Ratgeber · Standorte & Objekte

    Kapitalanlage-Immobilien in Rheine: Zahlen, Lagen und eine ehrliche Rechnung

    Wachsende Einwohnerzahl, 2,4 % Leerstand und ein stabiler Arbeitsmarkt im Kreis Steinfurt, aber Kaufpreise, bei denen sich eine vermietete Wohnung nur knapp trägt. Wir legen die amtlichen Zahlen offen und rechnen eine Wohnung durch.


    Investmentberater bei InvestImmo.de
    27. Oktober 202612 Min. Lesezeit
    Rheine auf einen Blick
    77.552
    Einwohner
    amtlich, Stand 31.12.2025
    2.434 €/m²
    vermietete Wohnung
    Ø Kaufpreis 2024–2025
    7,24 €/m²
    tatsächliche Miete
    vermietete Wohnungen 2024–2025
    2,4 %
    Leerstand
    Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022

    Rheine ist die größte Stadt im Kreis Steinfurt und nach Münster die zweitgrößte im Münsterland. Die Stadt liegt an der Ems, am Kreuz von A30 und mehreren Bahnstrecken Richtung Niederlande, Osnabrück und Münster. In zehn Jahren ist sie um rund 2.700 Einwohner gewachsen, und beim Zensus 2022 stand kaum eine Wohnung leer.

    Für Kapitalanleger hat Rheine einen Vorteil, den viele Städte nicht bieten: Der Gutachterausschuss hat nicht nur Kaufpreise ausgewertet, sondern auch die Mieten von 143 vermieteten Eigentumswohnungen, die 2024 und 2025 verkauft wurden. So lässt sich die Rendite mit echten Zahlen rechnen statt mit Inseraten. Das Ergebnis ist ehrlich gesagt knapp.

    01Rheine in Zahlen

    Alle Werte, die wir für die Einordnung verwenden, mit Quelle und Stand.

    KennzahlWertQuelle, Stand
    Einwohner (amtlich)77.552Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, 31.12.2025
    Einwohner 2015 (Basis Zensus 2011)74.852Statistisches Bundesamt, 31.12.2015
    Prognose 2023–2050, Kreis Steinfurt+0,5 %IT.NRW, Vorausberechnung 2024 bis 2050/2070 (Kreiswert)
    Haushalte35.232Zensus 2022
    Anteil Einpersonenhaushalte39,2 %Zensus 2022
    Wohnungsbestand36.922Zensus 2022
    Leerstandsquote2,4 %Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
    Eigentümerquote49,7 %Zensus 2022
    Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort33.771Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
    Einpendler / Auspendler17.044 / 16.429Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
    Arbeitslosenquote, Kreis Steinfurt5,2 %Bundesagentur für Arbeit über Deutschlandatlas, Jahresdurchschnitt 2025 (Kreiswert)
    Ø Miete laufender Verträge5,97 €/m²Zensus 2022
    Miete vermieteter Eigentumswohnungen7,24 €/m²Gutachterausschuss Rheine, 143 Fälle 2024–2025
    Angebotsmiete, Kreis Steinfurt9,41 €/m²BBSR über Deutschlandatlas, 2025 (Kreiswert)
    Kaufpreis vermietete Wohnung2.434 €/m²Gutachterausschuss Rheine, 2024–2025
    Kaufpreis Wohnung, Baujahr 1970–19791.892 €/m²Gutachterausschuss Rheine, 2025 (23 Kauffälle)
    Kaufpreis Wohnung, Baujahr ab 20214.022 €/m²Gutachterausschuss Rheine, 2025 (46 Kauffälle)
    MietpreisbremseneinMietSchVO NRW, Gemeindeliste
    Kappungsgrenze20 %§ 558 BGB
    Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen6,5 %Landesgesetz NRW

    02Bevölkerung und Nachfrage

    Ende 2025 hatte Rheine 77.552 Einwohner, rund 2.700 mehr als Ende 2015. Die ältere Zahl beruht noch auf dem Zensus 2011, die Richtung ist trotzdem klar: Rheine wächst, im letzten Jahr um gut 340 Menschen. Der Kreis Steinfurt gewinnt sowohl bei Umzügen innerhalb Deutschlands als auch aus dem Ausland.

    Eine eigene Vorausberechnung für die Stadt gibt es nicht. Für den Kreis Steinfurt erwartet IT.NRW bis etwa 2035 ein Plus von rund 2 % und bis 2050 eine Bevölkerung leicht über dem heutigen Stand (+0,5 %). Das ist im Vergleich zu vielen Städten in Westfalen eine stabile Aussicht.

    Der Mietmarkt ist etwa so groß wie der Eigentümermarkt. Beim Zensus 2022 waren 49,6 % der Wohnungen vermietet, 49,7 % wurden von den Eigentümern selbst bewohnt. 39,2 % der Haushalte bestehen aus einer Person. Die Nachfrage nach Mietwohnungen kommt vor allem von Berufstätigen, Paaren und Älteren.

    Gepflegtes städtisches Wohnquartier mit gemeinschaftlichem Garten
    KI-generiertes Symbolbild

    03Wirtschaft und Arbeitsmarkt

    Rheine ist Arbeitsort und Wohnort zugleich. Am 30.06.2025 arbeiteten 33.771 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt, 33.145 wohnten dort. Ein- und Auspendler halten sich fast die Waage (17.044 zu 16.429). Die Stadt ist ein Verkehrsknoten: Über die Bahn sind Münster, Osnabrück und die Niederlande direkt erreichbar, über die A30 Osnabrück und Hengelo.

    Arbeitsmarkt Stadt Rheine
    33.771
    Arbeitsplätze
    sozialversicherungspflichtig, 30.06.2025
    +615
    Pendlersaldo
    Einpendler minus Auspendler
    5,2 %
    Arbeitslosenquote
    Kreis Steinfurt, Jahresdurchschnitt 2025
    28.770 €
    verfügbares Einkommen
    je Einwohner, Kreis Steinfurt, 2023

    Die Arbeitslosenquote im Kreis Steinfurt lag 2025 im Jahresdurchschnitt bei 5,2 %. Eine große Hochschule gibt es in Rheine nicht, die Nachfrage nach kleinen Wohnungen kommt deshalb weniger von Studierenden als von Berufstätigen und Älteren.

    04Mieten, Kaufpreise und Mietrendite

    Rheine hat seit dem 01.07.2024 einen neu aufgestellten qualifizierten Mietspiegel. Für die Rendite nutzen wir hier aber eine andere, sehr direkte Quelle: Der Gutachterausschuss hat für 143 vermietete Eigentumswohnungen, die 2024 und 2025 verkauft wurden, Kaufpreis und Miete ausgewertet. Im Schnitt hatten diese Wohnungen 71 m², kosteten 2.434 €/m² und brachten 7,24 €/m² Nettokaltmiete. Der Gutachterausschuss selbst errechnet daraus einen Rohertragsfaktor von 27,7.

    Die Angebotsmiete für neu inserierte Wohnungen im Kreis Steinfurt lag 2025 laut BBSR bei 9,41 €/m², einen Stadtwert gibt es nicht. In laufenden Verträgen zahlten Mieter in Rheine beim Zensus 2022 im Schnitt 5,97 €/m².

    2025 wurden 176 Eigentumswohnungen verkauft, 18 % mehr als im Vorjahr. Die Preise blieben fast stabil (+0,4 % laut Preisindex des Gutachterausschusses). Wie stark das Baujahr den Preis bestimmt, zeigt die Übersicht:

    Kaufpreis von Eigentumswohnungen in Rheine 2025 nach Baujahr
    1960 bis 1969 (22 Kauffälle)
    1.609 €/m²
    1970 bis 1979 (23 Kauffälle)
    1.892 €/m²
    1980 bis 1989 (19 Kauffälle)
    2.044 €/m²
    1990 bis 1999 (25 Kauffälle)
    2.380 €/m²
    2000 bis 2009 (14 Kauffälle)
    2.600 €/m²
    2010 bis 2020 (17 Kauffälle)
    3.307 €/m²
    ab 2021 (46 Kauffälle)
    4.022 €/m²
    Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Rheine, Grundstücksmarktbericht 2026, Abschnitt 6.1.1.

    Aus Kaufpreis und Miete ergibt sich der Kaufpreisfaktor, sein Kehrwert ist die Bruttomietrendite.

    Bruttomietrendite in Rheine (eigene Rechnung)
    Baujahr 1970–1979, 1.892 €/m², Miete 7,24 €/m² (Faktor 21,8)
    4,6 %
    Baujahr 1980–1989, 2.044 €/m², Miete 7,24 €/m² (Faktor 23,5)
    4,3 %
    Vermietete Wohnung, 2.434 €/m², Miete 7,24 €/m² (Faktor 28,0)
    3,6 %
    Baujahr ab 2021, 4.022 €/m², Angebotsmiete Kreis 9,41 €/m² (Faktor 35,6)
    2,8 %
    Eigene Rechnung, Stand 19.10.2026: Kaufpreise Gutachterausschuss Rheine geteilt durch die Jahresnettokaltmiete je m². Die Miete von 7,24 €/m² ist der Durchschnitt aller vermieteten Wohnungen, ältere Wohnungen erzielen eher weniger. Vor Kosten und Steuern.

    Die oberen beiden Balken sind eine Obergrenze: Wohnungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren erreichen nicht automatisch die durchschnittliche Miete aller vermieteten Wohnungen. Ihre eigene Zahl prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner.

    05Stadtteile in Rheine im Überblick

    Amtliche Kaufpreise oder Mieten je Stadtteil veröffentlicht der Gutachterausschuss nicht. Er rechnet Eigentumswohnungen über Baujahr, Wohnfläche und den Bodenrichtwert der Lage. Ein höherer Bodenrichtwert bedeutet bei sonst gleicher Wohnung einen höheren Preis. Die Bodenrichtwerte jeder Adresse zeigt das Portal BORIS NRW.

    StadtteilCharakterEher geeignet für
    InnenstadtZentrum an der Ems mit Fußgängerzone und BahnhofEinzelpersonen, Pendler, Ältere
    Dorenkamp, Schotthockinnenstadtnahe Viertel mit viel GeschosswohnungsbauBerufstätige, preisbewusste Mieter
    Eschendorfgewachsenes Wohnviertel südlich der InnenstadtPaare, Familien
    Gellendorf, WieteschWohngebiete mit Mischung aus Mehrfamilien- und EinfamilienhäusernFamilien, längere Mietdauer
    Mesum, Hauenhorst, Elteeigenständige Ortsteile im Süden, dörflicher CharakterFamilien; Wohnungsmarkt kleiner

    Die Lage bewegt den Preis in Rheine spürbar. In der Regressionsformel des Gutachterausschusses steigt der Preis je m² Wohnfläche mit jedem Euro Bodenrichtwert um rund 1,17 €. Zwischen einer Lage mit 200 und einer mit 400 €/m² Bodenrichtwert liegen so bei gleicher Wohnung rund 234 €/m².

    06Regeln für Vermieter in Rheine

    Rheine steht nicht in der Mieterschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Daraus folgt:

    • Keine Mietpreisbremse: Bei einer Neuvermietung sind Sie nicht an 10 % über der Vergleichsmiete gebunden.
    • Kappungsgrenze 20 %: Im laufenden Vertrag darf die Miete in drei Jahren um höchstens 20 % steigen, und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
    • Qualifizierter Mietspiegel: Seit 01.07.2024 gilt ein neu aufgestellter qualifizierter Mietspiegel. Bei jeder Mieterhöhung müssen Sie seine Werte nennen.

    Beim Kauf zahlen Sie in Nordrhein-Westfalen 6,5 % Grunderwerbsteuer. Dazu kommen Notar und Grundbuch und je nach Objekt ein Makler. Bei 172.814 € Kaufpreis sind es ohne Makler rund 8,4 % Nebenkosten. Ihre eigenen Kosten rechnet der Kaufnebenkosten-Rechner aus, die Notarpositionen erklärt unser Beitrag zu den Notarkosten.

    Prüfung von Grundriss, Kaufpreis und laufenden Kosten einer Wohnung
    KI-generiertes Symbolbild

    07Beispielrechnung: eine vermietete Wohnung in Rheine

    Nehmen wir Thomas, 44, ledig, Fachinformatiker mit einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 €. Er kauft eine vermietete Wohnung mit 71 m² für 172.814 €. Fläche, Preis (2.434 €/m²) und Miete (7,24 €/m²) entsprechen genau dem Durchschnitt der vermieteten Eigentumswohnungen, die 2024 und 2025 in Rheine verkauft wurden. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

    Kauf und Finanzierung
    Kaufpreis (71 m² × 2.434 €/m²)172.814 €
    Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen 6,5 %11.233 €
    Notar und Grundbuch (mit Grundschuld 172.814 €)3.233 €
    Kaufnebenkosten aus Eigenkapital14.466 €
    Darlehen (Kaufpreis)172.814 €
    Zins 3,8 % und Tilgung 1,5 % (Annahme)9.159 € im Jahr
    Notar und Grundbuch nach GNotKG Tabelle B berechnet, Stand 19.10.2026. Ohne Makler. Der Zins von 3,8 % ist eine Annahme; je nach Bank, Beleihung und Zinsbindung lagen Angebote im Oktober 2026 eher bei 4,0 bis 4,2 %.
    Das erste volle Jahr
    pro Jahrpro Monat
    Nettokaltmiete (7,24 €/m², Gutachterausschuss 2024–2025)6.168 €514 €
    Zinsen−6.567 €−547 €
    Tilgung−2.592 €−216 €
    Nicht umlagefähige Kosten (Verwaltung, Rücklage, Annahme)−1.380 €−115 €
    Cashflow vor Steuern−4.371 €−364 €
    Abschreibung 2 % auf den Gebäudeanteil (80 %, Annahme)2.980 €248 €
    Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Kosten − Abschreibung)−4.759 €−397 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026, ohne Kirchensteuer)+1.797 €+150 €
    Cashflow nach Steuern−2.574 €−214 €
    Eigene Berechnung, Stand 19.10.2026. Die Grundschuldkosten von rund 1.020 € sind im ersten Jahr in der Regel zusätzlich als Werbungskosten absetzbar.

    Thomas zahlt nach Steuern rund 214 € im Monat zu. In die Tilgung fließen 216 € im Monat, ohne sie wäre die Rechnung fast genau ausgeglichen. Nach Steuern deckt die Miete in Rheine bei Durchschnittswerten also nahezu Zinsen und Kosten, aber nicht die Tilgung. Wie Mieteinnahmen besteuert werden, erklärt unser Beitrag Mieteinnahmen versteuern.

    Was die Rechnung im Monat am stärksten bewegt
    Miete auf Angebotsmiete Kreis 9,41 €/m²
    +154 €
    Zins 1 Prozentpunkt niedriger
    +144 €
    Zins 1 Prozentpunkt höher
    −144 €
    Zwei Monate Leerstand im Jahr
    −86 €
    Eigene Rechnung, Wirkung vor Steuern im Monatsmittel, Stand 19.10.2026.

    Die Angebotsmiete des Kreises würde die Rechnung deutlich verbessern. Sie ist aber ein Durchschnitt aller inserierten Wohnungen im ganzen Kreis, einschließlich Neubau, und bei einer gebrauchten Wohnung nicht ohne Weiteres zu erzielen. Rechnen Sie im Zweifel mit dem Mietspiegel.

    Zum Vergleich: eine Neubauwohnung in Rheine

    In Rheine wird gebaut: 46 der 2025 verkauften Wohnungen stammten aus Baujahren ab 2021, im Schnitt für 4.022 €/m². Für Thomas rechnen wir eine 45-m²-Neubauwohnung zu diesem Preis. Eine amtliche Neubau-Angebotsmiete gibt es für Rheine nicht. Wir setzen deshalb die Angebotsmiete aller Baujahre im Kreis Steinfurt an (9,41 €/m²). Für Neubau ist das eher ein vorsichtiger Wert. Neubauwohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals vermietet wurden, wären ohnehin dauerhaft von einer Mietpreisbremse ausgenommen (§ 556f BGB).

    Neubauwohnung, 45 m², erstes volles Jahr
    pro Jahrpro Monat
    Nettokaltmiete (9,41 €/m², Angebotsmiete Kreis Steinfurt)5.081 €423 €
    Zinsen 3,8 %−6.878 €−573 €
    Tilgung 1,5 %−2.715 €−226 €
    Nicht umlagefähige Kosten (Annahme)−648 €−54 €
    Cashflow vor Steuern−5.159 €−430 €
    Abschreibung degressiv 5 % auf den Gebäudeanteil (80 %)7.799 €650 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026)+3.770 €+314 €
    Cashflow nach Steuern−1.389 €−116 €
    Eigene Berechnung, Stand 19.10.2026. Kaufpreis 180.990 € (45 m² × 4.022 €/m²), Kaufnebenkosten 14.997 € aus Eigenkapital, Darlehen in Höhe des Kaufpreises. Degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 5a EStG für Wohnungen mit Baubeginn zwischen 01.10.2023 und 30.09.2029; sie sinkt von Jahr zu Jahr, weil sie vom Restwert berechnet wird.

    Vor Steuern ist der Neubau mit −430 € im Monat teurer als die Bestandswohnung (−364 €), nach Steuern mit −116 € deutlich günstiger (−214 €). Das liegt an der höheren Abschreibung. Die Bruttorendite des Neubaus ist mit 2,8 % niedriger als die 3,6 % der Bestandswohnung; liegt die tatsächliche Neubaumiete höher als unser vorsichtiger Wert, verbessert sich das Bild. In den ersten Jahren fallen beim Neubau meist weniger Reparaturen an, und der Steuervorteil sinkt mit jedem Jahr.

    Zusätzlich kann eine Sonderabschreibung nach § 7b EStG in Frage kommen, wenn unter anderem ein Effizienzhaus 40 mit QNG-Siegel vorliegt, die Baukosten höchstens 5.200 € je m² betragen und höchstens 4.000 € je m² als Bemessungsgrundlage angesetzt werden. In unserer Rechnung ist sie nicht enthalten. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Sonder-AfA und degressiven AfA, Ihre eigene Abschreibung rechnet der AfA-Rechner.

    08Chancen und Risiken in Rheine

    Für Rheine sprechen belegbare Punkte: Wachstum, sehr wenig Leerstand, eine stabile Kreisprognose, ein ausgeglichener Arbeitsmarkt und gute Verkehrsanbindung. Die Preise für Eigentumswohnungen waren 2025 stabil, die Zahl der Verkäufe stieg.

    Dagegen stehen ebenso klare Punkte:

    • Niedrige Bruttorendite: rund 3,6 % bei der durchschnittlichen vermieteten Wohnung, die Tilgung muss aus eigener Tasche kommen.
    • Großer Abstand zwischen Alt und Neu: Neubau kostet je m² mehr als doppelt so viel wie Wohnungen aus den 1970er-Jahren.
    • Ältere Wohnungen: günstiger, aber mit mehr Instandhaltungsbedarf und eher niedrigeren Mieten.
    • Kleiner Mietmarkt: Die Hälfte der Wohnungen wird von Eigentümern bewohnt.
    • Hohe Kaufnebenkosten: 6,5 % Grunderwerbsteuer plus Notar.
    Passt zu Ihnen, wenn …
    • Sie einen Standort mit wenig Leerstand und leichtem Wachstum suchen.
    • Sie eine monatliche Zuzahlung über Jahre tragen können.
    • Sie Miete und Mietspiegel vor dem Kauf genau abgleichen.
    • Sie bei älteren Wohnungen Rücklage und Protokolle prüfen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie eine Wohnung suchen, die sich ab dem ersten Jahr selbst trägt.
    • Sie mit der Angebotsmiete des Kreises kalkulieren wollen.
    • Sie keine Reserve für Sonderumlagen haben.
    • Sie auf eine bestimmte Wertentwicklung angewiesen sind.

    Welche Vor- und Nachteile eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage allgemein hat, steht in unserem Beitrag Eigentumswohnung als Kapitalanlage.

    09Weitere Standorte

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    FAQHäufige Fragen

    Lohnt sich eine Wohnung in Rheine als Kapitalanlage?

    Bei Durchschnittswerten trägt die Miete nach Steuern nahezu Zinsen und laufende Kosten, die Tilgung zahlen Sie dazu. In unserem Beispiel sind das nach Steuern rund 214 € im Monat. Dafür ist der Leerstand sehr niedrig und die Einwohnerzahl wächst.

    Wie hoch ist die Mietrendite in Rheine?

    Für die durchschnittliche vermietete Eigentumswohnung rund 3,6 % brutto (2.434 €/m², 7,24 €/m² Miete). Bei Wohnungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren können es über 4 % sein, wenn die Miete dem Durchschnitt entspricht.

    Was kostet eine Eigentumswohnung in Rheine?

    2025 je nach Baujahr zwischen rund 1.600 €/m² (1960er-Jahre) und gut 4.000 €/m² (ab 2021). Vermietet verkaufte Wohnungen kosteten 2024 und 2025 im Schnitt 2.434 €/m².

    Gibt es eine Mietpreisbremse in Rheine?

    Nein. Rheine steht nicht in der Mieterschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Es gilt die allgemeine Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren.

    Gibt es einen Mietspiegel in Rheine?

    Ja. Die Stadt hat zum 01.07.2024 einen qualifizierten Mietspiegel für nicht preisgebundene Wohnungen neu aufgestellt, erhältlich bei der Stadtverwaltung.

    Welche Stadtteile sind in Rheine für Kapitalanleger interessant?

    Kleine Wohnungen sind vor allem in der Innenstadt und in innenstadtnahen Vierteln wie Dorenkamp gefragt, Familien suchen eher in Eschendorf, Gellendorf oder Mesum. Amtliche Preise je Stadtteil gibt es nicht, der Bodenrichtwert der Adresse ist der beste Anhaltspunkt.

    Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Rheine?

    In Nordrhein-Westfalen fallen 6,5 % Grunderwerbsteuer an, dazu Notar und Grundbuch von knapp 2 %. Bei 172.814 € Kaufpreis sind es ohne Makler rund 14.470 €, also 8,4 %.

    Weiterlesen

    Quellen

    Alle Quellen abgerufen am 19.10.2026.

    Geschrieben von
    Investmentberater bei InvestImmo.de

    Schreibt über Vermietung, Nebenkosten, Mietrecht und Mehrfamilienhäuser.

    Als Bauingenieur, Immobilieninvestor und Berater mit rund 14 Jahren Finanzpraxis betrachtet Moe Gebäude zuerst technisch. Er schreibt über Substanz, Vermietung, laufende Kosten und Investments, die auch jenseits des Prospekts tragen.

    Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind Beispielrechnungen mit offengelegten Annahmen oder amtliche Werte mit genanntem Stand, Stand 19.10.2026.

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