München für Kapitalanleger: Alle 25 Stadtbezirke im Vergleich 2026
Michael Pauker · 2026-10-14
München steht auf Ihrer Liste, die Stadt als Ganzes ist teuer, das wissen Sie. Jetzt stellt sich die Frage, die hier besonders viel Geld entscheidet: in welchem der 25 Stadtbezirke?
Die Unterschiede sind groß. In der Altstadt verlangen Verkäufer für eine Bestandswohnung im Schnitt mehr als doppelt so viel wie in Feldmoching-Hasenbergl. Bei den Mieten liegen die Inserate nur rund 30 % auseinander. Und während manche Bezirke bis 2045 schrumpfen, soll Aubing-Lochhausen-Langwied um 85 % wachsen.
Wir zeigen alle 25 Stadtbezirke mit Zahlen der Stadt, ordnen die wichtigsten Typen ein und rechnen dieselbe Wohnung in drei Bezirken durch. Eine Rangliste gibt es nicht.
01München auf einen Blick
Die Stadtwerte sind der Maßstab, an dem Sie jeden Bezirk messen. Ausführlich mit Wirtschaft, Regeln und Neubau-Vergleich stehen sie auf unserer Seite Kapitalanlage-Immobilien in München.
| Kennzahl | München | Quelle, Stand |
|---|---|---|
| Einwohner (Hauptwohnsitz) | 1.603.776 | Statistisches Amt, 31.12.2024 |
| Entwicklung 2015 bis 2024 | +5,4 % | Statistisches Amt |
| Prognose bis 2045 | 1,83 Mio. (+14,1 %) | Referat für Stadtplanung und Bauordnung |
| Einpersonenhaushalte | 54,4 % | Indikatorenatlas, 2025 |
| Mietspiegel 2025 | 15,38 €/m² | Durchschnitt, qualifiziert |
| Inseratsmiete Wiedervermietung | 22,52 €/m² | Wohnungsmarktbarometer 2025 |
| Angebotspreis Bestand | 8.836 €/m² | Wohnungsmarktbarometer 2025 |
| Kaufpreis Neubau (Verträge) | 9.800 €/m² | Gutachterausschuss, durchschnittliche Lage, 1. Halbjahr 2026 |
| Leerstand | 2,4 % | Zensus, 15.05.2022 |
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | Bayern |
Für Preise je Stadtbezirk gibt es keine frei zugängliche Auswertung des Gutachterausschusses. Wir nutzen deshalb das Wohnungsmarktbarometer der Stadt. Es wertet Inserate aus, also Angebotspreise. Die tatsächlich gezahlten Preise für gebrauchte Wohnungen lagen laut Gutachterausschuss 2025 je nach Baujahr zwischen rund 6.500 und 9.150 €/m², im Mittel also eher darunter.
02Alle 25 Stadtbezirke in Zahlen
Die Stadt veröffentlicht für jeden Bezirk eine eigene Bevölkerungsprognose. Mieten und Preise wertet sie nach 28 Wohnungsmarktgebieten aus, die nicht immer genau den Bezirksgrenzen folgen. Wo ein Bezirk mehrere Gebiete umfasst, stehen mehrere Werte.
| Nr. | Stadtbezirk | Einwohner 2024 | 2015–2024 | Prognose bis 2045 | Einpersonen-haushalte | Arbeitslosen-anteil | Inseratsmiete €/m² | Angebotspreis €/m² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Altstadt-Lehel | 20.876 | −1,2 % | −0,1 % | 63,7 % | 3,0 % | 24,99 | 14.904 |
| 2 | Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | 50.081 | −7,3 % | −1,6 % | 64,8 % | 3,5 % | 25,53 | 12.290 |
| 3 | Maxvorstadt | 52.434 | −2,4 % | +2,8 % | 67,7 % | 3,2 % | 24,91 | 12.151 |
| 4 | Schwabing-West | 68.610 | +0,1 % | −2,2 % | 61,6 % | 2,9 % | 25,46¹ | 10.753¹ |
| 5 | Au-Haidhausen | 63.972 | +4,0 % | +1,1 % | 59,4 % | 3,6 % | 25,08 | 10.822 |
| 6 | Sendling | 41.002 | +0,3 % | +4,4 % | 60,4 % | 4,1 % | 22,02² | 7.950² |
| 7 | Sendling-Westpark | 62.240 | +6,6 % | +4,4 % | 56,0 % | 3,9 % | 22,02² | 7.950² |
| 8 | Schwanthalerhöhe | 28.684 | −5,6 % | −2,8 % | 60,8 % | 4,4 % | 23,63 | 9.502 |
| 9 | Neuhausen-Nymphenburg | 101.901 | +3,2 % | +2,4 % | 57,3 % | 3,3 % | 23,54 · 23,17 | 9.812 · 11.205 |
| 10 | Moosach | 56.015 | +5,2 % | +19,6 % | 51,6 % | 4,4 % | 21,47 | 7.433 |
| 11 | Milbertshofen-Am Hart | 77.281 | +2,4 % | +6,1 % | 54,4 % | 4,3 % | 22,77 | 7.904 |
| 12 | Schwabing-Freimann | 77.092 | +2,8 % | +22,8 % | 56,6 % | 3,6 % | 25,46¹ · 23,24 | 10.753¹ · 9.135 |
| 13 | Bogenhausen | 95.475 | +11,1 % | +27,8 % | 51,7 % | 3,6 % | 22,22 | 8.800 |
| 14 | Berg am Laim | 47.367 | +5,2 % | +13,0 % | 55,1 % | 5,2 % | 21,45 | 8.738 |
| 15 | Trudering-Riem | 76.280 | +9,2 % | +42,5 % | 42,5 % | 3,9 % | 20,44 | 7.968 |
| 16 | Ramersdorf-Perlach | 120.776 | +7,5 % | +12,5 % | 48,9 % | 5,0 % | 21,12 | 7.191 |
| 17 | Obergiesing-Fasangarten | 54.352 | −0,1 % | −0,1 % | 59,0 % | 3,7 % | 22,18³ | 8.193³ |
| 18 | Untergiesing-Harlaching | 54.067 | +1,3 % | −5,2 % | 58,9 % | 3,8 % | 22,18³ · 21,99 | 8.193³ · 9.228 |
| 19 | Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln | 103.717 | +10,8 % | +14,7 % | 51,8 % | 3,9 % | 20,68 bis 22,03 | 7.093 bis 8.275 |
| 20 | Hadern | 51.637 | +2,7 % | −3,4 % | 48,9 % | 3,5 % | 20,18 | 7.450 |
| 21 | Pasing-Obermenzing | 81.804 | +11,6 % | +10,2 % | 48,4 % | 3,7 % | 21,78 · 21,36 | 8.022 · 8.357 |
| 22 | Aubing-Lochhausen-Langwied | 61.011 | +39,7 % | +85,4 % | 40,8 % | 4,4 % | 20,18 | 7.330 |
| 23 | Allach-Untermenzing | 36.230 | +13,6 % | +25,2 % | 41,5 % | 3,4 % | 20,46 | 7.932 |
| 24 | Feldmoching-Hasenbergl | 63.756 | +3,6 % | +36,4 % | 46,1 % | 4,5 % | 19,66 | 7.036 |
| 25 | Laim | 57.116 | +3,1 % | +4,9 % | 59,3 % | 4,5 % | 21,59 | 7.835 |
| München | 1.603.776 | +5,4 % | +14,1 % | 54,4 % | 3,9 % | 22,52 | 8.836 |
Einwohner (Hauptwohnsitz, 31.12.2024), Entwicklung seit 2015 und Prognose bis 2045: Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Demografiebericht München Teil 2, Daten des Statistischen Amts. Einpersonenhaushalte (2025) und Arbeitslosenanteil (Arbeitslose je 100 Einwohner von 15 bis 64 Jahren, Durchschnitt 2024): Statistisches Amt, Indikatorenatlas. Inseratsmiete (Wiedervermietung, unmöbliert) und Angebotspreis (Bestand): Wohnungsmarktbarometer 2025, Datenbasis Immobilien Scout GmbH. ¹ gemeinsamer Wert für Schwabing und Schwabing-West. ² gemeinsamer Wert für Sendling und Sendling-Westpark. ³ Wert für Giesing. Bezirk 19: Spanne der Gebiete Thalkirchen-Obersendling, Forstenried-Fürstenried und Solln.
Das Muster ist deutlich. Die Innenstadtbezirke haben die höchsten Preise, die meisten Singlehaushalte und wachsen kaum oder schrumpfen. Am Stadtrand im Westen, Norden und Osten liegen die Preise rund 40 bis 50 % niedriger, dort entsteht der meiste Neubau. Allein Aubing-Lochhausen-Langwied soll mit dem neuen Stadtteil Freiham bis 2045 um gut 52.000 Einwohner wachsen.
„Lage, Lage, Lage.“
So antworten Kunden oft, wenn wir nach ihren Kriterien fragen. In München heißt das konkret: Für die Lage zahlen Sie zwischen Feldmoching und der Altstadt pro Quadratmeter rund 7.900 € mehr. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viel davon in der Miete ankommt.
03Preise, Mieten und was davon bei Ihnen ankommt
Die Inseratsmieten sehen auf den ersten Blick gut aus. Bei Wiedervermietung verlangten Vermieter 2025 im Stadtschnitt 22,52 €/m², in den Innenstadtgebieten über 24 €/m². Setzt man diese Mieten ins Verhältnis zum Angebotspreis, ergeben sich Bruttorenditen von rund 2,0 % in Altstadt-Lehel bis 3,5 % in Ramersdorf-Perlach.
Für eine vermietete Wohnung sind diese Werte aber zu optimistisch. Kaufen Sie eine Wohnung mit laufendem Mietvertrag, zählt der Mietspiegel. Er lag 2025 im Durchschnitt bei 15,38 €/m². Bei einer Neuvermietung erlaubt die Mietpreisbremse höchstens 10 % mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete, rechnerisch also rund 16,90 €/m². Ausnahmen gelten unter anderem für Neubauten und umfassend modernisierte Wohnungen.
Der Mietspiegel unterscheidet nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Ausstattung, zentrale und gute Lagen bekommen Zuschläge. Die Spanne zwischen den Bezirken ist dort aber deutlich kleiner als beim Kaufpreis. Daraus folgt die wichtigste Erkenntnis dieser Seite: Je teurer der Bezirk, desto weniger Miete bekommen Sie pro eingesetztem Euro. Über die künftige Preisentwicklung sagt das nichts.
04Vier Bezirkstypen
25 Stadtbezirke lassen sich nach Lage, Preisniveau und Entwicklung grob in vier Gruppen einteilen. Die Grenzen sind fließend, und innerhalb eines Bezirks unterscheiden sich Straßen und Häuser stark.
Innenstadt: teuer, jung, kaum Wachstum
Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt, Schwabing-West, Au-Haidhausen und Schwanthalerhöhe bilden den Kern. Die Angebotspreise liegen zwischen 9.500 und 14.900 €/m², die Inseratsmieten über 23,50 €/m². In der Maxvorstadt sind 67,7 % aller Haushalte Einpersonenhaushalte, das Durchschnittsalter ist mit 38,6 Jahren das niedrigste der Stadt. Die Prognose bis 2045 reicht von −2,8 % bis +2,8 %, weil kaum Bauflächen bleiben. Viele Quartiere liegen in Erhaltungssatzungsgebieten, in denen die Stadt ein Vorkaufsrecht prüfen kann.
- Sie viel Eigenkapital einsetzen und eine sehr niedrige Anfangsrendite akzeptieren.
- Ihnen kleine Wohnungen für Studierende und junge Berufstätige wichtig sind.
- Sie mit Vorkaufsrecht und Genehmigungspflichten umgehen können.
- Ihre Wohnung sich auch nur annähernd selbst tragen soll.
- Sie auf Neubau und Zuzug im Umfeld setzen.
Innenstadtrand: gemischte Lagen mit mittleren bis hohen Preisen
Neuhausen-Nymphenburg, Sendling, Sendling-Westpark, Laim, Obergiesing-Fasangarten, Untergiesing-Harlaching, Berg am Laim und Milbertshofen-Am Hart liegen zwischen Innenstadt und Stadtrand. Die Angebotspreise reichen von rund 7.800 €/m² in Laim bis 11.205 €/m² in Nymphenburg, die Inseratsmieten meist von 21,50 bis 23,50 €/m². Die Prognose ist überwiegend leicht positiv. Untergiesing-Harlaching soll als einziger Bezirk dieser Gruppe deutlich schrumpfen (−5,2 %). Berg am Laim hat mit 5,2 % den höchsten Arbeitslosenanteil der Stadt, gefolgt von Ramersdorf-Perlach mit 5,0 %.
- Sie eine gute Anbindung zur Innenstadt bei mittleren Preisen suchen.
- Sie Wert auf eine breite Mieterschaft legen.
- Sie ältere Häuser auf Sanierungsbedarf und Rücklage prüfen.
- Sie eine Innenstadtadresse für den späteren Verkauf wollen.
- Sie einen laufenden Überschuss erwarten.
Wachstumsbezirke am Stadtrand
Aubing-Lochhausen-Langwied mit Freiham (+85,4 %), Trudering-Riem mit der Messestadt (+42,5 %), Feldmoching-Hasenbergl (+36,4 %), Bogenhausen (+27,8 %), Allach-Untermenzing (+25,2 %), Schwabing-Freimann (+22,8 %) und Moosach (+19,6 %) sollen bis 2045 am stärksten wachsen. Der Grund ist Neubau, der vor allem Familien anzieht. Der Anteil an Einpersonenhaushalten liegt hier oft nur bei 40 bis 52 %. Die Angebotspreise liegen meist zwischen 7.036 und 8.800 €/m², die Inseratsmieten meist zwischen 19,66 und 22,22 €/m². Freimann im Norden von Schwabing liegt mit 9.135 €/m² darüber.
- Sie mit niedrigerem Kaufpreis je Quadratmeter einsteigen wollen.
- Sie größere Wohnungen für Familien vermieten möchten.
- Sie auf neue Infrastruktur setzen und Geduld für deren Entstehung haben.
- Sie mit Konkurrenz durch viele neue Wohnungen im Umfeld nicht rechnen wollen.
- Sie vor allem Ein-Zimmer-Wohnungen für Singles suchen.
Etablierte Randlagen im Süden und Westen
Pasing-Obermenzing, Hadern, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Ramersdorf-Perlach sind gewachsene Wohnbezirke mit gemischter Bebauung. Hadern hat mit 43,0 Jahren eines der höchsten Durchschnittsalter der Stadt und soll bis 2045 leicht schrumpfen (−3,4 %). Pasing ist ein Bahnknoten mit S-Bahn und Regionalverkehr. Die Angebotspreise liegen zwischen 7.093 und 8.357 €/m², die Inseratsmieten zwischen 20,18 und 22,03 €/m².
- Sie solide Wohnlagen mit langen Mietdauern suchen.
- Ihnen Pendler als Mieter mit guter Bahnanbindung wichtig sind.
- Sie auf starkes Bevölkerungswachstum im Umfeld setzen.
- Sie vor allem junge Singles als Mieter suchen.
05Dieselbe Wohnung in drei Bezirken
Wie stark wirkt der Bezirk auf Ihre Rechnung? Nehmen wir Markus. Er ist ledig, hat ein zu versteuerndes Einkommen von 100.000 € und kauft eine vermietete Zweizimmerwohnung mit 55 m². Wir stellen sie gedanklich in die Maxvorstadt, nach Pasing und nach Feldmoching-Hasenbergl. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.
Den Kaufpreis setzen wir mit dem Angebotspreis des Wohnungsmarktbarometers an. Als Miete nehmen wir in allen drei Bezirken 16,90 €/m², also den Mietspiegel-Durchschnitt plus 10 %. Markus finanziert den Kaufpreis voll zu 3,6 % Zins und 1,5 % Tilgung (Annahme). Die Nebenkosten mit 3,5 % Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und 3,57 % Makler zahlt er aus Erspartem. Ob eine Bank so finanziert, hängt von seiner Bonität ab.
| Maxvorstadt | Pasing | Feldmoching-Hasenbergl | |
|---|---|---|---|
| Kaufpreis (55 m²) | 668.305 € | 441.210 € | 386.980 € |
| Kaufnebenkosten aus Erspartem | 56.783 € | 37.998 € | 33.426 € |
| Kaltmiete pro Jahr (16,90 €/m²) | 11.154 € | 11.154 € | 11.154 € |
| Mietausfall, Annahme 3 % | −335 € | −335 € | −335 € |
| Hausgeld, nicht umlagefähig (Annahme) | −1.020 € | −1.020 € | −1.020 € |
| Zinsen (3,6 %) | −24.059 € | −15.884 € | −13.931 € |
| Tilgung (1,5 %) | −10.025 € | −6.618 € | −5.805 € |
| Ergebnis vor Steuern | −24.284 € | −12.702 € | −9.937 € |
| Steuerwirkung bei 100.000 € Einkommen | +10.465 € | +5.240 € | +3.993 € |
| Ergebnis nach Steuern | −13.819 € | −7.462 € | −5.944 € |
| pro Monat nach Steuern | −1.152 € | −622 € | −495 € |
| davon Tilgung pro Monat | 835 € | 552 € | 484 € |
| Bruttomietrendite | 1,67 % | 2,53 % | 2,88 % |
Alle drei Wohnungen kosten Markus jeden Monat Geld, auch nach Steuern. In der Maxvorstadt sind es rund 1.152 €, in Pasing 622 €, in Feldmoching-Hasenbergl 495 €. Ohne die Tilgung, die seinen Kredit verkleinert, bleiben 316 €, 70 € und 12 € echte Unterdeckung im Monat.
Ist die gleiche Miete in allen drei Bezirken nicht unfair? Teilweise. In zentralen Lagen erlaubt der Mietspiegel Zuschläge. Rechnen wir die Maxvorstadt deshalb einmal mit der vollen Inseratsmiete von 24,91 €/m², die bei einer bestehenden Vermietung kaum erreichbar ist: Dann zahlt Markus nach Steuern immer noch rund 925 € im Monat zu. Der Kaufpreis bleibt der große Hebel.
Bei geringerem Einkommen wird die Zuzahlung größer, weil die Steuerwirkung sinkt. Mit 80.000 € zu versteuerndem Einkommen wären es 1.379 €, 718 € und 565 € im Monat. Wie die Steuerwirkung entsteht, erklärt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern. Ihre eigene Wohnung prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner.
Wie hoch ist die Mietrendite Ihrer Wohnung? Kaufpreis, Nebenkosten und Miete eingeben, der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite.
06Risiken je Bezirk
In ganz München gelten die Mietpreisbremse und die Kappungsgrenze von 15 % bis 31.12.2029. Die Genehmigungspflicht für Umwandlungen nach § 250 BauGB ist in Bayern bis 31.12.2026 verlängert. Je nach Bezirk kommen eigene Risiken dazu.
- Erhaltungssatzungen: In 36 Gebieten mit rund 204.000 Wohnungen kann die Stadt ein Vorkaufsrecht prüfen, Modernisierungen brauchen eine Genehmigung. Seit Februar 2026 genehmigt die Stadt dort den Abriss von Wohnhäusern grundsätzlich nicht mehr.
- Neubau-Konkurrenz: In den Wachstumsbezirken entstehen bis 2045 zehntausende Wohnungen. Neubauten sind bei der ersten Vermietung von der Mietpreisbremse ausgenommen und können Bestandswohnungen in der Vermietung Konkurrenz machen.
- Schrumpfende Bezirke: Untergiesing-Harlaching, Hadern, Schwanthalerhöhe, Schwabing-West und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt sollen laut Prognose leicht Einwohner verlieren. Eine Prognose ist keine Gewissheit, sie hängt vor allem an Neubau und Zuzug.
- Angebots- statt Kaufpreise: Die Bezirkspreise sind Inseratswerte. Verhandeln Sie auf Basis der Vergleichswerte des Gutachterausschusses, nicht auf Basis von Portalpreisen.
- Zins: Bei den Münchner Kaufpreisen wirkt jeder Prozentpunkt Zins stark. Steigt der Zins bei der Anschlussfinanzierung, wächst die Zuzahlung in jedem Bezirk deutlich.
07Weitere Standorte
München im Detail: Kapitalanlage-Immobilien in München mit Wirtschaft, Regeln und Neubau-Vergleich · Im selben Bundesland: Bayern · Nürnberg · Augsburg
Weitere Großstädte im Detail: Berlin: alle 12 Bezirke im Vergleich · Hamburg: alle 7 Bezirke im Vergleich
Alle Standorte im Vergleich: Wo lohnt sich eine Kapitalanlage-Immobilie? Städte im Vergleich 2026 · Bundesländer im Vergleich
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Quellen
Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.
- Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung: Demografiebericht München Teil 2, Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2025 bis 2045 für die Stadtbezirke; Wohnungsmarktbarometer 2025, Tab. 4 (Wiedervermietung nach Teilgebieten) und Tab. 12 (Bestand, Kaufpreise nach Teilgebieten), Datenbasis Immobilien Scout GmbH
- Statistisches Amt München: Münchner Statistik, 1. Quartalsheft 2026, Bevölkerungsprognose für die Stadtbezirke; Indikatorenatlas im Open-Data-Portal München: Einpersonenhaushalte (2025) und Arbeitslosen-Anteil (2024)
- Landeshauptstadt München: Mietspiegel für München 2025; Bevölkerungsprognose
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der Landeshauptstadt München: Halbjahresreport 2026; Preise gebrauchter Wohnungen 2025 nach Baujahr siehe Kapitalanlage-Immobilien in München
- Regeln für Vermieter (Mieterschutzverordnung, Umwandlungsverbot, Erhaltungssatzungen): Quellen siehe Kapitalanlage-Immobilien in München
- § 32a EStG (Tarif 2026), § 7 Abs. 4 EStG (Abschreibung), § 556f BGB, GNotKG Anlage 2 (Notar- und Grundbuchgebühren)
- Entwicklung 2015–2024 und Bruttorenditen der Inserate: eigene Berechnung aus den genannten Quellen; Beispielrechnung: eigene Berechnung, Stand 14.10.2026
FAQHäufige Fragen
Welcher Münchner Stadtbezirk eignet sich am besten als Kapitalanlage?
Das hängt von Ihrem Ziel ab. Die Innenstadtbezirke haben die höchste Nachfrage nach kleinen Wohnungen, aber die niedrigsten Bruttorenditen. Am Stadtrand sind die Preise rund 40 bis 50 % niedriger, und mehrere Bezirke wachsen laut Prognose stark. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, entscheidend ist das Verhältnis von Kaufpreis und erlaubter Miete.
Wo sind Wohnungen in München am günstigsten?
Laut Wohnungsmarktbarometer 2025 lagen die Angebotspreise im Bestand in Feldmoching-Hasenbergl (7.036 €/m²), Forstenried-Fürstenried (7.093 €/m²), Ramersdorf-Perlach (7.191 €/m²) und Aubing-Lochhausen-Langwied (7.330 €/m²) am niedrigsten. Am höchsten waren sie in Altstadt-Lehel (14.904 €/m²), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (12.290 €/m²) und der Maxvorstadt (12.151 €/m²).
Wie hoch sind die Mieten in den Münchner Stadtteilen?
Die Inseratsmieten bei Wiedervermietung reichten 2025 von 19,66 €/m² in Feldmoching-Hasenbergl bis 25,53 €/m² in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, im Stadtschnitt 22,52 €/m². Der Mietspiegel 2025 liegt im Durchschnitt bei 15,38 €/m². Für laufende Mietverträge und Neuvermietungen unter der Mietpreisbremse ist er der Maßstab.
Welche Stadtbezirke wachsen in München am stärksten?
Laut Prognose der Stadt bis 2045 Aubing-Lochhausen-Langwied mit Freiham (+85,4 %), Trudering-Riem (+42,5 %), Feldmoching-Hasenbergl (+36,4 %), Bogenhausen (+27,8 %) und Allach-Untermenzing (+25,2 %). Leicht schrumpfen sollen unter anderem Untergiesing-Harlaching (−5,2 %) und Hadern (−3,4 %).
Wo leben in München die meisten Singles?
In der Maxvorstadt sind 67,7 % aller Haushalte Einpersonenhaushalte, in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 64,8 % und in Altstadt-Lehel 63,7 %. Am niedrigsten ist der Anteil in Aubing-Lochhausen-Langwied (40,8 %) und Allach-Untermenzing (41,5 %).
Gilt die Mietpreisbremse in ganz München?
Ja, die Bayerische Mieterschutzverordnung erfasst ganz München bis 31.12.2029, ebenso die Kappungsgrenze von 15 %. Ausgenommen von der Mietpreisbremse sind unter anderem Wohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals genutzt und vermietet wurden.
Warum nennt diese Seite Angebotspreise statt Kaufpreise?
Der Gutachterausschuss München veröffentlicht frei zugänglich keine Durchschnittspreise je Stadtbezirk, nur Werte nach Baujahr und Wohnlage. Das Wohnungsmarktbarometer der Stadt wertet dagegen Inserate je Gebiet aus. Tatsächlich gezahlte Preise liegen erfahrungsgemäß oft unter den Angebotspreisen.