September 2026 waren 35.493 Menschen arbeitslos, die Quote lag bei 11,3 %, ein Jahr zuvor bei 11,5 %. Die Agentur für Arbeit sieht eine leichte Belebung, aber keine Trendwende.

Für Ihre Wohnung heißt das: In Essen hängt fast alles an der Lage innerhalb der Stadt. Eine Wohnung in einem gefragten Stadtteil im Süden spricht andere Mieter an als eine Wohnung im Norden, und das Risiko von Mietausfällen unterscheidet sich entsprechend.

04Mieten, Kaufpreise und Mietrendite

Für Anleger ist der Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses besonders nützlich. Er wertet 173 Verkäufe vermieteter Eigentumswohnungen aus 2025 aus. Im Schnitt kosteten sie 2.174 €/m², die Miete lag bei 7,41 €/m², die Wohnungen waren im Schnitt 68 m² groß. Der Rohertragsvervielfältiger, also der Kaufpreisfaktor, lag bei 24,2.

Insgesamt wurden 2025 in Essen 2.381 Eigentumswohnungen verkauft, 2.125 davon im Weiterverkauf. Die Preise für gebrauchte Wohnungen stiegen gegenüber 2024 wieder, der Index des Gutachterausschusses von 196 auf 212 Punkte, liegt aber noch unter dem Höchststand von 2022. Neubauwohnungen kosteten im Median 5.350 €/m².

Kaufpreisfaktor und Bruttomietrendite einer vermieteten Wohnung
Mit tatsächlicher MieteMit Angebotsmiete
Kaufpreis je m² (vermietet, Ø 2025)2.174 €2.174 €
Nettokaltmiete je m² und Monat7,41 €8,77 €
Jahresmiete je m²88,92 €105,24 €
Kaufpreisfaktor24,420,7
Bruttomietrendite4,1 %4,8 %
Rohertragsvervielfältiger laut Gutachterausschuss (Ø)24,2
Eigene Berechnung, Stand 13.10.2026. Kaufpreis und Miete aus dem Grundstücksmarktbericht 2026 (173 vermietete Eigentumswohnungen, Kauffälle 2025), Angebotsmiete Wiedervermietung 2024 laut NRW.BANK. Bruttomietrendite = Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis, ohne Nebenkosten.

Die Bruttomietrendite von rund 4 % mit tatsächlich gezahlten Mieten ist für eine Großstadt hoch. Mit der Angebotsmiete wären es knapp 5 %. Weil in Essen keine Mietpreisbremse gilt, dürfen Sie bei Neuvermietung grundsätzlich die Marktmiete verlangen, bis zur Grenze der Mietpreisüberhöhung nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz. Ob Sie sie bekommen, hängt am Zustand der Wohnung und an der Lage.

Wie hoch ist die Mietrendite Ihrer Wohnung? Kaufpreis, Miete und Nebenkosten eingeben, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.

05Stadtbezirke im Überblick

Essen hat neun Stadtbezirke mit 50 Stadtteilen. Durchschnittspreise je Stadtteil veröffentlicht der Gutachterausschuss im Bericht nicht. Die Tabelle ordnet ausgewählte Stadtteile qualitativ ein. Die Einwohnerzahlen stammen von der Stadt, Stand 30.06.2026.

StadtteileEinwohnerPrägungFür wen eher geeignet
Rüttenscheid30.271gefragtes Wohn- und Ausgehviertel südlich der CityAnleger, die Lage über Rendite stellen
Südviertel, Stadtwald12.281 / 9.618bürgerliche Wohnlagen im Südensolvente Mieter, größere Wohnungen
Holsterhausen25.972Uniklinik-Umfeld, dicht bebautkleine Wohnungen für Klinikpersonal und Studierende
Frohnhausen33.107größter Stadtteil, Nachkriegsbau und Altbauausgewogene Mitte aus Preis und Nachfrage
Steele, Kray16.926 / 19.844Stadtteilzentren im Ostensolide Nachfrage, Haus genau prüfen
Altendorf22.986innenstadtnah, gemischte Sozialstrukturgünstiger Einstieg, höheres Vermietungsrisiko
Altenessen-Süd, Katernberg27.262 / 23.990Essener Norden, viel Nachkriegsbaunur mit genauer Objektprüfung

In gefragten Lagen zahlen Sie mehr je Quadratmeter und finden in der Regel schneller einen Mieter. In einfacheren Lagen ist der Einstieg günstiger und die Bruttorendite höher, dafür ist das Risiko von Leerstand und Mietausfall größer. Die höhere Rendite ist dort der Ausgleich für dieses Risiko.

06Regeln für Vermieter in Essen

Essen steht nicht in der Mieterschutzverordnung Nordrhein-Westfalens. Das unterscheidet die Stadt von Düsseldorf, Köln, Bonn oder Dortmund.

  • Keine Mietpreisbremse: Bei Neuvermietung sind Sie nicht an die ortsübliche Vergleichsmiete plus 10 % gebunden. Grenzen setzt nur das allgemeine Recht, insbesondere das Verbot der Mietpreisüberhöhung, wenn die Miete die Vergleichsmiete um mehr als 20 % übersteigt und ein geringes Angebot ausgenutzt wird.
  • Kappungsgrenze 20 %: Im laufenden Mietverhältnis darf die Miete in drei Jahren um höchstens 20 % steigen, und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
  • Mietspiegel: Essen hat einen qualifizierten Mietspiegel, der alle vier Jahre neu erhoben wird. Er ist Maßstab für Mieterhöhungen im laufenden Vertrag.
  • Keine verlängerte Kündigungssperrfrist: Nach Umwandlung in Eigentum gilt die gesetzliche Frist von drei Jahren für Eigenbedarfskündigungen.

Beim Kauf zahlen Sie in Nordrhein-Westfalen 6,5 % Grunderwerbsteuer. Dazu kommen rund 1,3 bis 1,8 % für Notar und Grundbuch, bei kleinen Kaufpreisen eher mehr, und gegebenenfalls ein Makler. Ihre eigenen Zahlen rechnet der Kaufnebenkosten-Rechner aus.

07Beispielrechnung: eine vermietete Wohnung in Essen

Nehmen wir Miriam. Sie ist angestellt, ledig, hat ein zu versteuerndes Einkommen von 50.000 € und kauft eine vermietete Zweizimmerwohnung mit 60 m² in einem Haus aus den 1960er Jahren. Sie zahlt 2.200 €/m², etwa den Durchschnitt vermieteter Wohnungen 2025. Der Mieter zahlt 7,40 €/m² kalt, das entspricht der Durchschnittsmiete in diesen Verkäufen. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

Miriams Wohnung im ersten vollen Jahr
Betrag
Kaufpreis (60 m² × 2.200 €)132.000 €
Grunderwerbsteuer 6,5 %8.580 €
Notar und Grundbuch (geschätzt, rund 1,8 %)2.370 €
Gesamtkosten142.950 €
Kaltmiete im Jahr (7,40 €/m²)+5.328 €
Hausgeld, nicht umlagefähig (80 € im Monat)−960 €
Zinsen (3,8 % auf 132.000 €)−5.016 €
Tilgung (2 %)−2.640 €
Cashflow vor Steuern−3.288 €
Steuerersparnis (Tarif 2026)+803 €
Cashflow nach Steuern−2.485 €
davon Tilgung, die die Restschuld senkt2.640 €
Annahmen: Kaufnebenkosten aus Eigenkapital, Kaufpreis voll finanziert, Zins 3,8 %, kein Makler, keine Mietausfälle, keine Kirchensteuer. Kaufpreis und Miete nach Grundstücksmarktbericht 2026 (vermietete Eigentumswohnungen). Eigene Berechnung, Stand 13.10.2026.

Miriam legt nach Steuern rund 210 € im Monat drauf und tilgt gleichzeitig 220 €. Ohne Tilgung bliebe ein kleiner Überschuss von rund 155 € im Jahr. Die Miete deckt hier Zinsen und Hausgeld fast vollständig. Mietausfälle, Leerstand zwischen zwei Mietern und größere Reparaturen sind in der Rechnung nicht enthalten, und genau sie entscheiden in Essen über das Ergebnis.

Wie entsteht die Steuerersparnis? Miriam darf Zinsen, Abschreibung und den Verwaltungsanteil des Hausgelds von der Miete abziehen. Für ein Haus aus den 1960er Jahren gilt eine Abschreibung von 2 % im Jahr. Als Gebäudeanteil setzen wir 75 % an, im Einzelfall ergibt er sich aus der Kaufpreisaufteilung.

Woraus sich Miriams steuerliches Ergebnis zusammensetzt
Mieteinnahmen
+5.328 €
Zinsen
−5.016 €
Abschreibung (2 % auf 107.212 €)
−2.144 €
Abziehbarer Teil des Hausgelds
−480 €
Ergebnis Vermietung
−2.312 €
Die Erhaltungsrücklage (40 € im Monat) ist erst abziehbar, wenn die Eigentümergemeinschaft sie ausgibt. Einkommensteuer nach § 32a EStG 2026: 10.548 € ohne, 9.745 € mit der Wohnung.

Ehrlich gerechnet ist Essen ein Standort, an dem die Miete trägt und das Risiko im Detail steckt. Wer zu durchschnittlichen Preisen kauft, zahlt nach Steuern wenig zu. Wer ein Haus mit Sanierungsstau erwischt oder lange Leerstand hat, verliert diesen Vorsprung schnell. Wie Mieteinnahmen versteuert werden, lesen Sie im Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.

Zum Vergleich: eine Neubauwohnung in Essen

Angenommen, Miriam kauft stattdessen eine neu gebaute Wohnung mit 45 m² vom Bauträger und vermietet sie als Erste. Neubauwohnungen kosteten 2025 laut Gutachterausschuss im Median 5.350 €/m². Als Miete setzen wir 13,81 €/m² an, den Median der Neubau-Angebotsmieten 2024 laut NRW.BANK. Einkommen, Zins und Tilgung bleiben wie oben.

Miriams Neubauwohnung im ersten vollen Jahr
Betrag
Kaufpreis (45 m² × 5.350 €)240.750 €
Grunderwerbsteuer 6,5 %15.649 €
Notar und Grundbuch (geschätzt, rund 1,6 %)3.840 €
Gesamtkosten260.239 €
Kaltmiete im Jahr (13,81 €/m²)+7.457 €
Hausgeld, nicht umlagefähig (55 € im Monat)−660 €
Zinsen (3,8 % auf 240.750 €)−9.148 €
Tilgung (2 %)−4.815 €
Cashflow vor Steuern−7.166 €
Abschreibung degressiv 5 % auf 208.191 €, steuerliches Ergebnis −12.461 €10.410 €
Steuerersparnis (Tarif 2026)+4.107 €
Cashflow nach Steuern−3.059 €
davon Tilgung, die die Restschuld senkt4.815 €
Annahmen wie oben. Dazu: Gebäudeanteil 80 % (Annahme), Abschreibung 5 % vom Restwert nach § 7 Abs. 5a EStG (Baubeginn oder Kaufvertrag zwischen 01.10.2023 und 30.09.2029, Kauf bis Ende des Fertigstellungsjahres), Hausgeld 55 € im Monat mit 25 € Rücklage (Annahme), keine Sonderabschreibung. Kaufpreis nach Grundstücksmarktbericht 2026, Miete nach NRW.BANK-Wohnungsmarktprofil 2025 (Stand 2024). Einkommensteuer 6.441 € statt 10.548 €. Eigene Berechnung, Stand 13.10.2026.

Nach Steuern legt Miriam beim Neubau rund 255 € im Monat drauf statt rund 210 €, und sie tilgt rund 400 € statt 220 € im Monat. Die Abschreibung ist im ersten Jahr fast fünfmal so hoch wie beim Bestand, und ein neues Haus braucht in den ersten Jahren meist weniger Instandhaltung. Dafür kostet der Quadratmeter fast zweieinhalbmal so viel, und die Bruttomietrendite liegt mit rund 3,1 % deutlich unter den rund 4,0 % der Bestandswohnung. Die Kappungsgrenze von 20 % gilt bei späteren Erhöhungen auch hier. Die degressive Abschreibung sinkt jedes Jahr, den Verlauf zeigt der AfA-Rechner.

08Chancen und Risiken

Was für Essen spricht, lässt sich belegen. Ebenso, was dagegen spricht.

Chancen

  • Kaufpreisfaktor vermieteter Wohnungen um 24, Bruttomietrendite um 4 % laut Gutachterausschuss.
  • Keine Mietpreisbremse, Kappungsgrenze 20 % statt 15 %.
  • Sehr wenig Neubau, 2024 nur 488 fertige Wohnungen, also wenig neue Konkurrenz um Mieter.
  • Viele Einpersonenhaushalte und eine stabile Einwohnerzahl laut Vorausberechnung der Stadt.
  • Konzernzentralen, Universitätsklinikum und Universität als Arbeitgeber.

Risiken

  • Arbeitslosenquote von 11,3 %, fast doppelt so hoch wie in Stuttgart.
  • Leerstand von 3,9 %, mehr Wohnungen kurzfristig verfügbar als in Düsseldorf oder Nürnberg.
  • IT.NRW rechnet bis 2050 mit 1,7 % weniger Einwohnern.
  • Hoher Anteil an Nachkriegsbauten mit Sanierungsbedarf, Risiko von Sonderumlagen.
  • 6,5 % Grunderwerbsteuer und bei kleinen Kaufpreisen anteilig höhere Notarkosten.
  • Große Unterschiede zwischen Süden und Norden, das einzelne Haus entscheidet.
Essen passt zu Ihnen, wenn …
  • Sie eine Wohnung suchen, bei der die Miete den Großteil der Kosten trägt.
  • Sie Lage, Haus und Eigentümergemeinschaft gründlich prüfen.
  • Sie Leerstand und Reparaturen in Ihrer Rechnung einplanen.
  • Sie langfristig vermieten wollen.
Eher nicht, wenn …
  • Sie auf steigende Einwohnerzahlen und Preise setzen.
  • Sie eine Wohnung ohne Aufwand für Mieterauswahl suchen.
  • Ihnen ein Umfeld mit hoher Arbeitslosigkeit zu riskant ist.
  • Sie kurzfristig verkaufen müssten.

09Weitere Standorte

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Quellen

Alle Quellen abgerufen am 13.10.2026.

FAQHäufige Fragen

Lohnt sich eine Wohnung in Essen als Kapitalanlage?

Das hängt vor allem von Lage und Zustand ab. Vermietete Wohnungen kosteten 2025 im Schnitt 2.174 €/m² bei 7,41 €/m² Miete, das ergibt rund 4 % Bruttomietrendite. In unserem Beispiel deckt die Miete Zinsen und Hausgeld fast vollständig. Mietausfall, Leerstand und Sanierung gehören in die Rechnung.

Wie hoch ist die Mietrendite in Essen?

Laut Gutachterausschuss wurden vermietete Eigentumswohnungen 2025 im Schnitt zum 24,2-fachen der Jahresmiete verkauft, das entspricht rund 4,1 % Bruttomietrendite. Mit Angebotsmieten wären es knapp 5 %, Neubauwohnungen kommen auf rund 3,1 %.

Was kostet eine Eigentumswohnung in Essen?

Vermietete Eigentumswohnungen kosteten 2025 im Schnitt 2.174 €/m², bezugsfreie 2.479 €/m². Neubauwohnungen lagen im Median bei 5.350 €/m². Die Preise im Weiterverkauf sind 2025 wieder gestiegen.

Gibt es eine Mietpreisbremse in Essen?

Nein. Essen gehört nicht zu den Gemeinden der Mieterschutzverordnung Nordrhein-Westfalens. Bei Neuvermietung gilt keine Grenze von 10 % über der Vergleichsmiete, im laufenden Mietverhältnis gilt die Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren.

Welche Stadtteile in Essen eignen sich für Kapitalanleger?

Als gefragt gelten Stadtteile im Süden wie Rüttenscheid, das Südviertel oder Stadtwald. Im Norden ist der Einstieg günstiger, das Vermietungsrisiko aber höher. Entscheidend sind Haus, Mietvertrag und Rücklage.

Wächst Essen noch?

Von 2021 bis 2023 ist Essen gewachsen. Mitte 2026 meldet die Stadt nach einer Bereinigung des Melderegisters 590.338 Einwohner. Die Stadt rechnet bis 2035 mit Stabilität, IT.NRW bis 2050 mit 1,7 % weniger Einwohnern.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Essen?

In Nordrhein-Westfalen beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 %. Bei einer Wohnung für 132.000 € sind das 8.580 €.

Wie hoch ist der Leerstand in Essen?

Laut Zensus standen am 15.05.2022 3,94 % der Wohnungen leer. Innerhalb von drei Monaten beziehbar waren rund 2,4 % des Bestands.