Karlsruhe für Kapitalanleger: Alle 27 Stadtteile im Vergleich 2026
Der Gutachterausschuss findet bei gebrauchten Wohnungen keine grundsätzlichen Preisunterschiede nach Lage. Bei den Mieten liegen die Stadtteile dagegen fast 4 € auseinander. Wir vergleichen alle 27 Stadtteile mit amtlichen Zahlen und rechnen dieselbe Wohnung in drei Stadtteilen durch.
Sie haben sich für Karlsruhe entschieden. Die nächste Frage ist, wo: Weststadt oder Durlach, Oststadt oder Neureut, Südweststadt oder Waldstadt? In den meisten Großstädten beginnt die Antwort beim Kaufpreis je Stadtteil. In Karlsruhe ist das anders.
Der Gutachterausschuss hat für gebrauchte Eigentumswohnungen im Grundsatz keine Preisunterschiede nach Lage festgestellt. Was eine Wohnung kostet, hängt vor allem von Baujahr, Größe und Zustand ab. Die Mieten unterscheiden sich dagegen deutlich: Beim Zensus 2022 lag die durchschnittliche Miete in der Innenstadt-West bei 10,48 €/m², in Daxlanden bei 6,55 €/m². Dazu kommen große Unterschiede bei Vermieterstruktur und Einwohnerentwicklung.
Wir vergleichen alle 27 Stadtteile mit amtlichen Zahlen von Stadt und Gutachterausschuss. Ein Ranking gibt es nicht, und eine Wertung der Menschen, die dort leben, auch nicht. Am Ende rechnen wir dieselbe Wohnung in drei Stadtteilen vor und nach Steuern durch.
01Karlsruhe in 27 Stadtteilen: die große Vergleichstabelle
Die Tabelle fasst die wichtigsten amtlichen Kennzahlen je Stadtteil zusammen. Einwohner und Arbeitslose stammen von der Statistikstelle der Stadt, die Mieten und die Vermieterstruktur aus dem Zensus 2022, die Verkäufe vom Gutachterausschuss. Die Zone ist die Zentralitätszone, mit der die Stadt im Mietspiegel arbeitet.
| Stadtteil | Zone | Einwohner 2025 | Veränderung seit 2015 | Ø Miete Zensus 2022 | Wohnungen von Genossenschaften/Stadt | Arbeitslose je 100 Einwohner | Verkäufe Wohnungen 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Innenstadt-West | Innenstadt | 10.059 | +0,1 % | 10,48 € | 3,7 % | 3,3 | 68 |
| Innenstadt-Ost | Innenstadt | 6.482 | −2,7 % | 9,39 € | 24,1 % | 6,1 | 26 |
| Südstadt | Innenstadtrand | 19.742 | +2,2 % | 9,34 € | 18,4 % | 3,5 | 96 |
| Weststadt | Innenstadtrand | 20.069 | −0,2 % | 8,87 € | 10,0 % | 3,1 | 198 |
| Südweststadt | Innenstadtrand | 20.656 | +1,4 % | 8,54 € | 16,7 % | 2,8 | 154 |
| Oststadt | Innenstadtrand | 19.653 | – | 8,54 € | 27,7 % | 2,6 | 112 |
| Nordstadt | Innenstadtrand | 9.142 | −5,5 % | 7,66 € | 44,9 % | 2,5 | 33 |
| Durlach | innerer Stadtrand | 30.723 | +1,4 % | 8,39 € | 19,8 % | 2,6 | 221 |
| Beiertheim-Bulach | innerer Stadtrand | 7.089 | +4,6 % | 8,33 € | 9,5 % | 2,4 | 47 |
| Weiherfeld-Dammerstock | innerer Stadtrand | 5.810 | −2,5 % | 8,23 € | 31,2 % | 1,6 | 20 |
| Mühlburg | innerer Stadtrand | 16.271 | – | 8,17 € | 31,5 % | 3,8 | 100 |
| Nordweststadt | innerer Stadtrand | 11.734 | +1,0 % | 8,07 € | 40,0 % | 2,2 | 45 |
| Grünwinkel | innerer Stadtrand | 10.881 | – | 7,86 € | 40,6 % | 2,6 | 18 |
| Rintheim | innerer Stadtrand | 6.438 | +9,8 % | 7,58 € | 54,4 % | 3,4 | 13 |
| Neureut | äußerer Stadtrand | 19.110 | +2,9 % | 8,93 € | 5,2 % | 2,2 | 90 |
| Hagsfeld | äußerer Stadtrand | 6.984 | −1,5 % | 8,61 € | 10,7 % | 2,6 | 37 |
| Knielingen | äußerer Stadtrand | 11.366 | +14,1 % | 8,53 € | 13,1 % | 2,8 | 37 |
| Rüppurr | äußerer Stadtrand | 10.770 | +2,0 % | 8,24 € | 47,5 % | 1,8 | 31 |
| Grötzingen | äußerer Stadtrand | 8.838 | −3,5 % | 8,12 € | 8,4 % | 1,6 | 50 |
| Waldstadt | äußerer Stadtrand | 12.240 | −1,5 % | 7,90 € | 42,9 % | 3,0 | 95 |
| Oberreut | äußerer Stadtrand | 10.343 | +7,7 % | 7,41 € | 73,2 % | 4,3 | 36 |
| Daxlanden | äußerer Stadtrand | 11.805 | +1,2 % | 6,55 € | 69,3 % | 3,3 | 48 |
| Hohenwettersbach | Höhenstadtteile | 2.894 | −3,1 % | 8,26 € | 2,5 % | 1,3 | 5 |
| Wolfartsweier | Höhenstadtteile | 3.189 | +0,8 % | 8,25 € | 5,2 % | 2,1 | 44 |
| Grünwettersbach | Höhenstadtteile | 3.970 | −1,6 % | 7,94 € | 0,8 % | 1,6 | 6 |
| Stupferich | Höhenstadtteile | 2.904 | +6,5 % | 7,65 € | 2,9 % | 1,3 | 10 |
| Palmbach | Höhenstadtteile | 1.925 | −1,1 % | 7,46 € | 1,8 % | 1,0 | 2 |
| Karlsruhe | – | 301.087 | −2,0 % | 8,46 € | – | – | 1.642 |
Einwohner mit Hauptwohnung am 31.12.2025 ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung, 2015 einschließlich; Oststadt, Mühlburg und Grünwinkel mit geänderten Grenzen, daher ohne Veränderung. Miete: durchschnittliche Nettokaltmiete aller Mietwohnungen beim Zensus am 15.05.2022, auch alte Verträge und geförderte Wohnungen. Zone: Zentralitätszone des Mietspiegels, Höhenstadtteile = südöstlicher Stadtrand. Arbeitslose (30.09.2024) je 100 Einwohner Ende 2024, eigene Rechnung, keine Arbeitslosenquote. Verkäufe: Kauffälle Wohnungs- und Teileigentum 2025, Durlach mit allen Stadtvierteln. Summe Verkäufe aus den Stadtteilwerten addiert.
Zwei Dinge fallen auf. Die meisten Wohnungen wechseln in Weststadt, Durlach, Südweststadt und Oststadt den Besitzer. Und in vielen Stadtteilen am Rand gehört ein großer Teil der Wohnungen Genossenschaften oder der Stadt: in Oberreut 73 %, in Daxlanden 69 %, in Rintheim 54 %. Das dämpft dort die Durchschnittsmieten.
02Kaufpreise: warum der Stadtteil in Karlsruhe weniger zählt
Der Gutachterausschuss Karlsruhe hat 2025 rund 1.220 Weiterverkäufe von Eigentumswohnungen gezählt und 962 davon ausgewertet. Der Median lag bei 3.540 €/m², der Mittelwert bei 3.640 €/m². Für eine 80-m²-Wohnung der Baujahre 1950 bis 1974 ohne Stellplatz ermittelt er einen Vergleichswert von 3.330 €/m².
Für Sie als Käufer heißt das: Eine Wohnung in der Weststadt ist nicht automatisch teurer als eine vergleichbare in Neureut. Wenn doch, sollten Sie fragen, woran es liegt, etwa an Baujahr, Sanierung, Balkon, Aufzug oder Stellplatz. Wie viel die Lage einer konkreten Adresse wert ist, lässt sich mit einem Gutachten oder den Vergleichsfaktoren des Gutachterausschusses prüfen.

03Mieten nach Stadtteil und Mietspiegel-Lage
Die Stadt Karlsruhe hat die Zensus-Mieten je Stadtteil ausgewertet. Im Mai 2022 zahlten Mieter im Schnitt 8,46 €/m². Es gibt ein deutliches Gefälle von der Innenstadt (9,80 €/m²) über den Innenstadtrand (8,76 €/m²) zum inneren und äußeren Stadtrand (8,07 und 8,02 €/m²) und zu den Höhenstadtteilen (7,96 €/m²).
Die niedrigen Durchschnittswerte in Daxlanden, Oberreut, Rintheim oder Grünwinkel erklärt die Stadt vor allem mit den großen Beständen von Genossenschaften und städtischen Gesellschaften. In den Höhenstadtteilen spielen diese Vermieter fast keine Rolle, die Mieten liegen trotzdem unter dem Stadtschnitt.
Für Ihre Rechnung zählt aber der Mietspiegel. Der qualifizierte Mietspiegel 2025 nennt für eine Wohnung mit 60 bis 90 m², Baujahr 1949 bis 1965, durchschnittliche Lage und gute Ausstattung eine Basismiete von 9,30 €/m². Kleinere Wohnungen mit 45 bis 60 m² bekommen 0,52 € Zuschlag. Die Lage des Hauses fließt in fünf Stufen ein, von „mit Nachteilen“ (−0,66 €) bis „mit Vorteilen“ (+0,56 €).
Kaufpreis und tatsächliche Miete eintragen, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.
04Bevölkerung, Vermieterstruktur und Arbeitsmarkt
Für Vermieter zählt, wer in einem Stadtteil wohnt und wie. Karlsruhe hatte Ende 2025 rund 301.100 Einwohner mit Hauptwohnung, gezählt ohne die Landeserstaufnahmeeinrichtung. Mehr als die Hälfte der Haushalte sind Alleinlebende, und an neun Hochschulen studieren rund 38.000 Menschen, davon über 22.000 am KIT.
Gewachsen sind seit 2015 vor allem Knielingen (+14,1 %), Rintheim (+9,8 %), Oberreut (+7,7 %) und Stupferich (+6,5 %). Leicht geschrumpft sind die Nordstadt, Grötzingen und einige Höhenstadtteile. Innenstadt-West, Weststadt und Südweststadt blieben nahezu gleich groß. Laut Zensusbericht entstanden seit 2011 die meisten neuen Mehrfamilienhäuser in Knielingen, Neureut, Durlach und der Südstadt.
Zur Sozialstruktur nennen wir nur amtliche Zahlen. Auf 100 Einwohner kamen im Herbst 2024 zwischen 1,0 Arbeitslose in Palmbach und 6,1 in der Innenstadt-Ost, in Oberreut 4,3 und in Mühlburg 3,8. Stadtweit lag die Arbeitslosenquote Ende 2024 bei 4,8 %. Das beschreibt Unterschiede in der Mieterschaft, keine Qualität der Stadtteile. Für Ihre Vermietung zählt der einzelne Haushalt, den Sie bei der Mieterauswahl prüfen.
05Vier Stadtteiltypen für Kapitalanleger
Statt eines Rankings ordnen wir die 27 Stadtteile nach den Zonen des Mietspiegels vier Typen zu. Jeder Typ passt zu anderen Anlegern.
Typ 1: Innenstadt und Gründerzeitviertel
Innenstadt-West und -Ost, Südstadt, Weststadt, Südweststadt und Oststadt haben die höchsten Durchschnittsmieten und die meisten Verkäufe. Hier liegen KIT, Hochschulen, Hauptbahnhof und viele Arbeitgeber. Der Bestand ist oft Altbau aus der Gründerzeit oder Wiederaufbau der 1950er Jahre.
- Sie kleine Wohnungen an Studierende, Berufseinsteiger und Pendler vermieten möchten.
- Sie den Zustand von Haus und Gemeinschaft genau prüfen.
- Sie mit häufigeren Mieterwechseln rechnen.
- Sie für die Lage einen hohen Aufpreis bezahlen sollen, den der Gutachterausschuss so nicht sieht.
- Sie mit Inseratsmieten statt dem Mietspiegel rechnen.
Typ 2: innerer Stadtrand mit Durlach
Durlach, Mühlburg, Nordweststadt, Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock, Grünwinkel und Rintheim liegen bei den Zensus-Mieten zwischen 7,58 und 8,39 €/m². Durlach ist mit über 30.000 Einwohnern eine eigene Stadt in der Stadt, mit Altstadt, Bahnhof und Hanglagen. In Rintheim und Grünwinkel gehören viele Wohnungen Genossenschaften oder der Stadt.
- Sie gemischte Lagen mit guter Straßenbahn-Anbindung suchen.
- Sie an Paare, Berufstätige und kleine Familien vermieten möchten.
- Sie die Lagestufe der Adresse im Mietspiegel prüfen.
- Sie vor allem Studierende als Mieter suchen.
- Sie den Stadtteil statt die Adresse bewerten.
Typ 3: äußerer Stadtrand
Neureut, Knielingen, Hagsfeld, Rüppurr, Grötzingen, Waldstadt, Oberreut und Daxlanden sind sehr verschieden. Neureut und Knielingen haben viele private Vermieter und vergleichsweise hohe Durchschnittsmieten, Knielingen ist seit 2015 am stärksten gewachsen. Oberreut und Daxlanden haben große Bestände von Genossenschaften und Stadt, die Durchschnittsmieten sind dort die niedrigsten.
- Sie größere Wohnungen an Familien vermieten möchten.
- Sie Hausgeld, Rücklage und Protokolle genau prüfen.
- Sie wissen, dass Genossenschaftsmieten den Markt im Viertel prägen können.
- Sie kurze Wege in die Innenstadt erwarten.
- Sie ohne Besichtigung kaufen wollen.
Typ 4: Höhenstadtteile
Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach und Palmbach sind dörflich geprägt, mit vielen Eigentümern, die selbst im Haus wohnen. Es werden nur wenige Wohnungen verkauft, 2025 zwischen 2 und 44 je Stadtteil. Die Durchschnittsmieten liegen unter dem Stadtschnitt.
- Sie eine ruhige Lage für Familien suchen.
- Sie lange halten und selten neu vermieten wollen.
- Sie Zeit für die Suche nach dem passenden Objekt haben.
- Sie einen breiten Markt mit vielen Angeboten erwarten.
- Sie an Studierende oder Pendler ohne Auto vermieten wollen.

06Beispielrechnung: dieselbe Wohnung in drei Stadtteilen
Nehmen wir Nina. Sie ist angestellt, ledig und hat ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 €. Sie kauft eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung mit 55 m² aus den 1950er oder 1960er Jahren und vergleicht drei Stadtteile: Weststadt, Durlach und Oberreut. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.
Als Kaufpreis nehmen wir in allen drei Stadtteilen den Vergleichswert des Gutachterausschusses von 3.330 €/m², weil er keine grundsätzlichen Lageunterschiede ausweist. Als Miete setzen wir den Mietspiegel an: 9,30 € Basismiete plus 0,52 € für die Wohnungsgröße. Für die Lage nehmen wir an, dass die Weststadt-Wohnung in einer Lage „mit leichten Vorteilen“ liegt (+0,31 €), die Durlacher in einer durchschnittlichen und die in Oberreut in einer Lage „mit leichten Nachteilen“ (−0,19 €). Die tatsächliche Stufe hängt von der Adresse ab.
| Weststadt | Durlach | Oberreut | |
|---|---|---|---|
| Kaufpreis je m² (Vergleichswert) | 3.330 € | 3.330 € | 3.330 € |
| Kaufpreis 55 m² | 183.150 € | 183.150 € | 183.150 € |
| Grunderwerbsteuer 5,0 % | 9.158 € | 9.158 € | 9.158 € |
| Notar und Grundbuch (rund 1,8 %) | 3.297 € | 3.297 € | 3.297 € |
| Gesamtkosten | 195.605 € | 195.605 € | 195.605 € |
| Kaltmiete je m² (Mietspiegel) | 10,13 € | 9,82 € | 9,63 € |
| Kaltmiete im Jahr | +6.686 € | +6.481 € | +6.356 € |
| Hausgeld, nicht umlagefähig | −924 € | −924 € | −924 € |
| Zinsen (3,8 %) | −6.960 € | −6.960 € | −6.960 € |
| Tilgung (2 %) | −3.663 € | −3.663 € | −3.663 € |
| Cashflow vor Steuern | −4.861 € | −5.066 € | −5.191 € |
| Abschreibung 2 % auf 75 % der Gesamtkosten | 2.934 € | 2.934 € | 2.934 € |
| Steuerliches Ergebnis der Vermietung | −3.670 € | −3.875 € | −4.000 € |
| Steuerersparnis (Tarif 2026) | +1.393 € | +1.469 € | +1.516 € |
| Cashflow nach Steuern | −3.468 € | −3.597 € | −3.675 € |
| pro Monat | rund −290 € | rund −300 € | rund −305 € |
| Bruttomietrendite | 3,7 % | 3,5 % | 3,5 % |
Nina legt in allen drei Stadtteilen fast denselben Betrag dazu, rund 290 bis 305 € im Monat nach Steuern. Davon sind rund 305 € Tilgung, die ihre Restschuld senkt. Der Unterschied zwischen den Stadtteilen beträgt gut 200 € im Jahr.
Das ist das Besondere an Karlsruhe. Wenn der Kaufpreis nach Lage kaum schwankt und der Mietspiegel die Lage um höchstens 1,22 € unterscheidet, entscheiden andere Dinge: Kaufen Sie eine Wohnung 10 % unter dem Vergleichswert, sparen Sie rund 18.000 € Kaufpreis und rund 700 € Zinsen im Jahr. Ein höherer Bestandsmietvertrag oder eine Wohnung ohne Sanierungsstau wirken stärker als der Stadtteil.
Die Rechnung zeigt keine Empfehlung für einen Stadtteil. Bezahlen Sie in einem Stadtteil deutlich mehr als den Vergleichswert, steigt der Zuschuss entsprechend, ohne dass die erlaubte Miete mitwächst. Wie hoch die Steuerersparnis bei Ihrem Einkommen ausfällt, zeigt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.
07Risiken bei der Stadtteilwahl in Karlsruhe
Jeder Stadtteil hat eigene Risiken. Einige gelten für alle.
- Lageaufschlag ohne Gegenwert: Verlangt ein Verkäufer für die Lage deutlich mehr, als der Gutachterausschuss feststellt, fehlt dafür meist der Gegenwert in der Miete.
- Mietpreisbremse und Mietspiegel: Die Verordnungen in Baden-Württemberg laufen Ende 2026 aus, eine Verlängerung bis 2029 ist im Entwurf. Der Mietspiegel 2025 gilt bis 31.12.2026, ein neuer folgt.
- Genossenschaftsmieten im Viertel: Wo Genossenschaften und Stadt die Mehrheit der Wohnungen halten, prägen deren Mieten die Erwartungen der Mieter.
- Studentische Nachfrage: Kleine Wohnungen am Innenstadtrand hängen stark an KIT und Hochschulen. Häufige Wechsel kosten Zeit und Geld.
- Zinsen: Bei Bruttorenditen um 3,5 % trifft jeder Prozentpunkt Zinsänderung die Rechnung stark.
- Alter Bestand: Viele Wohnungen der 1950er bis 1970er Jahre brauchen neue Fenster, Leitungen oder Heizungen. Das trifft Rücklage und Hausgeld.
08Weitere Standorte
Die Zahlen zu ganz Karlsruhe, die Vermieterregeln und eine Neubau-Rechnung finden Sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Karlsruhe. Die Bezirke der Landeshauptstadt vergleichen wir in Stuttgart für Kapitalanleger: Alle 23 Bezirke im Vergleich, die Stadtteile der Nachbarstadt in Mannheim für Kapitalanleger. Weitere Städte in Baden-Württemberg stehen im Überblick Baden-Württemberg, alle Städte im Städtevergleich 2026.
FAQHäufige Fragen
Welcher Karlsruher Stadtteil ist am besten für Kapitalanleger?
Einen besten Stadtteil gibt es nicht. Innenstadt und Gründerzeitviertel haben die höchsten Mieten und die meisten Verkäufe, am Stadtrand wohnen mehr Familien, und in einigen Vierteln prägen Genossenschaften den Markt. Weil der Gutachterausschuss bei gebrauchten Wohnungen keine grundsätzlichen Preisunterschiede nach Lage sieht, zählt in Karlsruhe vor allem die einzelne Wohnung.
Wo sind Wohnungen in Karlsruhe am günstigsten?
Preise je Stadtteil veröffentlicht der Gutachterausschuss nicht. Für gebrauchte Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1974 nennt er stadtweit einen Vergleichswert von 3.330 €/m². Unterschiede entstehen vor allem durch Baujahr, Größe, Zustand und Ausstattung.
Wie viele Stadtteile hat Karlsruhe?
Karlsruhe hat 27 Stadtteile, von der Innenstadt-Ost bis zu den Höhenstadtteilen Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach und Palmbach. Durlach ist mit über 30.000 Einwohnern der größte.
Gibt es in Karlsruhe eine Mietpreisbremse?
Ja. Karlsruhe steht in der Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-Württemberg, die bis 31.12.2026 gilt. Eine Verlängerung bis 2029 ist im Entwurf. Die Kappungsgrenze liegt bei 15 % in drei Jahren.
Wie hoch ist die Mietrendite in den Karlsruher Stadtteilen?
In unserer Beispielrechnung mit Mietspiegelmieten liegt die Bruttomietrendite zwischen 3,5 und 3,7 %. Kaufen Sie unter dem Vergleichswert oder übernehmen Sie einen höheren Mietvertrag, steigt sie.
Welche Karlsruher Stadtteile wachsen?
Zwischen 2015 und 2025 wuchsen Knielingen (+14,1 %), Rintheim (+9,8 %), Oberreut (+7,7 %) und Stupferich (+6,5 %) am stärksten. Die Stadt insgesamt hat ohne Erstaufnahme leicht an Einwohnern verloren.
Weiterlesen
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 15.10.2026.
- Gutachterausschuss Karlsruhe, Immobilienmarktbericht Karlsruhe 2025: Kauffälle nach Stadtteilen (S. 16), Lagequalität (S. 18), Weiterverkäufe von Wohnungseigentum (S. 49–50)
- Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Statistik aktuell – Bevölkerung im IV. Quartal 2025 (Einwohner je Stadtteil)
- Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Daten und Fakten 2025/2026 und Daten und Fakten 2016 (Stadtteildaten)
- Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Zensus 2022: Gebäude- und Wohnungszählung Karlsruhe (Nettokaltmieten und Vermieterstruktur nach Stadtteilen, Abb. 62 und 63; Leerstand)
- Stadt Karlsruhe, Dokumentation Karlsruher Mietspiegel 2025 (Tabelle 4.5, Zentralitätszonen)
- Land Baden-Württemberg, Mietpreisbegrenzungs- und Kappungsgrenzenverordnung und Entwurf zur Verlängerung
- § 32a EStG (Tarif 2026), § 7 EStG (Abschreibung), § 556d BGB (Mietpreisbremse)
- Veränderungen seit 2015, Arbeitslose je 100 Einwohner, Bruttomietrenditen und Beispielrechnung: eigene Berechnung, Stand 15.10.2026

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Als Bauingenieur, Immobilieninvestor und Berater mit rund 14 Jahren Finanzpraxis betrachtet Moe Gebäude zuerst technisch. Er schreibt über Substanz, Vermietung, laufende Kosten und Investments, die auch jenseits des Prospekts tragen.
Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind mit Quelle und Stand angegeben, die Beispielrechnung beruht auf offengelegten Annahmen und ist keine Prognose. Stand 15.10.2026.



