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Kapitalanlage-Immobilien in Duisburg: Zahlen, Stadtbezirke und eine ehrliche Rechnung

Andriy Bezborodko · 2026-10-13

Duisburg auf einen Blick
500.810
Einwohner
amtlich, 31.12.2025
4,2 %
Leerstand
Zensus, 15.05.2022
1.697 €/m²
Vermietete Eigentumswohnung
Durchschnitt 2025, Gutachterausschuss
7,26 €/m²
Miete vermieteter Wohnungen
Durchschnitt 2025, Gutachterausschuss

Eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung für gut 100.000 €, die Miete deckt Zinsen und Hausgeld fast vollständig. Solche Rechnungen machen Duisburg für viele Anleger interessant. Die Stadt hat aber auch die höchste Arbeitslosenquote der großen Ruhrgebietsstädte und einen Arbeitsmarkt, der mehr Menschen auspendeln als einpendeln lässt.

Ob die Zahlen tragen, zeigt ein genauer Blick. Der Duisburger Gutachterausschuss veröffentlicht nicht nur Kaufpreise, sondern auch die tatsächlichen Mieten und Rohertragsfaktoren vermieteter Wohnungen. Wir haben diese Daten zusammengetragen, jede mit Quelle und Stand.

Am Ende rechnen wir eine gebrauchte und eine neue Wohnung durch, vor und nach Steuern.

01Duisburg in Zahlen

Die Tabelle bündelt die Daten, die für eine vermietete Wohnung zählen. Die Links stehen am Ende der Seite.

KennzahlWertQuelle und Stand
Einwohner (amtlich)500.810Statistisches Bundesamt, 31.12.2025
Veränderung zum Vorjahr−1.460 (−0,3 %)Statistisches Bundesamt, eigene Rechnung
Prognose 2050rund 484.600 (−3,7 % ggü. 2023)IT.NRW, Vorausberechnung 2024–2050
Haushalte244.650Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
Anteil Einpersonenhaushalte47,1 %Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
Wohnungen260.092NRW.BANK, 2024
Leerstandsquote4,2 % (11.113 Wohnungen)Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
Eigentümerquote26,6 %Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
Arbeitslosenquote13,4 % (Bund 6,4 %)Agentur für Arbeit, September 2026
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Arbeitsort)179.779Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
Pendlersaldo−5.010Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
Miete vermieteter Eigentumswohnungen7,26 €/m²Gutachterausschuss, Kaufverträge 2025
Angebotsmiete Wiedervermietung (Median)7,71 €/m²NRW.BANK, 2024
Eigentumswohnung, vermietet1.697 €/m²Gutachterausschuss, Kaufverträge 2025
Eigentumswohnung, Neubau mittlere Lage4.752 €/m²Gutachterausschuss, Kaufverträge 2025
Rohertragsfaktor vermietete Wohnung19,4Gutachterausschuss, Kaufverträge 2025
MietpreisbremseneinMietSchVO NRW, Duisburg nicht erfasst
Kappungsgrenze20 %gesetzlicher Regelfall
Grunderwerbsteuer6,5 %Nordrhein-Westfalen, seit 01.01.2015

Die wichtigste Zahl für Anleger steht weiter unten: Der Rohertragsfaktor von 19,4. Er stammt aus 76 tatsächlichen Verkäufen vermieteter Wohnungen und ist deshalb aussagekräftiger als jede Angebotsrechnung.

02Bevölkerung und Nachfrage

Duisburg ist in den letzten Jahren kaum gewachsen und kaum geschrumpft. Ende 2025 zählte das Statistische Bundesamt 500.810 Einwohner, 1.460 weniger als ein Jahr zuvor. IT.NRW rechnet bis 2050 mit einem leichten Rückgang auf rund 484.600, das wären 3,7 % weniger als 2023. Ein Viertel der Einwohner hat keine deutsche Staatsangehörigkeit, ohne Zuwanderung würde die Stadt deutlich schneller schrumpfen.

Die Haushalte sind in Duisburg größer als in vielen anderen Großstädten. Beim Zensus 2022 lebte in 47,1 % der 244.650 Haushalte eine Person allein, die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt laut NRW.BANK bei 2,1 Personen. Gefragt sind deshalb nicht nur kleine Wohnungen, sondern auch familiengerechte mit drei und mehr Zimmern.

03Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Duisburg ist Stahl- und Hafenstadt. Der Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt, thyssenkrupp Steel hat hier seinen Hauptsitz und seine größten Werke. Dazu kommen die Universität Duisburg-Essen mit insgesamt 37.298 Studierenden an den Standorten Duisburg und Essen, Logistik und Handel. Die Stahlindustrie steckt im Umbau, und davon hängen viele Arbeitsplätze in der Stadt ab.

Anders als die meisten Großstädte hat Duisburg mehr Aus- als Einpendler. Am 30.06.2025 arbeiteten 179.779 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt. 89.443 pendelten ein, 94.453 Duisburger arbeiteten außerhalb. Der Saldo liegt bei rund −5.000.

Die Arbeitslosenquote lag im September 2026 bei 13,4 %, mit 35.944 Arbeitslosen. Das sind 1.047 mehr als ein Jahr zuvor und mehr als doppelt so viel wie im Bundesschnitt von 6,4 %. Laut NRW.BANK lebten 2024 16,8 % der Einwohner von Mindestsicherungsleistungen. Für Vermieter heißt das: Ein großer Teil der Mieter hat ein knappes Budget, das setzt der Miete Grenzen.

04Mieten, Kaufpreise und Mietrendite

Der Gutachterausschuss hat 2025 genau 76 Verkäufe vermieteter Eigentumswohnungen ausgewertet. Diese Wohnungen kosteten im Schnitt 1.697 €/m², die Mieter zahlten 7,26 €/m². Der durchschnittliche Kaufpreisfaktor lag bei 19,4, die Streuung war mit ± 6,2 allerdings groß. Neu angebotene Bestandswohnungen kosteten laut NRW.BANK 2024 im Median 7,71 €/m², neue Wohnungen 11,92 €/m². Seit dem 01.02.2026 gilt ein neuer qualifizierter Mietspiegel.

Bei den Kaufpreisen unterscheidet der Gutachterausschuss nach Lage und Baujahr. Gebrauchte Wohnungen aus den Jahren 1950 bis 1974, der größte Teil des Marktes, kosteten 2025 in mittlerer Lage 1.647 €/m², in guter Lage 2.004 €/m². Jüngere Baujahre von 1995 bis 2009 lagen bei 2.330 bzw. 2.677 €/m². Neubauwohnungen kosteten in mittlerer Lage im Schnitt 4.752 €/m², vor allem im neuen Quartier in Wedau, in guter Lage 5.687 €/m².

Kaufpreis je Quadratmeter 2025 in Duisburg (Durchschnitt)
Gebraucht, Baujahr 1950–1974, mittlere Lage
1.647 €/m²
Gebraucht, Baujahr 1950–1974, gute Lage
2.004 €/m²
Gebraucht, Baujahr 1995–2009, mittlere Lage
2.330 €/m²
Neubau, mittlere Lage
4.752 €/m²
Neubau, gute Lage
5.687 €/m²
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg, Grundstücksmarktbericht 2026 (Kaufverträge 2025).

Aus Preis und Miete ergibt sich die Bruttomietrendite, der Kehrwert des Kaufpreisfaktors:

RechnungKaufpreisMieteKaufpreisfaktorBruttomietrendite
Vermietete Wohnungen laut Gutachterausschuss1.697 €/m²7,26 €/m²19,45,1 %
Gebraucht 1950–1974, mittlere Lage, Angebotsmiete1.647 €/m²7,71 €/m²17,85,6 %
Neubau mittlere Lage, Neubau-Angebotsmiete4.752 €/m²11,92 €/m²33,23,0 %

Die erste Zeile stammt direkt vom Gutachterausschuss, die beiden anderen sind unsere eigene Rechnung. Eine Bruttorendite von gut 5 % ist für eine deutsche Großstadt hoch. Sie hat Gründe: Der Gutachterausschuss rechnet bei diesen Wohnungen mit Bewirtschaftungskosten von 26,4 % der Miete und einer Restnutzungsdauer von nur 31 Jahren. Ihren eigenen Fall prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner.

05Stadtteile im Überblick

Duisburg besteht aus sieben Stadtbezirken mit sehr unterschiedlichem Charakter. Der Gutachterausschuss weist Lagen aus, Mieten je Bezirk haben wir nicht in belastbarer Form gefunden. Die Tabelle zeigt deshalb Einwohner und Charakter.

StadtbezirkCharakterEinwohner 2025Für wen eher geeignet
SüdHuckingen und Wedau mit dem Neubauquartier 6-Seen-Wedau, viele gute Lagen73.557Anleger, die gute Lagen und Neubau suchen
MitteInnenstadt, Neudorf und Duissern nahe Universität, Hochfeld110.295kleine Wohnungen für Studierende und Berufstätige, je nach Quartier
RheinhausenLinks des Rheins, Wohngebiete und Gewerbe78.887Familien als Mieter, mittlere Lagen
Homberg/Ruhrort/BaerlHafenstadtteil Ruhrort und ruhigere Lagen in Baerl41.698Anleger mit Blick auf einzelne Lagen
Meiderich/BeeckGewachsene Arbeiterviertel nördlich der Ruhr75.207Preisbewusste mit genauer Prüfung
HambornNorden mit Marxloh, hoher Anteil an Mietwohnungen76.376nur mit Puffer für Leerstand und Mietausfall
WalsumRuhiger Norden am Rhein, eher Eigenheime50.473Familienwohnungen, wenig Mietwohnungsmarkt

Zwischen den Bezirken liegen Welten. Im Bezirk Süd haben 12 % der Einwohner keinen deutschen Pass, in Hamborn 36,6 %. Bei den gebrauchten Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1974 lagen einfache Lagen 2025 bei 1.262 €/m², gute bei 2.004 €/m². Für Ihre Wohnung entscheiden Lage und Baujahr über Preis und Vermietbarkeit.

06Regeln für Vermieter in Duisburg

Nordrhein-Westfalen hat Mietpreisbremse und abgesenkte Kappungsgrenze in 57 Gemeinden eingeführt, Duisburg gehört nicht dazu. Für Sie bedeutet das:

  • Keine Mietpreisbremse: Bei einer Neuvermietung gibt es keine Obergrenze von 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Grenzen setzen der Markt und das allgemeine Mietrecht. Mehr zur Mietpreisbremse im Glossar.
  • Kappungsgrenze 20 %: Im laufenden Mietverhältnis darf die Miete in drei Jahren um höchstens 20 % steigen, und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel 2026. Das ist die gesetzliche Kappungsgrenze.

Die rechtlichen Spielräume sind damit größer als in Köln oder Düsseldorf. In der Praxis setzt in Duisburg eher die Zahlungsfähigkeit der Mieter die Grenze.

07Beispielrechnung: eine vermietete Wohnung in Duisburg

Nehmen wir Daniel, 42, angestellt, ledig, mit einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 €. Er kauft eine gebrauchte, vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung mit 60 m² für 102.000 €, also 1.700 €/m². Kaufpreis und Miete entsprechen dem Durchschnitt der vermieteten Wohnungen, die der Gutachterausschuss 2025 ausgewertet hat. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

Der Mieter zahlt 7,26 €/m², also 436 € im Monat. Daniel finanziert den Kaufpreis voll und zahlt die Nebenkosten aus eigenem Geld.

Daniels Wohnung im ersten vollen Jahr
Pro JahrPro Monat
Kaltmiete (60 m² × 7,26 €)5.227 €436 €
Hausgeld, nicht umlagefähig (Verwaltung 30 €, Rücklage 60 €)−1.080 €−90 €
Zinsen (102.000 € zu 3,8 %)−3.876 €−323 €
Tilgung (1,5 %)−1.530 €−128 €
Cashflow vor Steuern−1.259 €−105 €
Steuerlicher Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Abschreibung 1.762 € − Verwaltung)−771 €
Weniger Einkommensteuer (Tarif 2026)+297 €+25 €
Cashflow nach Steuern−962 €−80 €
davon Tilgung, die Daniels Schulden senkt1.530 €128 €
Kaufnebenkosten 8.834 € (Grunderwerbsteuer 6.630 €, Notar und Grundbuch 2.204 €, kein Makler) aus Eigenkapital. Abschreibung 2 % auf 80 % Gebäudeanteil der Anschaffungskosten. Zins und Tilgung sind Annahmen, kein Angebot. Ohne Kirchensteuer, ohne Mietausfall und Reparaturen. Eigene Berechnung, Stand 13.10.2026.

Daniel zahlt rund 80 € im Monat zu und tilgt dabei 128 €. Rechnerisch wächst sein Vermögen also schneller, als er zuzahlt. Im ersten Jahr sind die Kosten der Grundschuld von rund 690 € zusätzlich sofort abziehbar.

Daniels Monat in Euro
Kaltmiete
+436 €
Steuerersparnis
+25 €
Hausgeld
−90 €
Zinsen
−323 €
Tilgung
−128 €
Eigene Berechnung, Stand 13.10.2026. Annahmen wie in der Rechnung oben.

Die Rechnung sieht besser aus als in den meisten Großstädten, weil die Miete 5,1 % des Kaufpreises bringt und die Zinsen 3,8 % kosten. Sie ist aber empfindlich. Zwei Monate Leerstand kosten rund 870 € Miete, eine Sonderumlage für Dach oder Heizung schnell einige tausend Euro. Der Gutachterausschuss setzt für solche Wohnungen Bewirtschaftungskosten von gut einem Viertel der Miete an, mehr als in unserer Rechnung. Wie Mieteinnahmen versteuert werden, lesen Sie im Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.

Zum Vergleich: eine Neubauwohnung in Duisburg

Angenommen, Daniel kauft stattdessen eine neu gebaute Wohnung mit 45 m² vom Bauträger und vermietet sie als Erster. Neubauwohnungen in mittlerer Lage kosteten 2025 laut Gutachterausschuss im Schnitt 4.752 €/m², wir rechnen mit 4.750 €/m². Für die Miete nehmen wir 11,92 €/m², den Median der Neubau-Angebotsmieten 2024 laut NRW.BANK. Einkommen, Zins und Tilgung bleiben gleich.

Daniels Neubauwohnung im ersten vollen Jahr
Pro Jahr
Kaltmiete (45 m² × 11,92 €)6.437 €
Hausgeld, nicht umlagefähig (Verwaltung 25 €, Rücklage 20 € im Monat)−540 €
Zinsen (213.750 € zu 3,8 %)−8.122 €
Tilgung (1,5 %)−3.206 €
Cashflow vor Steuern−5.431 €
Steuerlicher Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Abschreibung 9.210 € − Verwaltung)−11.195 €
Weniger Einkommensteuer (Tarif 2026)+4.102 €
Cashflow nach Steuern−1.329 €
davon Tilgung, die Daniels Schulden senkt3.206 €
Kaufpreis 213.750 € (45 m² × 4.750 €). Kaufnebenkosten 17.713 € (Grunderwerbsteuer 13.894 €, Notar und Grundbuch 3.819 €, kein Makler) aus Eigenkapital. Abschreibung 5 % vom Restwert nach § 7 Abs. 5a EStG (Baubeginn oder Kaufvertrag zwischen 01.10.2023 und 30.09.2029, Kauf bis Ende des Fertigstellungsjahres) auf 80 % der Anschaffungskosten ohne Grundschuldkosten; Gebäudeanteil und Hausgeld sind Annahmen. Der Neubau-Durchschnitt beruht auf 85 Verkäufen, überwiegend in Wedau. Miete ist ein Angebotsmedian 2024, kein Vertragswert. Ohne Sonderabschreibung, ohne Kirchensteuer, ohne Mietausfall. Eigene Berechnung, Stand 13.10.2026.

Nach Steuern zahlt Daniel hier rund 111 € im Monat zu statt rund 80 €. Vor Steuern ist das Minus mehr als viermal so groß, die Abschreibung von gut 9.200 € im ersten Jahr gleicht den größten Teil aus. Sie sinkt jedes Jahr, weil sie vom Restwert rechnet; den Verlauf zeigt der AfA-Rechner. Der Quadratmeter kostet fast dreimal so viel, die Bruttomietrendite liegt bei 3,0 % statt 5,1 %. Dafür setzen wir eine kleinere Rücklage an, und ein neues Haus hat in den ersten Jahren meist weniger Reparaturen. Die Kosten der Grundschuld von rund 1.210 € sind im ersten Jahr zusätzlich sofort abziehbar.

08Chancen und Risiken in Duisburg

Duisburg bietet, was in vielen Großstädten fehlt: vermietete Wohnungen mit gut 5 % Bruttomietrendite und keine Mietpreisbremse. Der Markt war 2025 lebhaft, mit 1.885 verkauften Wohnungen und 30 % mehr Kauffällen als im Vorjahr. Der Preisindex des Gutachterausschusses für Wohnungseigentum stieg um rund 14 %. Das beschreibt die Vergangenheit und sagt nichts darüber, wie sich die Preise künftig entwickeln.

Die Risiken sind ebenso klar. Die Arbeitslosenquote ist mehr als doppelt so hoch wie im Bundesschnitt, die Stahlindustrie im Umbruch, und mehr Menschen pendeln aus der Stadt hinaus als hinein. Rund drei Viertel der Wohngebäude stammen laut Zensus aus der Zeit vor 1979. Fast die Hälfte des Leerstands ist langfristig.

Passt zu Ihnen, wenn …
  • Sie eine Wohnung mit hoher Bruttorendite suchen und das Risiko des Standorts kennen.
  • Sie gute Lagen im Süden oder gepflegte Häuser gezielt auswählen.
  • Sie Rücklagen für Mietausfall und Reparaturen haben.
Eher nicht, wenn …
  • Sie eine wachsende Stadt mit starkem Arbeitsmarkt suchen.
  • Sie sich nicht mit Mieterwechseln und Verwaltung befassen wollen.
  • Sie in wenigen Jahren mit Gewinn verkaufen wollen.

Die allgemeinen Vor- und Nachteile dieser Anlageform beschreibt der Ratgeber Eigentumswohnung als Kapitalanlage: Vor- und Nachteile.

09Weitere Standorte

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Quellen

Alle Quellen abgerufen am 13.10.2026.

FAQHäufige Fragen

Lohnt sich eine Wohnung in Duisburg als Kapitalanlage?

Das hängt von Lage, Haus und Mieter ab. Vermietete Wohnungen kosteten 2025 im Schnitt 1.697 €/m² bei 7,26 €/m² Miete, das entspricht einem Rohertragsfaktor von 19,4. Voll finanziert mit 3,8 % Zins zahlen Sie damit nur wenig zu. Leerstand, Reparaturen und höhere Zinsen können die Rechnung aber schnell verschlechtern.

Wie hoch ist die Mietrendite in Duisburg?

Die Bruttomietrendite vermieteter Eigentumswohnungen lag 2025 laut Gutachterausschuss bei rund 5,1 %. Mit Angebotsmieten von 7,71 €/m² und Preisen von 1.647 €/m² wären es rund 5,6 %. Neubauwohnungen kommen auf rund 3,0 %. Der Gutachterausschuss setzt Bewirtschaftungskosten von rund einem Viertel der Miete an.

Was kostet eine Eigentumswohnung in Duisburg?

Gebrauchte Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1974 kosteten 2025 in mittlerer Lage im Schnitt 1.647 €/m², in guter Lage 2.004 €/m². Neubauwohnungen kosteten in mittlerer Lage 4.752 €/m², in guter Lage 5.687 €/m². Quelle ist der Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses.

Welche Stadtteile eignen sich in Duisburg für eine Kapitalanlage?

Viele gute Lagen liegen im Bezirk Süd, etwa in Huckingen und Wedau mit dem Neubauquartier 6-Seen-Wedau. In Mitte liegen Neudorf und Duissern nahe der Universität. Im Norden, etwa in Hamborn, sind die Preise niedriger, Leerstand und Mietausfall aber häufiger.

Gibt es eine Mietpreisbremse in Duisburg?

Nein. Die Mieterschutzverordnung NRW gilt für 57 Gemeinden, Duisburg gehört nicht dazu. Bei einer Neuvermietung gilt deshalb keine Obergrenze von 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Wie hoch ist die Kappungsgrenze in Duisburg?

In Duisburg gilt die gesetzliche Kappungsgrenze von 20 %. Die Miete darf in drei Jahren um höchstens 20 % steigen, und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel 2026.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Duisburg?

In Nordrhein-Westfalen beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 %. Mit Notar und Grundbuch kommen Sie bei einer Wohnung für rund 100.000 € auf knapp 9 % Kaufnebenkosten ohne Makler.

Schrumpft Duisburg?

Kaum. Ende 2025 hatte Duisburg laut Statistischem Bundesamt 500.810 Einwohner, 1.460 weniger als ein Jahr zuvor. IT.NRW rechnet bis 2050 mit einem Rückgang um rund 3,7 % gegenüber 2023.