Berlin für Kapitalanleger: Alle 12 Bezirke im Vergleich 2026
Andriy Bezborodko · 2026-10-14
Berlin steht auf Ihrer Liste, die Stadt als Ganzes kennen Sie schon. Jetzt kommt die eigentliche Frage: welcher Bezirk? Zwölf Bezirke mit je 260.000 bis 430.000 Einwohnern, jeder so groß wie eine eigene Großstadt.
Zwischen den teuersten und den günstigsten Lagen liegt fast der Faktor drei. Die Mieten, die Sie bei einer vermieteten Wohnung tatsächlich bekommen, unterscheiden sich viel weniger. Genau daraus entsteht die Rechnung, um die es hier geht.
Wir zeigen alle zwölf Bezirke mit amtlichen Zahlen und rechnen dieselbe Wohnung in drei Bezirken durch. Eine Rangliste gibt es nicht. Welcher Bezirk passt, hängt von Ihrem Ziel ab.
01Berlin auf einen Blick
Die Stadtwerte sind der Maßstab, an dem Sie jeden Bezirk messen. Ausführlich mit Wirtschaft, Regeln und Neubau-Vergleich stehen sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in Berlin.
| Kennzahl | Berlin | Quelle, Stand |
|---|---|---|
| Einwohner (Register) | 3.913.644 | Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 31.12.2025 |
| Entwicklung 2015 bis 2024 | +7,9 % | IBB Wohnungsmarktbericht 2025 |
| Prognose 2024 bis 2040 | +2,8 % | Senatsverwaltung, mittlere Variante |
| Kaufpreis Eigentumswohnung | 5.017 €/m² | Gutachterausschuss, Mittel nach Ausreißerbereinigung, 2025 |
| Inseratsmiete | 15,78 €/m² | IBB/VALUE, Median 2025 |
| Mietspiegel 2026 | 7,71 €/m² | Median, gültig seit 28.05.2026 |
| Leerstand | 1,97 % | Zensus, 15.05.2022 |
| Arbeitslosenquote | 10,3 % | IBB-Tabellenband, Oktober 2024 |
| Haushaltsnettoeinkommen | 2.675 € im Monat | Median, Mikrozensus |
Einen Leerstand je Bezirk weist die amtliche Statistik nicht aus. Für ganz Berlin lag er beim Zensus 2022 bei 1,97 %, mehr als die Hälfte der leeren Wohnungen war innerhalb von drei Monaten beziehbar.
02Alle 12 Bezirke in Zahlen
Die Tabelle ist das Herzstück dieser Seite. Die Kaufpreise stammen aus der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses, also aus echten notariellen Verträgen. Er wertet sie nach den 23 alten Bezirken vor der Reform 2001 aus, deshalb stehen pro Bezirk teils mehrere Werte.
| Bezirk | Einwohner 2025 | 2015–2024 | Prognose bis 2040 | Kaufpreis 2025 (€/m²) | Inseratsmiete 2025 | Arbeitslosen-quote | Haushalts-einkommen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitte | 397.879 | +9,3 % | +2,0 % | Mitte 9.374 · Tiergarten 5.486 · Wedding 4.197 | 20,00 € | 12,3 % | 2.650 € |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 292.789 | +5,1 % | +2,1 % | Friedrichshain 5.887 · Kreuzberg 5.647 | 19,40 € | 10,5 % | 2.675 € |
| Pankow | 428.900 | +9,6 % | +6,6 % | Prenzlauer Berg 6.300 · Weißensee 5.563 · Pankow 5.194 | 17,00 € | 8,8 % | 2.900 € |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 343.625 | +3,9 % | −2,5 % | Charlottenburg 5.201 · Wilmersdorf 5.547 · Grunewald 6.111 | 19,17 € | 9,7 % | 2.750 € |
| Spandau | 261.266 | +10,5 % | +6,1 % | Spandau 3.235 | 12,50 € | 10,6 % | 2.625 € |
| Steglitz-Zehlendorf | 309.338 | +3,4 % | −2,9 % | Steglitz 4.390 · Zehlendorf 4.768 · Dahlem 6.427 | 15,00 € | 7,0 % | 3.000 € |
| Tempelhof-Schöneberg | 358.835 | +4,6 % | −1,9 % | Schöneberg 5.421 · Tempelhof 4.011 | 15,79 € | 10,3 % | 2.775 € |
| Neukölln | 331.623 | +0,4 % | −1,2 % | Neukölln 4.425 | 13,61 € | 15,1 % | 2.325 € |
| Treptow-Köpenick | 302.686 | +17,3 % | +9,6 % | Treptow 4.066 · Köpenick 7.134¹ | 15,60 € | 8,8 % | 2.800 € |
| Marzahn-Hellersdorf | 296.687 | +13,4 % | +7,0 % | Marzahn 3.372 · Hellersdorf 3.356 | 11,56 € | 9,4 % | 2.525 € |
| Lichtenberg | 318.261 | +14,7 % | +8,0 % | Lichtenberg 4.990 · Hohenschönhausen 3.494 | 13,33 € | 10,3 % | 2.350 € |
| Reinickendorf | 271.755 | +6,8 % | +1,8 % | Reinickendorf 3.755 | 12,80 € | 10,3 % | 2.700 € |
| Berlin | 3.913.644 | +7,9 % | +2,8 % | 5.017 | 15,78 € | 10,3 % | 2.675 € |
Einwohner: Einwohnerregister 31.12.2025 (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, im Bericht des Gutachterausschusses). Entwicklung 2015–2024: Index des IBB-Tabellenbands. Prognose: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bevölkerungsprognose 2024–2040, mittlere Variante. Kaufpreis: Gutachterausschuss, Mittel aller Verkäufe von Eigentumswohnungen 2025 je Altbezirk nach Bereinigung um 10 % Ausreißer. ¹ Köpenick ohne die dort zahlreich verkauften Mikroapartments: 5.321 €/m². Inseratsmiete: IBB/VALUE, Median nettokalt. Arbeitslosenquote und Haushaltsnettoeinkommen (Median, Mikrozensus): IBB-Tabellenband, Tab. 1.
Was fällt auf? Die höchsten Mittelwerte haben die Altbezirke Mitte, Dahlem und Prenzlauer Berg, die niedrigsten Spandau, Hellersdorf und Marzahn am Stadtrand. Köpenick liegt nur wegen vieler verkaufter Mikroapartments so hoch. Gewachsen sind in den letzten zehn Jahren vor allem Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Dieselben Bezirke führen auch die Prognose bis 2040 an. Vier Bezirke im Westen und Süden verlieren laut Prognose leicht an Einwohnern.
„Wo liegen überhaupt die Immobilien, in die ich investieren soll?“
Diese Frage hören wir in Beratungsgesprächen sehr oft. In Berlin reicht als Antwort nicht einmal der Bezirk. Im Bezirk Mitte liegen Altbezirke mit 9.374 €/m² und mit 4.197 €/m². Entscheidend sind Ortsteil, Wohnlage, Haus und Mietvertrag.
03Kaufpreise und Mieten: warum die Bezirke so weit auseinanderliegen
Bei den Kaufpreisen ist die Spanne riesig. Im Altbezirk Mitte kostete eine Eigentumswohnung 2025 im Mittel 9.374 €/m², in Spandau 3.235 €/m². Auch die Inserate zeigen das: In Spandau lagen 57 % aller angebotenen Wohnungen unter 4.000 €/m², in Mitte nur 9 %. Dafür verlangten in Mitte 30 % der Inserate 8.000 €/m² und mehr.
Bei den Mieten sieht es auf den ersten Blick ähnlich aus. Inserate in Mitte verlangen im Median 20,00 €/m², in Marzahn-Hellersdorf 11,56 €/m². Diese Zahlen beschreiben aber neue Verträge, oft möbliert, oft in Neubauten. Kaufen Sie eine vermietete Wohnung, gilt für Sie in aller Regel der laufende Vertrag. Und der orientiert sich am Mietspiegel.
Der Berliner Mietspiegel kennt keine Bezirke. Er unterscheidet nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Ausstattung. Der Median liegt in einfacher Wohnlage bei 7,05 €/m², in mittlerer bei 7,79 €/m² und in guter bei 9,14 €/m². Zwischen einfacher und guter Lage liegen also rund 30 %. Beim Kaufpreis sind es zwischen den Altbezirken fast 190 %.
Daraus folgt die wichtigste Erkenntnis dieser Seite. Bei vermieteten Wohnungen steigt die Miete von Bezirk zu Bezirk viel weniger als der Kaufpreis. Die Bruttomietrendite ist deshalb in den teuren Lagen am niedrigsten. Das sagt nichts darüber, wie sich Preise künftig entwickeln. Es sagt nur, wie viel Miete Sie heute für Ihr Geld bekommen.
04Vier Bezirkstypen
Zwölf Bezirke einzeln zu vergleichen, ist mühsam. Nach Lage, Preisniveau und Entwicklung lassen sie sich grob in vier Gruppen einteilen. Die Grenzen sind fließend, und innerhalb jedes Bezirks gibt es sehr unterschiedliche Straßen.
Innenstadt mit hohem Preisniveau
Dazu zählen der Altbezirk Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Kaufpreise liegen meist zwischen 5.200 und 9.400 €/m², die Inseratsmieten bei 17 bis 20 €/m². Friedrichshain-Kreuzberg ist mit durchschnittlich 39,4 Jahren der jüngste Bezirk der Stadt. Viele Häuser liegen in sozialen Erhaltungsgebieten, dem sogenannten Milieuschutz. Dort brauchen Modernisierungen und seit April 2026 auch Wohnen auf Zeit eine Genehmigung.
- Sie viel Eigenkapital einsetzen und laufend zuzahlen können.
- Ihnen eine sehr große Mieternachfrage wichtiger ist als laufender Ertrag.
- Sie lange halten wollen und mit Milieuschutz-Auflagen leben können.
- Ihre Wohnung sich von Anfang an selbst tragen soll.
- Sie modernisieren und danach deutlich höher vermieten möchten.
Bürgerlicher Westen und Südwesten
Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Reinickendorf haben einen höheren Anteil an Eigentümern und ältere Bewohner. Steglitz-Zehlendorf ist mit durchschnittlich 46,5 Jahren der älteste Bezirk und hat mit 3.000 € das höchste mittlere Haushaltseinkommen der Stadt. Die Kaufpreise liegen meist zwischen 3.750 und 5.500 €/m², in Dahlem auch darüber. Die Senatsprognose erwartet für Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg bis 2040 leicht sinkende Einwohnerzahlen.
- Sie Mieter mit stabilen Einkommen und langen Mietdauern suchen.
- Sie mittlere Preise bei ruhigen Wohnlagen bevorzugen.
- Ihnen eine flache Bevölkerungsentwicklung keine Sorgen macht.
- Sie auf Zuzug und Neubau in der Umgebung setzen.
- Sie vor allem kleine Wohnungen für junge Mieter suchen.
Innenstadtnahe Lagen mit mittleren Preisen
Neukölln sowie die Altbezirke Wedding und Tiergarten im Bezirk Mitte liegen nah am Zentrum, die Kaufpreise mit 4.200 bis 5.500 €/m² aber deutlich darunter. Die Einkommen sind laut Mikrozensus niedriger als im Stadtschnitt, Neukölln hatte mit 15,1 % die höchste Arbeitslosenquote der Bezirke. Neukölln ist seit 2015 kaum gewachsen (+0,4 %), die Prognose bis 2040 ist leicht negativ. Auch hier gelten in vielen Gebieten Milieuschutz-Regeln.
- Sie zentrale Lage zu einem mittleren Preis suchen.
- Sie Mietvertrag, Hausgemeinschaft und Erhaltungsgebiet genau prüfen.
- Sie Reserven für Mietausfälle eingeplant haben.
- Sie keine Zeit oder Erfahrung für die Mieterbetreuung haben.
- Sie eine Wohnung ohne Prüfung des Mietvertrags kaufen würden.
Wachsender Stadtrand im Osten und Westen
Treptow-Köpenick, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Spandau und der Norden Pankows wachsen am stärksten. Treptow-Köpenick legte seit 2015 um 17,3 % zu, für 2040 erwartet der Senat weitere 9,6 %. Hier entsteht viel Neubau, in Spandau zum Beispiel die Siemensstadt Square. Die Kaufpreise liegen meist zwischen 3.200 und 5.000 €/m², die Inseratsmieten zwischen 11,56 und 15,60 €/m². In Lichtenberg sind 94,5 % aller Wohnungen Mietwohnungen, so viel wie in keinem anderen Bezirk.
- Sie mit kleinerem Kaufpreis einsteigen wollen.
- Ihnen das Verhältnis von Preis und Miete wichtiger ist als die Adresse.
- Sie auf wachsende Einwohnerzahlen im Umfeld setzen.
- Sie die Wohnung später schnell zu einem hohen Preis verkaufen wollen.
- Sie Plattenbauten oder große Wohnanlagen grundsätzlich ausschließen.
05Dieselbe Wohnung in drei Bezirken
Wie wirkt sich der Bezirk auf Ihre Rechnung aus? Wir nehmen Jonas. Er ist ledig, hat ein zu versteuerndes Einkommen von 80.000 € und kauft eine vermietete Zweizimmerwohnung mit 55 m². Wir stellen dieselbe Wohnung gedanklich in drei Bezirke: nach Prenzlauer Berg in gute Wohnlage, nach Tempelhof in mittlere und nach Marzahn in einfache Wohnlage. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.
Der Kaufpreis entspricht jeweils dem Mittelwert des Gutachterausschusses für den Altbezirk 2025. Die Miete entspricht dem Mietspiegel-Median der Wohnlage. Jonas finanziert den Kaufpreis voll zu 3,8 % Zins und 1,5 % Tilgung (Annahme), die Nebenkosten mit 6,0 % Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und 3,57 % Makler zahlt er aus Erspartem. Ob eine Bank so finanziert, hängt von seiner Bonität ab.
| Prenzlauer Berg | Tempelhof | Marzahn | |
|---|---|---|---|
| Kaufpreis (55 m²) | 346.500 € | 220.605 € | 185.460 € |
| Kaufnebenkosten aus Erspartem | 38.488 € | 24.931 € | 21.187 € |
| Kaltmiete pro Jahr | 6.032 € | 5.141 € | 4.653 € |
| Mietausfall, Annahme 3 % | −181 € | −154 € | −140 € |
| Hausgeld, nicht umlagefähig (Annahme) | −1.020 € | −1.020 € | −1.020 € |
| Zinsen (3,8 %) | −13.167 € | −8.383 € | −7.047 € |
| Tilgung (1,5 %) | −5.198 € | −3.309 € | −2.782 € |
| Ergebnis vor Steuern | −13.533 € | −7.725 € | −6.336 € |
| Steuerwirkung bei 80.000 € Einkommen | +5.715 € | +3.266 € | +2.676 € |
| Ergebnis nach Steuern | −7.819 € | −4.459 € | −3.660 € |
| pro Monat nach Steuern | −652 € | −372 € | −305 € |
| davon Tilgung pro Monat | 433 € | 276 € | 232 € |
| Bruttomietrendite | 1,74 % | 2,33 % | 2,51 % |
Alle drei Wohnungen kosten Jonas jeden Monat Geld. In Prenzlauer Berg zahlt er nach Steuern rund 652 € im Monat zu, in Tempelhof 372 €, in Marzahn 305 €. Rechnet man die Tilgung heraus, die ja sein Vermögen aufbaut, bleiben 218 €, 96 € und 73 € echte Unterdeckung im Monat.
Warum ist der Abstand so groß? In Prenzlauer Berg zahlt Jonas 87 % mehr als in Marzahn, bekommt aber nur 30 % mehr Miete. Bei geringerem Einkommen wäre die Zuzahlung höher: Mit 60.000 € zu versteuerndem Einkommen wären es nach Steuern 733 €, 420 € und 347 € im Monat. Wie die Steuerwirkung entsteht, erklärt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.
Zwei Dinge zeigt die Rechnung nicht. Der Gutachter-Mittelwert enthält auch bezugsfreie Wohnungen und Neubauten. Vermietete Altbauwohnungen wurden 2025 rund 31 % günstiger verkauft als bezugsfreie. Und niemand weiß, wie sich Preise und Mieten in den drei Bezirken weiterentwickeln. Eine Wohnung in Marzahn ist nicht automatisch die bessere Anlage, nur weil die Zuzahlung kleiner ist. Ihre eigene Wohnung prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner.
Wie hoch ist die Mietrendite Ihrer Wohnung? Kaufpreis, Nebenkosten und Miete eingeben, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.
06Risiken je Bezirk
Die Regeln für Vermieter gelten in ganz Berlin: Mietpreisbremse bis 31.12.2029, Kappungsgrenze von 15 % bis 10.05.2028, Umwandlungsverbot nach § 250 BauGB bis 31.12.2030. Je nach Bezirk kommen eigene Risiken dazu.
- Milieuschutz: In den 82 sozialen Erhaltungsgebieten sind Modernisierung, Grundrissänderung und Wohnen auf Zeit genehmigungspflichtig. Ob Ihre Adresse betroffen ist, zeigt das Geoportal Berlin.
- Bevölkerung: Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln verlieren laut Prognose bis 2040 leicht Einwohner. Eine Prognose ist keine Gewissheit, sie hängt vor allem an Zuwanderung und Neubau.
- Neubau im Umfeld: In den Wachstumsbezirken entstehen viele neue Wohnungen. Das bringt Infrastruktur, aber auch Konkurrenz bei der Vermietung, besonders zu Neubaumieten.
- Mieterstruktur: In Bezirken mit niedrigeren Einkommen und höherer Arbeitslosenquote sind Mietausfälle im Schnitt wahrscheinlicher. Planen Sie dafür eine Reserve ein, egal wo Sie kaufen.
- Zins und Instandhaltung: Steigt der Zins bei der Anschlussfinanzierung, wächst die Zuzahlung in jedem Bezirk. Ältere Häuser brauchen Rücklagen, Sonderumlagen sind möglich.
- Datenqualität: Bezirksmittelwerte verbergen große Unterschiede. Ein einzelner Neubau kann den Wert eines Altbezirks verschieben, wie die Mikroapartments in Köpenick zeigen.
07Weitere Standorte
Berlin im Detail: Kapitalanlage-Immobilien in Berlin mit Wirtschaft, Regeln und Neubau-Vergleich · In der Nähe: Brandenburg
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Alle Standorte im Vergleich: Wo lohnt sich eine Kapitalanlage-Immobilie? Städte im Vergleich 2026 · Bundesländer im Vergleich
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Quellen
Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin: Immobilienmarktbericht 2025/2026, S. 24 (Statistische Regionaldaten, Einwohner 31.12.2025 nach Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) und S. 61 (Preisniveau Eigentumswohnungen nach Altbezirken 2025)
- Investitionsbank Berlin: IBB Wohnungsmarktbericht 2025, Tabellenband (06.03.2026), Tab. 1 (Kennzahlen der Bezirke), Tab. 25 (Angebotsmieten nach Bezirken 2025), Tab. 27 (Angebotskaufpreise nach Bezirken 2025)
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2024–2040, Tab. 3; Berliner Mietspiegel 2026, Dokumentation, Tab. 13 (Nettokaltmieten nach Wohnlage)
- Abgeordnetenhaus Berlin: Drucksache 19/20607, Leerstand von Wohnraum (Zensus 2022, Antwort vom 30.10.2024)
- Regeln für Vermieter (Mietpreisbremse, Kappungsgrenze, Umwandlungsverordnung, Milieuschutz): Quellen siehe Kapitalanlage-Immobilien in Berlin
- § 32a EStG (Tarif 2026), § 7 Abs. 4 EStG (Abschreibung), GNotKG Anlage 2 (Notar- und Grundbuchgebühren)
- Bruttomietrenditen, Kaufpreisfaktoren und Beispielrechnung: eigene Berechnung, Stand 14.10.2026
FAQHäufige Fragen
Welcher Berliner Bezirk eignet sich am besten als Kapitalanlage?
Das hängt von Ihrem Ziel ab. Innenstadtbezirke wie Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg haben die höchste Nachfrage, aber die niedrigsten Bruttorenditen. Bezirke am Stadtrand wie Marzahn-Hellersdorf, Spandau oder Lichtenberg haben niedrigere Preise und wachsen laut Prognose stärker. Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Wo sind Eigentumswohnungen in Berlin am günstigsten?
Laut Gutachterausschuss lagen die Mittelwerte 2025 in Spandau (3.235 €/m²), Hellersdorf (3.356 €/m²), Marzahn (3.372 €/m²) und Hohenschönhausen (3.494 €/m²) am niedrigsten. Die höchsten Werte hatten die Altbezirke Mitte (9.374 €/m²), Dahlem (6.427 €/m²) und Prenzlauer Berg (6.300 €/m²).
Wie unterscheiden sich die Mieten zwischen den Bezirken?
Die Inseratsmieten reichen von 11,56 €/m² in Marzahn-Hellersdorf bis 20,00 €/m² in Mitte (Median 2025). Für laufende Mietverträge zählt der Mietspiegel, und der unterscheidet nur nach Wohnlage: 7,05 €/m² in einfacher, 7,79 €/m² in mittlerer, 9,14 €/m² in guter Wohnlage (Median 2026).
Welche Bezirke wachsen in Berlin am stärksten?
Laut Senatsprognose bis 2040 Treptow-Köpenick (+9,6 %), Lichtenberg (+8,0 %), Marzahn-Hellersdorf (+7,0 %), Pankow (+6,6 %) und Spandau (+6,1 %). Leicht schrumpfen sollen Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln.
Gilt die Mietpreisbremse in allen Berliner Bezirken?
Ja, im ganzen Stadtgebiet bis 31.12.2029. Auch die Kappungsgrenze von 15 % und das Umwandlungsverbot gelten überall. Milieuschutz gilt dagegen nur in den 82 ausgewiesenen Gebieten.
Lohnt sich eine Wohnung in einem günstigen Bezirk mehr?
Die laufende Rechnung ist dort oft besser, weil die erlaubte Miete im Verhältnis zum Kaufpreis höher ist. Dafür können Mietausfälle, Leerstandszeiten und der Wiederverkauf anders aussehen. Ob sich eine Wohnung lohnt, zeigt nur die Rechnung mit Ihrem Einkommen, Ihrem Eigenkapital und dem konkreten Mietvertrag.
Wo finde ich die Wohnlage einer Adresse?
Im Straßenverzeichnis zum Berliner Mietspiegel 2026 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Jede Adresse ist dort einer einfachen, mittleren oder guten Wohnlage zugeordnet. Diese Einstufung bestimmt die ortsübliche Vergleichsmiete, nicht der Bezirk.