Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Immobilie: Schritt für Schritt
Michael Pauker · 2026-10-14
Im Exposé steht eine Zahl: 4 % Mietrendite. Die Bank nennt eine Rate, der Steuerberater eine Abschreibung, der Verkäufer eine Miete. Jede Zahl für sich stimmt. Was am Monatsende auf Ihrem Konto passiert, sagt keine davon.
Genau das klärt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Sie führt Kaufpreis, Nebenkosten, Finanzierung, laufende Kosten und Steuer in einer Rechnung zusammen. Und sie zeigt, was passiert, wenn der Mieter auszieht oder die Zinsen steigen.
Wir rechnen in diesem Ratgeber eine vermietete Wohnung vollständig durch. Mit Zahlen, die nicht schöngerechnet sind.
01Was eine Wirtschaftlichkeitsberechnung leisten muss
Der Begriff wird unterschiedlich benutzt. Gutachter meinen damit oft eine Bewertung für Banken oder Behörden. Für Sie als Käufer ist es etwas anderes: Ihre eigene Investitionsrechnung. Sie beantwortet drei Fragen.
- Wie viel Geld muss ich einsetzen, einmalig und jeden Monat?
- Was bleibt vor und nach Steuern übrig?
- Hält die Rechnung, wenn es schlechter läuft als geplant?
Eine Renditeformel beantwortet höchstens einen Teil der ersten Frage. Deshalb reicht sie für eine Kaufentscheidung nicht.
- 01Gesamtinvestition
Kaufpreis plus Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler.
- 02Finanzierung
Darlehen, Zins, Tilgung, Eigenkapital.
- 03Mieteinnahmen
Nettokaltmiete laut Mietvertrag, nicht laut Wunsch.
- 04Kosten und Reserven
Nicht umlagefähiges Hausgeld, eigene Instandhaltung, Mietausfall.
- 05Cashflow vor Steuern
Miete minus Kosten minus Kreditrate.
- 06Steuer
Einkünfte aus Vermietung mit Zinsen und Abschreibung, Wirkung auf Ihre Einkommensteuer.
- 07Cashflow nach Steuern und Stresstest
Was monatlich bleibt, und was bei Leerstand oder höheren Zinsen passiert.
02Die Beispielwohnung: Gesamtinvestition und Finanzierung
Nehmen wir Jonas, 38, ledig, angestellt, mit einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 € im Jahr. Er prüft eine vermietete Zweizimmerwohnung in Niedersachsen: 62 m², Baujahr 1996, Kaufpreis 215.000 €, kein Makler. Der Mieter zahlt 713 € kalt, das sind 11,50 € je m². Der Name ist ausgedacht, alle Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.
| Betrag | Anteil am Kaufpreis | |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 215.000,00 € | 100 % |
| Grunderwerbsteuer Niedersachsen (5,0 %) | 10.750,00 € | 5,0 % |
| Notar und Grundbuch für den Kauf | 2.611,88 € | 1,2 % |
| Notar und Grundbuch für die Grundschuld | 1.207,33 € | 0,6 % |
| Gesamtinvestition | 229.569,21 € | 106,8 % |
Jonas finanziert den Kaufpreis vollständig über die Bank und zahlt die Nebenkosten von 14.569 € aus eigenem Geld. Die Bank bietet 4,0 % Sollzins bei zehn Jahren Zinsbindung und 1,5 % anfängliche Tilgung. Das liegt im Rahmen dessen, was Anbieter Ende September 2026 für zehnjährige Zinsbindungen nennen. Die Rate beträgt 985,42 € im Monat, 11.825 € im Jahr.
Mit dem Kaufnebenkosten-Rechner können Sie Schritt 1 für Ihr Bundesland nachrechnen.
Was kostet Ihr Kauf neben dem Kaufpreis? Kaufpreis, Bundesland und Grundschuld eingeben.
03„Die 3,2 % sind die reine Mietrendite ohne Finanzierung, also Miete durch Kaufpreis?“
„Die 3,2 % sind die reine Mietrendite ohne Finanzierung, also Miete durch Kaufpreis?“
Das fragte ein Kunde im Beratungsgespräch, und er hatte recht. Die Zahl im Exposé ist fast immer die Bruttomietrendite. Sie lässt Nebenkosten, Hausgeld und Finanzierung weg.
Die üblichen Kennzahlen sind schnell gerechnet. Sie eignen sich, um Angebote zu vergleichen, nicht um eine Kaufentscheidung zu treffen.
| Kennzahl | Formel | Beispiel Jonas |
|---|---|---|
| Kaufpreisfaktor | Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete | 215.000 ÷ 8.556 = 25,1 |
| Bruttomietrendite | Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis | 8.556 ÷ 215.000 = 3,98 % |
| Nettomietrendite | (Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten und Reserven) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) | 6.981 ÷ 228.362 = 3,06 % |
Ein Kaufpreisfaktor von 25 heißt: Die Wohnung kostet 25 Jahresmieten. Die Nettomietrendite liegt fast einen Prozentpunkt unter der Bruttorendite. Und schon hier zeigt sich der Kern des Problems. Jonas zahlt 4,0 % Zins für sein Darlehen. Die Wohnung bringt netto 3,06 %.
Ihre Kennzahlen auf einen Blick Kaufpreis, Miete und nicht umlagefähige Kosten eingeben.
Mit dem Rechner sehen Sie, wie stark Kaufpreis und Miete die Kennzahlen verschieben.
„8.000 € Miete im Jahr bei 250.000 € Investition ist ein Witz.“
So formulierte ein Interessent seinen Einwand. Rein vor Steuern ist er berechtigt: Bei diesem Verhältnis von Miete zu Preis trägt sich eine voll finanzierte Wohnung nicht aus der Miete allein. Ob sie trotzdem sinnvoll sein kann, zeigt erst die vollständige Rechnung.
04„Wie viel Prozent Instandhaltung nehmt ihr an? Das erscheint mir recht wenig.“
„Wie viel Prozent Instandhaltung nehmt ihr an? Das erscheint mir recht wenig.“
Diese Frage stellen gerade erfahrene Anleger. Sie ist berechtigt. Wer bei den Kosten spart, rechnet sich die Wohnung schön.
Bei einer Eigentumswohnung gibt es drei Kostenblöcke, die nicht vom Mieter getragen werden.
| Kosten | Annahme Jonas | pro Jahr | Woher die Zahl kommt |
|---|---|---|---|
| Verwaltung der Gemeinschaft | 30 € im Monat | 360 € | Wirtschaftsplan der Gemeinschaft |
| Zuführung zur Erhaltungsrücklage | 56 € im Monat | 672 € | Wirtschaftsplan der Gemeinschaft |
| Eigene Reserve für die Wohnung (Bad, Boden, Küche) | 0,50 € je m² im Monat | 372 € | eigene Annahme |
| Mietausfallwagnis | 2 % der Jahresmiete | 171 € | eigene Annahme |
| Summe | 1.575 € |
Die ersten beiden Posten stehen im Wirtschaftsplan der Gemeinschaft. Fragen Sie ihn vor dem Kauf an und lesen Sie die Protokolle, ob eine Sanierung ansteht. Die eigene Reserve deckt, was in Ihrer Wohnung kaputtgeht, denn das zahlt die Gemeinschaft nicht. Wie hoch Sie sie ansetzen, hängt vom Zustand ab. Bei einer Wohnung von 1996 mit altem Bad wären 0,50 € je m² eher knapp. Wie Sie Rücklage und anstehende Maßnahmen prüfen, zeigt der Ratgeber Protokolle der Eigentümerversammlung vor dem Kauf.
05„Wie viel muss ich monatlich aus eigener Tasche dazuzahlen?“
„Wie viel muss ich monatlich aus eigener Tasche dazuzahlen?“
Das ist die häufigste Frage in unseren Beratungsgesprächen. Die ehrliche Antwort beginnt beim Cashflow vor Steuern, denn den zahlen Sie jeden Monat, die Steuererstattung kommt erst später.
| pro Jahr | pro Monat | |
|---|---|---|
| Nettokaltmiete | 8.556,00 € | 713,00 € |
| Hausgeld nicht umlagefähig (Verwaltung, Rücklage) | −1.032,00 € | −86,00 € |
| Kreditrate (Zins und Tilgung) | −11.825,00 € | −985,42 € |
| Cashflow vor Steuern | −4.301,00 € | −358,42 € |
| Eigene Reserve und Mietausfallwagnis | −543,12 € | −45,26 € |
| Cashflow vor Steuern mit Reserven | −4.844,12 € | −403,68 € |
Jonas zahlt also rund 360 € im Monat zu, mit Reserven gut 400 €. Diese Zahl muss in sein Haushaltsbudget passen, und zwar ab dem ersten Monat. Die Bank prüft das auch, in der Haushaltsrechnung.
Wann wäre die Wohnung vor Steuern ausgeglichen? Rechnet man zurück, bräuchte sie eine Kaltmiete von rund 1.125 € im Monat, also gut 18 € je m². Bei diesem Kaufpreis und voller Finanzierung ist das weit von der tatsächlichen Miete entfernt.
06„Ist das vor oder nach Steuern positiv?“
„Ist das vor oder nach Steuern positiv?“
Diese Frage hören wir in Beratungsgesprächen ständig. Im Beispiel lautet die Antwort: weder noch. Die Steuer verkleinert die Lücke, schließt sie aber nicht.
Für das Finanzamt zählen andere Posten als für Ihr Konto. Die Tilgung ist keine Ausgabe, sondern Vermögensaufbau. Dafür darf Jonas die Abschreibung (AfA) abziehen, obwohl dafür kein Geld fließt. Für Wohngebäude, die nach 1924 fertiggestellt wurden, beträgt sie 2 % im Jahr auf den Gebäudeanteil (§ 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe a EStG). Der Gebäudeanteil ist hier mit 75 % angenommen. Die Zuführung zur Erhaltungsrücklage zählt erst, wenn die Gemeinschaft das Geld ausgibt (BFH, Urteil vom 14.01.2025, IX R 19/24).
| Betrag | |
|---|---|
| Nettokaltmiete | 8.556,00 € |
| Schuldzinsen erstes Jahr | −8.540,21 € |
| Abschreibung: 75 % von 228.361,88 € × 2 % | −3.425,43 € |
| Verwaltungskosten | −360,00 € |
| Einkünfte aus Vermietung | −3.769,64 € |
| Einkommensteuer ohne Wohnung (zvE 60.000 €) | 14.233,00 € |
| Einkommensteuer mit Wohnung (zvE 56.230 €) | 12.803,00 € |
| Steuerersparnis im Jahr | +1.430,00 € |
Die Ersparnis von 1.430 € entspricht einem Steuersatz von rund 38 % auf den Verlust. Das ist Jonas' Grenzsteuersatz in diesem Einkommensbereich, nicht die pauschalen 40 % oder 42 %, mit denen viele Rechnungen arbeiten. Wer weniger verdient, spart weniger. Wie sich die Steuer für Ihren Fall ändert, zeigt der Rechner für Mieteinnahmen und Steuer.
| pro Jahr | pro Monat | |
|---|---|---|
| Cashflow vor Steuern mit Reserven | −4.844,12 € | −403,68 € |
| Steuerersparnis | +1.430,00 € | +119,17 € |
| Cashflow nach Steuern | −3.414,12 € | −284,51 € |
| Tilgung erstes Jahr (Schulden sinken) | +3.284,79 € | +273,73 € |
| Ergebnis inklusive Tilgung, ohne Wertänderung | −129,33 € | −10,78 € |
Die Erstattung können Sie sich schon im laufenden Jahr holen, über eine Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt. Dann sinkt die monatliche Zuzahlung entsprechend.
Das ist die ehrliche Lage. Jonas zahlt jeden Monat rund 285 € aus eigener Tasche. Gleichzeitig sinken seine Schulden um rund 274 € im Monat. Ob sich das lohnt, hängt an zwei Dingen, die keine Rechnung vorhersagen kann: wie sich Miete und Wert der Wohnung über die Jahre entwickeln.
07Was Eigenkapital an der Rechnung ändert
Viele Anleger fragen, ob mehr Eigenkapital die Rechnung rettet. Rechnen wir dieselbe Wohnung mit 20 % Eigenkapital, also 43.000 € zusätzlich zu den Nebenkosten.
| Voll finanziert | 20 % Eigenkapital | |
|---|---|---|
| Eingesetztes Eigenkapital | 14.569 € | 57.569 € |
| Darlehen | 215.000 € | 172.000 € |
| Monatliche Rate | 985 € | 788 € |
| Steuerersparnis im Jahr | 1.430 € | 788 € |
| Cashflow nach Steuern pro Monat | −285 € | −141 € |
| Tilgung im Jahr | 3.285 € | 2.628 € |
| Ergebnis inklusive Tilgung im Jahr | −129 € | +937 € |
Mit Eigenkapital halbiert sich die monatliche Zuzahlung. Die Steuerersparnis sinkt, weil weniger Zinsen anfallen. Und die 43.000 € sind gebunden. Sie könnten anderswo auch Zinsen bringen. Ob sich der Einsatz lohnt, hängt davon ab, was Sie mit dem Geld sonst machen würden. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.
08Der Stresstest: Was passiert, wenn es schlechter läuft?
Eine Rechnung, die nur im Normalfall aufgeht, ist keine Rechnung. Drei Ereignisse sollten Sie immer durchspielen.
| Wirkung im betroffenen Jahr | |
|---|---|
| Drei Monate Leerstand: Mietausfall | −2.139 € |
| davon über die Steuer zurück | +790 € |
| Leerstand netto | −1.349 € |
| Anschlussfinanzierung nach 10 Jahren 1,5 Punkte teurer (Restschuld 175.427 €) | −2.631 € pro Jahr |
| Sonderumlage der Gemeinschaft, z. B. für das Dach | Betrag laut Beschluss, einmalig |
Drei Monate Leerstand kosten Jonas netto rund 1.350 €. Eine um 1,5 Prozentpunkte teurere Anschlussfinanzierung kostet ihn jedes Jahr gut 2.600 € mehr Zinsen, rund 220 € im Monat. Beides zusammen würde die monatliche Zuzahlung mehr als verdoppeln. Planen Sie deshalb eine Liquiditätsreserve ein, die mindestens einige Monatsraten abdeckt.
09Für wen sich so eine Wohnung eignen kann
- Sie haben ein stabiles Einkommen und können die monatliche Zuzahlung dauerhaft tragen
- Ihr Steuersatz ist so hoch, dass die Abschreibung spürbar wirkt
- Sie denken in 15 bis 20 Jahren und wollen über Tilgung Vermögen aufbauen
- Sie haben eine Reserve für Leerstand und Reparaturen
- Sie brauchen ab dem ersten Monat einen Überschuss vor Steuern
- Ihr Budget verträgt keine 300 bis 400 € Zuzahlung im Monat
- Sie rechnen mit einer Wertsteigerung, damit sich der Kauf lohnt
- Sie haben keine Rücklage für eine Sonderumlage
Wer Cashflow vor Steuern sucht, braucht ein anderes Verhältnis von Miete zu Kaufpreis, etwa einen niedrigeren Kaufpreisfaktor oder mehr Eigenkapital. Das ist eine Frage des Objekts, nicht der Rechnung.
10Risiken und Grenzen der Berechnung
- Leerstand. Jeder Monat ohne Mieter trifft den Cashflow voll, nur ein Teil kommt über die Steuer zurück.
- Zinsen. Nach Ende der Zinsbindung kann die Anschlussfinanzierung teurer werden. Die Rechnung oben zeigt, was 1,5 Punkte bedeuten.
- Instandhaltung. Sonderumlagen der Gemeinschaft und Reparaturen in der Wohnung können die Reserven übersteigen.
- Steuerrecht. Abschreibungsregeln und Steuersätze können sich ändern. Ihr Steuersatz kann im Ruhestand sinken, dann wirkt die Abschreibung schwächer.
- Wiederverkauf. Ob und zu welchem Preis Sie die Wohnung später verkaufen können, ist offen. Die Berechnung oben enthält bewusst keine Wertsteigerung.
- Annahmen. Jede Zahl in diesem Beispiel ist eine Annahme. Ihre Rechnung braucht Ihre Zahlen: Mietvertrag, Wirtschaftsplan, Bankangebot, Steuerbescheid.
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Quellen
Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.
- § 32a EStG (Einkommensteuertarif 2026), § 7 EStG (Abschreibung)
- BFH, Urteil vom 14.01.2025, IX R 19/24 (Erhaltungsrücklage als Werbungskosten erst bei Verausgabung)
- § 34 GNotKG und Anlage 2 (Notar- und Grundbuchgebühren)
- Niedersächsisches Gesetz über den Steuersatz bei der Grunderwerbsteuer, Satz 5,0 % seit 01.01.2014
- Schwäbisch Hall, Bauzinsen aktuell (Stand 27.09.2026): https://www.schwaebisch-hall.de/bauen-kaufen/baufinanzierung/bauzinsen-aktuell.html
- Beispielrechnung: eigene Berechnung, Stand 14.10.2026
FAQHäufige Fragen
Was ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung bei Immobilien?
Eine Investitionsrechnung, die Kaufpreis, Nebenkosten, Finanzierung, laufende Kosten und Steuer zusammenführt. Sie zeigt, wie viel Geld Sie einmalig und monatlich einsetzen und was vor und nach Steuern übrig bleibt.
Welche Kennzahlen gehören in eine Wirtschaftlichkeitsberechnung?
Kaufpreisfaktor, Brutto- und Nettomietrendite als Einstieg. Entscheidend sind der Cashflow vor Steuern, der Cashflow nach Steuern und die Tilgung. Ein Stresstest mit Leerstand und höheren Zinsen gehört dazu.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Je höher der Faktor, desto weniger Miete bekommen Sie pro Euro Kaufpreis. Im Beispiel mit Faktor 25 trägt sich eine voll finanzierte Wohnung bei 4,0 % Zins nicht aus der Miete.
Wie berechne ich den Cashflow einer vermieteten Wohnung?
Nettokaltmiete minus nicht umlagefähiges Hausgeld, minus Kreditrate aus Zins und Tilgung, minus eigene Reserven. Das ist der Cashflow vor Steuern. Dazu kommt die Steuerwirkung aus Zinsen, Abschreibung und Werbungskosten.
Warum zählt die Tilgung nicht als Kosten?
Weil Sie mit der Tilgung Ihre Schulden senken. Das Geld verlässt Ihr Konto, aber Ihr Vermögen sinkt nicht. Steuerlich ist die Tilgung deshalb nicht absetzbar, die Zinsen dagegen schon.
Mit welchem Steuersatz sollte ich rechnen?
Mit Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz nach § 32a EStG, nicht mit einem Pauschalsatz. Bei 60.000 € zu versteuerndem Einkommen bringt ein Verlust aus Vermietung von rund 3.770 € im Jahr 2026 eine Ersparnis von 1.430 €.
Wie viel Instandhaltung sollte ich ansetzen?
Bei einer Eigentumswohnung zwei Posten: die Rücklage laut Wirtschaftsplan der Gemeinschaft und eine eigene Reserve für die Wohnung. Wie hoch die eigene Reserve sein sollte, hängt von Alter und Zustand von Bad, Boden und Technik ab.
Sollte ich eine Wertsteigerung einrechnen?
Nein, nicht als feste Größe. Die Wertentwicklung ist ungewiss. Eine Rechnung, die nur mit Wertsteigerung aufgeht, trägt ein zusätzliches Risiko.