Ratgeber · Standorte & Objekte

    Kapitalanlage-Immobilien in Marburg: Zahlen, Lagen und eine ehrliche Rechnung

    Fast 21.000 Studierende, kaum Leerstand und eine Mietpreisbremse, dazu Kaufpreise, die unter denen von Gießen liegen. Wir haben die amtlichen Zahlen zu Marburg zusammengetragen und rechnen eine vermietete Wohnung ehrlich durch.


    Investmentberater bei InvestImmo.de
    15. Oktober 202614 Min. Lesezeit
    Marburg auf einen Blick
    73.571
    Einwohner
    amtlich, Stand 31.12.2025
    55,7 %
    Einpersonenhaushalte
    Zensus 2022
    1,3 %
    marktaktiver Leerstand
    Zensus 2022, 2024 laut Land 0,8 %
    2.882 €/m²
    gebrauchte Eigentumswohnung
    Gutachterausschuss Marburg, 2025

    Sie überlegen, eine Wohnung zu kaufen und zu vermieten, und Marburg steht auf Ihrer Liste. Die Stadt hat einen Ruf: alte Universität, steile Altstadt, viele Studierende. Und tatsächlich ist der Wohnungsmarkt dort sehr knapp: Kurzfristig frei war beim Zensus 2022 nur gut jede hundertste Wohnung.

    Für Vermieter ist das nur die halbe Geschichte. In Marburg gilt eine Mietpreisbremse, die Bevölkerung soll laut Prognose bis 2040 leicht schrumpfen, und neue Wohnungen werden kaum gebaut. Ob sich eine Wohnung rechnet, hängt deshalb stark davon ab, welche Miete schon im Vertrag steht.

    Wir haben die amtlichen Zahlen zusammengetragen und rechnen am Ende eine gebrauchte und eine neue Wohnung durch, vor und nach Steuern.

    01Marburg in Zahlen

    Alle Werte, die wir für die Einordnung verwenden, mit Quelle und Stand.

    KennzahlWertQuelle, Stand
    Einwohner (amtlich)73.571Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, 31.12.2025
    Einwohner (Hauptwohnsitze laut Stadt)77.146Gutachterausschuss Marburg, Marktbericht 2026
    Zensus-Korrektur−5,8 %Hessen Agentur, Stand 31.12.2022
    Prognose 2024–2040−1,1 %Hessen Agentur, Gemeindelexikon 2025
    Haushalte40.344Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
    Anteil Einpersonenhaushalte55,7 %Zensus 2022
    Wohnungen42.090, davon 2.458 in WohnheimenZensus 2022
    Anteil vermieteter Wohnungen70,2 %Zensus 2022
    Leerstandsquote2,8 % (marktaktiv 1,3 %)Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
    Leerstand fortgeschrieben0,8 %GEWOS-Gutachten Hessen 2026, Stand 2024
    Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort46.760Hessen Agentur, 30.06.2024
    Einpendler / Auspendler29.047 / 10.231Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
    Arbeitslosenquote Geschäftsstellenbezirk Marburg4,9 %Agentur für Arbeit Marburg, September 2026
    Studierende Philipps-Universität20.822Universität Marburg, WS 2025/26
    Mietspiegel, Durchschnitt9,54 €/m²Qualifizierter Mietspiegel 2024, Stichtag 01.01.2024
    Angebotsmiete (Median)12,00 €/m²GEWOS 2026, Inserate 2025
    Kaufpreis gebrauchte Eigentumswohnung2.882 €/m²Gutachterausschuss Marburg, 2025
    Kaufpreis Neubau-Eigentumswohnung (Erstverkauf)5.791 €/m²Gutachterausschuss Marburg, 2025, 22 Fälle
    Rohertragsfaktor Eigentumswohnung22,3Gutachterausschuss Marburg, 2025
    MietpreisbremsejaMieterschutzverordnung Hessen, gültig bis 25.11.2026
    Kappungsgrenze15 %Mieterschutzverordnung Hessen
    Grunderwerbsteuer Hessen6,0 %seit 01.08.2014

    02Bevölkerung und Nachfrage

    Marburg hat amtlich gut 73.500 Einwohner. Die Stadt selbst zählt rund 77.000 Menschen mit Hauptwohnsitz. Der Unterschied geht auf den Zensus 2022 zurück, der die amtliche Zahl um 5,8 % gesenkt hat.

    Die Hessen Agentur erwartet bis 2030 ein leichtes Plus von 1,0 %, bis 2040 dann ein Minus von 1,1 % gegenüber 2024. Das Durchschnittsalter soll von 40,5 auf 42,3 Jahre steigen. Marburg wächst also nicht, anders als Gießen, für das die Prognose 6,6 % mehr Einwohner vorsieht.

    Trotzdem ist der Markt eng. 55,7 % der Haushalte sind Einpersonenhaushalte, 70,2 % der Wohnungen sind vermietet. Beim Zensus 2022 stand nur 2,8 % des Bestands leer, kurzfristig beziehbar waren 1,3 %. GEWOS hat für 2024 sogar nur 0,8 % fortgeschrieben.

    Studierende, Wohnheime und Mieterwechsel

    Im Wintersemester 2025/26 waren an der Philipps-Universität 20.822 Studierende eingeschrieben, 4.767 davon im ersten Fachsemester. Rechnerisch kommen auf 100 Einwohner gut 28 Studierende. Jedes Wintersemester sucht damit eine Gruppe von der Größe eines kleinen Stadtteils eine Unterkunft.

    Der Zensus zählte 2022 in Marburg 2.458 Wohnungen in Wohnheimen. Auf 100 Studierende kommen damit rund 12 Wohnheimwohnungen, mehr als in Gießen, aber weit weniger als die Nachfrage. Der Rest wohnt in WGs und kleinen Apartments. Das zeigen auch die Kaufzahlen: 2024 und 2025 wurden 95 gebrauchte Wohnungen bis 44 m² verkauft, im Schnitt nur 31 m² groß.

    Neue Wohnungen entstehen kaum. Laut Hessen Agentur wuchs der Bestand von 2014 bis 2024 um 7,4 %, in Gießen um 12,5 %. Fast drei Viertel der 2025 verkauften Neubauwohnungen stammen aus einem einzigen Projekt, auf dem früheren Molkereigelände am Südbahnhof. Das Angebot bleibt also knapp, und genau das hält den Leerstand niedrig.

    Wohngebäude mit gemeinsamem grünen Innenhof
    KI-generiertes Symbolbild

    03Wirtschaft und Arbeitsmarkt

    Marburg ist eine Universitäts- und Klinikstadt. Am 30.06.2024 arbeiteten 46.760 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt, 13,8 % mehr als 2014. 54,8 % davon sind in öffentlichen und privaten Dienstleistungen tätig, also an Universität, Universitätsklinikum, in Verwaltung, Schulen und sozialen Einrichtungen. Das produzierende Gewerbe kommt auf 18,2 %, mehr als in Gießen.

    Wer in Marburg arbeitet, wohnt oft woanders. Die Zahl der Einpendler lag im Mittel der letzten fünf Jahre 3,3-mal so hoch wie die der Auspendler. Die Hessen Agentur spricht von einem hohen Einpendlerüberschuss. Am 30.06.2025 pendelten 29.047 Beschäftigte ein und 10.231 aus. Ein Teil dieser Pendler würde näher am Arbeitsplatz wohnen, wenn es Wohnungen gäbe.

    Arbeitsmarkt Marburg
    4,9 %
    Arbeitslosenquote
    Geschäftsstellenbezirk Marburg, September 2026
    4,5 %
    Agenturbezirk Marburg
    September 2026
    3,3-fach
    Einpendler je Auspendler
    Mittel der letzten fünf Jahre
    20,3 %
    Mietbelastung
    Anteil der Miete am Einkommen, 2025

    Die Arbeitslosenquote lag im September 2026 im Geschäftsstellenbezirk Marburg bei 4,9 %, leicht unter dem Vorjahr. Eine Quote nur für die Stadt weist die Agentur monatlich nicht aus. Die Mietbelastung ist mit 20,3 % des Einkommens niedriger als in Gießen (25,2 %). Die Mieter in Marburg haben also im Schnitt etwas mehr Spielraum, auch wenn das bei Studierenden nur begrenzt gilt.

    04Mieten, Kaufpreise und Mietrendite

    Marburg hat seit September 2024 seinen ersten qualifizierten Mietspiegel, Stichtag 01.01.2024. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag dort bei 9,54 €/m². Für eine 65 m² große Wohnung aus den Baujahren 1919 bis 1977 in mittlerer Wohnlage mit Einbauküche nennt er 8,96 €/m², für 30 m² 10,65 €/m². Neue Inserate lagen 2025 im Median bei 12,00 €/m².

    Der Gutachterausschuss hat für die Jahre 2024 und 2025 zusätzlich Mieten aus Kaufverträgen und Befragungen ausgewertet. Bei vermieteten Eigentumswohnungen, die 2025 verkauft wurden, lag die Nettokaltmiete im Schnitt bei 11,26 €/m². Die Mieten stiegen gegenüber dem Vorzeitraum um rund 2 %.

    Bei den Kaufpreisen zeigt der Marktbericht für 2025 ein gemischtes Bild. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten im Schnitt 2.882 €/m², 4 % mehr als 2024, bei 25 % mehr Verkäufen. Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1977 lagen 2024/25 bei 2.551 €/m², solche ab 1991 bei 3.181 €/m². Neubauwohnungen kosteten im Erstverkauf 5.791 €/m², bei nur 22 Verkäufen.

    Aus Kaufpreis und Miete ergeben sich Kaufpreisfaktor und Bruttomietrendite. Wir haben beides für eine durchschnittliche gebrauchte Wohnung (2.882 €/m²) mit drei Mietannahmen gerechnet.

    Bruttomietrendite einer gebrauchten Wohnung in Marburg (eigene Rechnung)
    Mietspiegel-Durchschnitt 9,54 €/m² (Faktor 25,2)
    4,0 %
    Gutachterausschuss, Rohertragsfaktor 22,3
    4,5 %
    Vermietete Eigentumswohnungen 2025, 11,26 €/m² (Faktor 21,3)
    4,7 %
    Angebotsmedian 12,00 €/m² (Faktor 20,0)
    5,0 %
    Eigene Rechnung, Stand 14.10.2026: Kaufpreis 2.882 €/m² (Gutachterausschuss Marburg 2025) geteilt durch die Jahresnettokaltmiete je m². Rohertragsfaktor und Durchschnittsmiete laut Immobilienmarktbericht 2026, Abschnitt 9.1.1 (46 Fälle). Vor Kosten und Steuern.

    Im Vergleich zu Gießen sind die Kaufpreise in Marburg niedriger und die Mieten höher. Deshalb liegt die Bruttorendite hier schon mit Mietspiegelmiete bei rund 4 %. Die Angebotsmiete ist wegen der Mietpreisbremse bei einer Neuvermietung im Bestand allerdings nicht frei erreichbar. Ihre eigene Zahl prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner.

    05Stadtteile im Überblick

    Der Gutachterausschuss weist Kaufpreise und Mieten für einzelne Stadtteile aus. Die Tabelle zeigt die Stadtteile mit den meisten Verkäufen gebrauchter Wohnungen 2024 und 2025 und, wo vorhanden, die durchschnittliche Miete aus seiner Mietsammlung.

    StadtteilCharakterVerkäufe 2024/25Ø KaufpreisØ Miete (Anzahl Mietangaben)Eher geeignet für
    Wehrdanördlicher Stadtteil an der Lahn, direkt an der Kernstadt722.375 €/m²11,95 €/m² (27)günstiger Einstieg, gemischte Mieterschaft
    SüdviertelKernstadt südlich der Altstadt403.272 €/m²10,50 €/m² (15)Berufstätige und Studierende
    HansenhausKernstadt im Süden342.961 €/m²keine AngabeBestandswohnungen, mittlere Lage
    Ockershausenwestlicher Stadtteil, an die Kernstadt angrenzend312.972 €/m²10,95 €/m² (8)Paare, Berufstätige
    NordviertelKernstadt nördlich der Altstadt273.095 €/m²keine Angabezentrale Lage, kleine Wohnungen
    Marbachwestlicher Stadtteil am Rand der Kernstadt272.839 €/m²11,50 €/m² (11)kleinere Wohnungen
    OrtenbergKernstadt östlich der Lahn223.015 €/m²13,10 €/m² (6)kleine Wohnungen, Pendler
    Campusviertelzentrale Kernstadt202.970 €/m²10,20 €/m² (11)Studierende

    Zwei Stadtteile fallen auf. Am Oberen Richtsberg kosteten gebrauchte Wohnungen nur 2.207 €/m², dort lag die Miete kleiner Wohnungen (rund 30 m²) bei 13,60 €/m², allerdings bei nur fünf Mietangaben. Am Südbahnhof standen 11 gebrauchte Wohnungen zu 2.264 €/m² neben 17 Neubauwohnungen zu 5.686 €/m². In den Außenstadtteilen lag die Miete bei rund 8,00 €/m² für größere Wohnungen.

    Für die Miethöhe zählt außerdem die Wohnlage im Mietspiegel. Er kennt vier Wohnlagen, von 0,53 €/m² Zuschlag in Wohnlage 1 bis 1,65 €/m² Abschlag in Wohnlage 4. Liegt die nächste Bushaltestelle mehr als 300 m entfernt, gibt es 0,47 €/m² Abschlag.

    06Regeln für Vermieter in Marburg

    In Marburg gilt die Mietpreisbremse. Die hessische Mieterschutzverordnung von 2020 nennt Marburg unter ihren 49 Gemeinden. Bei einer neuen Vermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel liegen. Für eine 65-m²-Wohnung mit 8,96 €/m² wären das rund 9,86 €/m². Ausnahmen gelten für Wohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals genutzt und vermietet wurden (§ 556f BGB), für umfassend modernisierte Wohnungen und für Mieten, die der Vormieter schon zahlte.

    Bei laufenden Verträgen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze: höchstens 15 % Erhöhung in drei Jahren, nie über die Vergleichsmiete. Wer also eine Wohnung mit 7,50 €/m² im Vertrag kauft, kommt nur langsam auf Mietspiegelniveau.

    Beim Kauf zahlen Sie in Hessen 6,0 % Grunderwerbsteuer. Notar und Grundbuch kosten mit Finanzierung rund 1,7 bis 1,9 % des Kaufpreises, dazu kommt je nach Objekt ein Makler. Das Hessengeld gilt nur für Selbstnutzer. Ihre Kaufnebenkosten rechnen Sie mit dem Kaufnebenkosten-Rechner durch, die Positionen beim Notar erklärt unser Beitrag zu den Notarkosten.

    Prüfung von Grundstücksplan und Wohngebäudemodell
    KI-generiertes Symbolbild

    07Beispielrechnung: eine vermietete Wohnung in Marburg

    Nehmen wir Lena, 42, ledig, angestellt mit einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 €. Sie kauft eine vermietete Eigentumswohnung mit 65 m², Baujahr 1970, in mittlerer Wohnlage. Der Kaufpreis von 166.000 € entspricht dem Mittel, das der Gutachterausschuss für Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1977 ermittelt hat (2.551 €/m²). Die Miete liegt mit Einbauküche genau auf Mietspiegelniveau. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

    Kauf und Finanzierung
    Kaufpreis (65 m² × rund 2.550 €/m²)166.000 €
    Grunderwerbsteuer Hessen 6,0 %9.960 €
    Notar und Grundbuch (mit Grundschuld 166.000 €)3.027 €
    Kaufnebenkosten aus Eigenkapital12.987 €
    Darlehen (Kaufpreis)166.000 €
    Zins 3,8 % und Tilgung 1,5 % (Annahme)8.798 € im Jahr
    Notar und Grundbuch nach GNotKG berechnet, Stand 14.10.2026. Ohne Makler.
    Das erste volle Jahr
    pro Jahrpro Monat
    Nettokaltmiete (8,96 €/m², Mietspiegel 2024 mit Einbauküche)6.989 €582 €
    Zinsen−6.308 €−526 €
    Tilgung−2.490 €−208 €
    Nicht umlagefähige Kosten (Verwaltung, Rücklage, Annahme)−1.320 €−110 €
    Cashflow vor Steuern−3.129 €−261 €
    Abschreibung 2 % auf den Gebäudeanteil (80 %, Annahme)2.849 €237 €
    Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Kosten − Abschreibung)−3.488 €−291 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026, ohne Kirchensteuer)+1.325 €+110 €
    Cashflow nach Steuern−1.804 €−150 €
    Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026. Tilgung ist Vermögensaufbau, kostet aber Liquidität. Die Grundschuldkosten von rund 955 € sind im ersten Jahr in der Regel zusätzlich als Werbungskosten absetzbar.

    Lena zahlt in diesem Beispiel rund 150 € im Monat aus eigener Tasche zu, nach Steuern. 208 € davon fließen in die Tilgung. Ohne Tilgung bleibt nach Steuern ein Überschuss von rund 57 € im Monat.

    Anders als in vielen Städten deckt die Miete hier die Zinsen. Das liegt an den moderaten Preisen für Wohnungen aus den 1950er- bis 70er-Jahren. Dafür sind gerade diese Häuser oft sanierungsbedürftig. Wie Mieteinnahmen besteuert werden, erklärt unser Beitrag zu Mieteinnahmen versteuern.

    Was die Rechnung im Monat am stärksten bewegt
    Zins 1 Prozentpunkt niedriger
    +138 €
    Zins 1 Prozentpunkt höher
    −138 €
    Zwei Monate Leerstand im Jahr
    −97 €
    Neuvermietung mit Mietpreisbremse (bis 9,86 €/m²)
    +58 €
    Eigene Rechnung, Wirkung vor Steuern im Monatsmittel, Stand 14.10.2026.

    Wegen der Mietpreisbremse bewegt eine Neuvermietung die Rechnung in Marburg nur wenig. Stärker wirken Zins und Leerstand.

    Zum Vergleich: eine Neubauwohnung in Marburg

    Was ändert sich, wenn Lena eine neu gebaute Wohnung kauft? Wir nehmen 45 m² zum Durchschnittspreis der Erstverkäufe 2025: 5.791 €/m², ohne Stellplatz. Das ergibt 260.595 €. Grunderwerbsteuer (15.636 €) sowie Notar und Grundbuch (4.581 €) zahlt sie aus Eigenkapital, zusammen 20.217 €. Als Miete setzen wir 12,53 €/m² an. Das ist der Mietspiegelwert für 45 m² in mittlerer Wohnlage aus der jüngsten Baualtersklasse 2020 bis 2023, mit Einbauküche und Dreifachverglasung. Die Mietpreisbremse gilt für eine solche Wohnung nicht.

    Neubauwohnung: das erste volle Jahr
    pro Jahrpro Monat
    Nettokaltmiete (45 m² × 12,53 €/m², Mietspiegel 2024)6.766 €564 €
    Zinsen (3,8 % auf 260.595 €)−9.903 €−825 €
    Tilgung (1,5 %)−3.909 €−326 €
    Nicht umlagefähiges Hausgeld (1,20 €/m², Annahme)−648 €−54 €
    Cashflow vor Steuern−7.693 €−641 €
    Abschreibung degressiv 5 % auf den Gebäudeanteil (80 %, Annahme)11.174 €931 €
    Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Hausgeld − Abschreibung)−14.959 €−1.247 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026, ohne Kirchensteuer)+5.384 €+449 €
    Cashflow nach Steuern−2.309 €−192 €
    Annahmen: zvE 60.000 €, ledig, Zins 3,8 %, Tilgung 1,5 %, Kaufnebenkosten Hessen ohne Makler. Kaufpreis: Gutachterausschuss Marburg, Erstverkauf Neubau 2025 (22 Fälle, Stellplatzanteil herausgerechnet). Miete: Qualifizierter Mietspiegel Marburg 2024, Basismiete 45 m² plus Zuschläge Baujahr 2020–2023 und Dreifachverglasung. Gebäudeanteil und Hausgeld sind Annahmen. Degressive Abschreibung (§ 7 Abs. 5a EStG) nur bei Baubeginn zwischen 01.10.2023 und 30.09.2029 und Kauf bis Ende des Fertigstellungsjahres. Grundschuldkosten von rund 1.450 € sind im ersten Jahr in der Regel zusätzlich als Werbungskosten absetzbar. Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026.

    Die Abschreibung ist im ersten Jahr fast viermal so hoch wie bei der gebrauchten Wohnung (11.174 € statt 2.849 €), und Instandhaltung fällt anfangs kaum an. Dafür kostet der Quadratmeter mehr als doppelt so viel, und die Bruttomietrendite sinkt auf rund 2,6 % statt 4,2 %. Vor Steuern zahlt Lena hier rund 641 € im Monat zu, nach Steuern rund 192 €. Die Steuerersparnis sinkt in den Folgejahren, weil die degressive Abschreibung vom Restwert gerechnet wird. Der Vorteil in Marburg: Die Mietpreisbremse gilt für diese Wohnung dauerhaft nicht. Neubauwohnungen sind in Marburg allerdings selten, 2025 wurden nur 22 verkauft.

    08Chancen und Risiken in Marburg

    Für Marburg sprechen belegbare Punkte. Der Leerstand ist sehr niedrig, es wird wenig gebaut, und gut 20.800 Studierende sowie viele Einpersonenhaushalte fragen kleine Wohnungen nach. Kaufpreise im Bestand liegen unter denen von Gießen, die Mieten darüber. Mit Mietspiegelmiete erreicht eine ältere Wohnung brutto rund 4 %.

    Dagegen stehen ebenso klare Punkte:

    • Mietpreisbremse und 15 % Kappungsgrenze: Mieterhöhungen und Neuvermietungen sind gedeckelt.
    • Keine Wachstumsprognose: Laut Hessen Agentur sinkt die Einwohnerzahl bis 2040 leicht.
    • Abhängigkeit von Universität und Klinikum: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in öffentlichen und privaten Dienstleistungen; Änderungen bei Studierendenzahlen wirken direkt auf kleine Wohnungen.
    • Alter Bestand: Viele Wohnungen stammen aus den 1950er- bis 70er-Jahren; Sanierungen und Sonderumlagen sind möglich.
    • Häufige Mieterwechsel: Bei Studierenden kosten Wechsel Zeit und manchmal Miete.
    • Zins: Ein höherer Anschlusszins kehrt den kleinen Überschuss schnell um.
    Passt zu Ihnen, wenn …
    • Sie mit gedeckelten Mieten rechnen und trotzdem eine Zuzahlung von 100 bis 250 € im Monat tragen können.
    • Sie eine ältere Wohnung samt Protokollen und Rücklage genau prüfen.
    • Sie an Studierende vermieten wollen und Wechsel einplanen.
    • Sie langfristig halten wollen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie auf deutlich steigende Mieten angewiesen sind.
    • Sie eine wachsende Stadt mit vielen Neubauprojekten suchen.
    • Sie keine Reserve für Sanierung oder Leerstand haben.
    • Sie auf eine bestimmte Wertentwicklung setzen.

    Welche Vor- und Nachteile eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage allgemein hat, steht in unserem Beitrag Eigentumswohnung als Kapitalanlage.

    09Weitere Standorte

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    FAQHäufige Fragen

    Lohnt sich eine Wohnung in Marburg als Kapitalanlage?

    Das hängt von der einzelnen Wohnung ab. Marburg hat sehr wenig Leerstand und eine stabile Nachfrage, aber eine Mietpreisbremse. Bei einer gebrauchten Wohnung für 2.551 €/m² und einer Miete auf Mietspiegelniveau liegt die Bruttomietrendite bei gut 4 %. Mit Finanzierung zahlen Sie in unserem Beispiel nach Steuern rund 150 € im Monat zu, davon 208 € Tilgung.

    Wie hoch ist die Mietrendite in Marburg?

    Brutto zwischen etwa 4,0 und 5,0 % für eine durchschnittliche gebrauchte Eigentumswohnung (2.882 €/m²), je nachdem, ob Sie mit dem Mietspiegel-Durchschnitt (9,54 €/m²) oder dem Median neuer Inserate (12,00 €/m²) rechnen. Der Gutachterausschuss nennt für 2025 einen Rohertragsfaktor von 22,3, das entspricht rund 4,5 %.

    Was kostet eine Eigentumswohnung in Marburg?

    Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten 2025 laut Gutachterausschuss im Schnitt 2.882 €/m², kleine Wohnungen bis 44 m² in den Jahren 2024 und 2025 2.983 €/m². Neubauwohnungen lagen im Erstverkauf bei 5.791 €/m². Ein Tiefgaragenstellplatz im Neubau kostete 2025 rund 30.000 €.

    Gibt es eine Mietpreisbremse in Marburg?

    Ja. Marburg steht in der hessischen Mieterschutzverordnung, die bis 25.11.2026 gilt. Bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 % über der Vergleichsmiete liegen, Erhöhungen sind auf 15 % in drei Jahren begrenzt. Neubauten mit Erstbezug nach dem 01.10.2014 sind ausgenommen. Laut Entwurf der Neufassung, die Mitte November 2026 beschlossen werden soll, bleibt Marburg dabei.

    Lohnt sich eine Studentenwohnung in Marburg?

    Die Nachfrage ist da: rund 20.800 Studierende, rund 2.500 Wohnheimwohnungen und viele kleine Haushalte. Kleine Wohnungen kosten beim Kauf im Schnitt knapp 3.000 €/m² und erzielen höhere Mieten je Quadratmeter. Planen Sie häufigere Mieterwechsel ein und rechnen Sie mit der Mietpreisbremse.

    Welche Stadtteile sind in Marburg für Kapitalanleger interessant?

    Die meisten gebrauchten Wohnungen wurden 2024 und 2025 in Wehrda, im Südviertel, am Hansenhaus und in Ockershausen verkauft. Wehrda war mit 2.375 €/m² am günstigsten unter den großen Stadtteilen, das Südviertel mit 3.272 €/m² am teuersten. Prüfen Sie zusätzlich die Wohnlage im Mietspiegel.

    Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Marburg?

    In Hessen fallen 6,0 % Grunderwerbsteuer an. Notar und Grundbuch kosten mit Finanzierung rund 1,7 bis 1,9 % des Kaufpreises. Bei 166.000 € Kaufpreis sind das ohne Makler rund 13.000 €, also 7,8 %.

    Weiterlesen

    Quellen

    Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.

    Geschrieben von
    Investmentberater bei InvestImmo.de

    Schreibt über Kaufprozess, Notar und Grundbuch und Vermietung.

    Kevin verbindet zwölf Jahre Vertriebserfahrung mit neun Jahren Spezialisierung auf Immobilien und mehr als 500 Beratungen. Er schreibt über Objektqualität, Standortrisiken und einen sicheren Weg vom ersten Vergleich bis zum Kauf.

    Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind Beispielrechnungen mit offengelegten Annahmen oder amtliche Werte mit genanntem Stand, Stand 14.10.2026.

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    Kevin Celentano · 2026-10-15

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    73.571
    Einwohner
    amtlich, Stand 31.12.2025
    55,7 %
    Einpersonenhaushalte
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    1,3 %
    marktaktiver Leerstand
    Zensus 2022, 2024 laut Land 0,8 %
    2.882 €/m²
    gebrauchte Eigentumswohnung
    Gutachterausschuss Marburg, 2025

    Sie überlegen, eine Wohnung zu kaufen und zu vermieten, und Marburg steht auf Ihrer Liste. Die Stadt hat einen Ruf: alte Universität, steile Altstadt, viele Studierende. Und tatsächlich ist der Wohnungsmarkt dort sehr knapp: Kurzfristig frei war beim Zensus 2022 nur gut jede hundertste Wohnung.

    Für Vermieter ist das nur die halbe Geschichte. In Marburg gilt eine Mietpreisbremse, die Bevölkerung soll laut Prognose bis 2040 leicht schrumpfen, und neue Wohnungen werden kaum gebaut. Ob sich eine Wohnung rechnet, hängt deshalb stark davon ab, welche Miete schon im Vertrag steht.

    Wir haben die amtlichen Zahlen zusammengetragen und rechnen am Ende eine gebrauchte und eine neue Wohnung durch, vor und nach Steuern.

    01Marburg in Zahlen

    Alle Werte, die wir für die Einordnung verwenden, mit Quelle und Stand.

    KennzahlWertQuelle, Stand
    Einwohner (amtlich)73.571Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, 31.12.2025
    Einwohner (Hauptwohnsitze laut Stadt)77.146Gutachterausschuss Marburg, Marktbericht 2026
    Zensus-Korrektur−5,8 %Hessen Agentur, Stand 31.12.2022
    Prognose 2024–2040−1,1 %Hessen Agentur, Gemeindelexikon 2025
    Haushalte40.344Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
    Anteil Einpersonenhaushalte55,7 %Zensus 2022
    Wohnungen42.090, davon 2.458 in WohnheimenZensus 2022
    Anteil vermieteter Wohnungen70,2 %Zensus 2022
    Leerstandsquote2,8 % (marktaktiv 1,3 %)Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022
    Leerstand fortgeschrieben0,8 %GEWOS-Gutachten Hessen 2026, Stand 2024
    Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort46.760Hessen Agentur, 30.06.2024
    Einpendler / Auspendler29.047 / 10.231Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2025
    Arbeitslosenquote Geschäftsstellenbezirk Marburg4,9 %Agentur für Arbeit Marburg, September 2026
    Studierende Philipps-Universität20.822Universität Marburg, WS 2025/26
    Mietspiegel, Durchschnitt9,54 €/m²Qualifizierter Mietspiegel 2024, Stichtag 01.01.2024
    Angebotsmiete (Median)12,00 €/m²GEWOS 2026, Inserate 2025
    Kaufpreis gebrauchte Eigentumswohnung2.882 €/m²Gutachterausschuss Marburg, 2025
    Kaufpreis Neubau-Eigentumswohnung (Erstverkauf)5.791 €/m²Gutachterausschuss Marburg, 2025, 22 Fälle
    Rohertragsfaktor Eigentumswohnung22,3Gutachterausschuss Marburg, 2025
    MietpreisbremsejaMieterschutzverordnung Hessen, gültig bis 25.11.2026
    Kappungsgrenze15 %Mieterschutzverordnung Hessen
    Grunderwerbsteuer Hessen6,0 %seit 01.08.2014

    02Bevölkerung und Nachfrage

    Marburg hat amtlich gut 73.500 Einwohner. Die Stadt selbst zählt rund 77.000 Menschen mit Hauptwohnsitz. Der Unterschied geht auf den Zensus 2022 zurück, der die amtliche Zahl um 5,8 % gesenkt hat.

    Die Hessen Agentur erwartet bis 2030 ein leichtes Plus von 1,0 %, bis 2040 dann ein Minus von 1,1 % gegenüber 2024. Das Durchschnittsalter soll von 40,5 auf 42,3 Jahre steigen. Marburg wächst also nicht, anders als Gießen, für das die Prognose 6,6 % mehr Einwohner vorsieht.

    Trotzdem ist der Markt eng. 55,7 % der Haushalte sind Einpersonenhaushalte, 70,2 % der Wohnungen sind vermietet. Beim Zensus 2022 stand nur 2,8 % des Bestands leer, kurzfristig beziehbar waren 1,3 %. GEWOS hat für 2024 sogar nur 0,8 % fortgeschrieben.

    Studierende, Wohnheime und Mieterwechsel

    Im Wintersemester 2025/26 waren an der Philipps-Universität 20.822 Studierende eingeschrieben, 4.767 davon im ersten Fachsemester. Rechnerisch kommen auf 100 Einwohner gut 28 Studierende. Jedes Wintersemester sucht damit eine Gruppe von der Größe eines kleinen Stadtteils eine Unterkunft.

    Der Zensus zählte 2022 in Marburg 2.458 Wohnungen in Wohnheimen. Auf 100 Studierende kommen damit rund 12 Wohnheimwohnungen, mehr als in Gießen, aber weit weniger als die Nachfrage. Der Rest wohnt in WGs und kleinen Apartments. Das zeigen auch die Kaufzahlen: 2024 und 2025 wurden 95 gebrauchte Wohnungen bis 44 m² verkauft, im Schnitt nur 31 m² groß.

    Neue Wohnungen entstehen kaum. Laut Hessen Agentur wuchs der Bestand von 2014 bis 2024 um 7,4 %, in Gießen um 12,5 %. Fast drei Viertel der 2025 verkauften Neubauwohnungen stammen aus einem einzigen Projekt, auf dem früheren Molkereigelände am Südbahnhof. Das Angebot bleibt also knapp, und genau das hält den Leerstand niedrig.

    Wohngebäude mit gemeinsamem grünen Innenhof
    KI-generiertes Symbolbild

    03Wirtschaft und Arbeitsmarkt

    Marburg ist eine Universitäts- und Klinikstadt. Am 30.06.2024 arbeiteten 46.760 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt, 13,8 % mehr als 2014. 54,8 % davon sind in öffentlichen und privaten Dienstleistungen tätig, also an Universität, Universitätsklinikum, in Verwaltung, Schulen und sozialen Einrichtungen. Das produzierende Gewerbe kommt auf 18,2 %, mehr als in Gießen.

    Wer in Marburg arbeitet, wohnt oft woanders. Die Zahl der Einpendler lag im Mittel der letzten fünf Jahre 3,3-mal so hoch wie die der Auspendler. Die Hessen Agentur spricht von einem hohen Einpendlerüberschuss. Am 30.06.2025 pendelten 29.047 Beschäftigte ein und 10.231 aus. Ein Teil dieser Pendler würde näher am Arbeitsplatz wohnen, wenn es Wohnungen gäbe.

    Arbeitsmarkt Marburg
    4,9 %
    Arbeitslosenquote
    Geschäftsstellenbezirk Marburg, September 2026
    4,5 %
    Agenturbezirk Marburg
    September 2026
    3,3-fach
    Einpendler je Auspendler
    Mittel der letzten fünf Jahre
    20,3 %
    Mietbelastung
    Anteil der Miete am Einkommen, 2025

    Die Arbeitslosenquote lag im September 2026 im Geschäftsstellenbezirk Marburg bei 4,9 %, leicht unter dem Vorjahr. Eine Quote nur für die Stadt weist die Agentur monatlich nicht aus. Die Mietbelastung ist mit 20,3 % des Einkommens niedriger als in Gießen (25,2 %). Die Mieter in Marburg haben also im Schnitt etwas mehr Spielraum, auch wenn das bei Studierenden nur begrenzt gilt.

    04Mieten, Kaufpreise und Mietrendite

    Marburg hat seit September 2024 seinen ersten qualifizierten Mietspiegel, Stichtag 01.01.2024. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag dort bei 9,54 €/m². Für eine 65 m² große Wohnung aus den Baujahren 1919 bis 1977 in mittlerer Wohnlage mit Einbauküche nennt er 8,96 €/m², für 30 m² 10,65 €/m². Neue Inserate lagen 2025 im Median bei 12,00 €/m².

    Der Gutachterausschuss hat für die Jahre 2024 und 2025 zusätzlich Mieten aus Kaufverträgen und Befragungen ausgewertet. Bei vermieteten Eigentumswohnungen, die 2025 verkauft wurden, lag die Nettokaltmiete im Schnitt bei 11,26 €/m². Die Mieten stiegen gegenüber dem Vorzeitraum um rund 2 %.

    Bei den Kaufpreisen zeigt der Marktbericht für 2025 ein gemischtes Bild. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten im Schnitt 2.882 €/m², 4 % mehr als 2024, bei 25 % mehr Verkäufen. Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1977 lagen 2024/25 bei 2.551 €/m², solche ab 1991 bei 3.181 €/m². Neubauwohnungen kosteten im Erstverkauf 5.791 €/m², bei nur 22 Verkäufen.

    Aus Kaufpreis und Miete ergeben sich Kaufpreisfaktor und Bruttomietrendite. Wir haben beides für eine durchschnittliche gebrauchte Wohnung (2.882 €/m²) mit drei Mietannahmen gerechnet.

    Bruttomietrendite einer gebrauchten Wohnung in Marburg (eigene Rechnung)
    Mietspiegel-Durchschnitt 9,54 €/m² (Faktor 25,2)
    4,0 %
    Gutachterausschuss, Rohertragsfaktor 22,3
    4,5 %
    Vermietete Eigentumswohnungen 2025, 11,26 €/m² (Faktor 21,3)
    4,7 %
    Angebotsmedian 12,00 €/m² (Faktor 20,0)
    5,0 %
    Eigene Rechnung, Stand 14.10.2026: Kaufpreis 2.882 €/m² (Gutachterausschuss Marburg 2025) geteilt durch die Jahresnettokaltmiete je m². Rohertragsfaktor und Durchschnittsmiete laut Immobilienmarktbericht 2026, Abschnitt 9.1.1 (46 Fälle). Vor Kosten und Steuern.

    Im Vergleich zu Gießen sind die Kaufpreise in Marburg niedriger und die Mieten höher. Deshalb liegt die Bruttorendite hier schon mit Mietspiegelmiete bei rund 4 %. Die Angebotsmiete ist wegen der Mietpreisbremse bei einer Neuvermietung im Bestand allerdings nicht frei erreichbar. Ihre eigene Zahl prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner.

    05Stadtteile im Überblick

    Der Gutachterausschuss weist Kaufpreise und Mieten für einzelne Stadtteile aus. Die Tabelle zeigt die Stadtteile mit den meisten Verkäufen gebrauchter Wohnungen 2024 und 2025 und, wo vorhanden, die durchschnittliche Miete aus seiner Mietsammlung.

    StadtteilCharakterVerkäufe 2024/25Ø KaufpreisØ Miete (Anzahl Mietangaben)Eher geeignet für
    Wehrdanördlicher Stadtteil an der Lahn, direkt an der Kernstadt722.375 €/m²11,95 €/m² (27)günstiger Einstieg, gemischte Mieterschaft
    SüdviertelKernstadt südlich der Altstadt403.272 €/m²10,50 €/m² (15)Berufstätige und Studierende
    HansenhausKernstadt im Süden342.961 €/m²keine AngabeBestandswohnungen, mittlere Lage
    Ockershausenwestlicher Stadtteil, an die Kernstadt angrenzend312.972 €/m²10,95 €/m² (8)Paare, Berufstätige
    NordviertelKernstadt nördlich der Altstadt273.095 €/m²keine Angabezentrale Lage, kleine Wohnungen
    Marbachwestlicher Stadtteil am Rand der Kernstadt272.839 €/m²11,50 €/m² (11)kleinere Wohnungen
    OrtenbergKernstadt östlich der Lahn223.015 €/m²13,10 €/m² (6)kleine Wohnungen, Pendler
    Campusviertelzentrale Kernstadt202.970 €/m²10,20 €/m² (11)Studierende

    Zwei Stadtteile fallen auf. Am Oberen Richtsberg kosteten gebrauchte Wohnungen nur 2.207 €/m², dort lag die Miete kleiner Wohnungen (rund 30 m²) bei 13,60 €/m², allerdings bei nur fünf Mietangaben. Am Südbahnhof standen 11 gebrauchte Wohnungen zu 2.264 €/m² neben 17 Neubauwohnungen zu 5.686 €/m². In den Außenstadtteilen lag die Miete bei rund 8,00 €/m² für größere Wohnungen.

    Für die Miethöhe zählt außerdem die Wohnlage im Mietspiegel. Er kennt vier Wohnlagen, von 0,53 €/m² Zuschlag in Wohnlage 1 bis 1,65 €/m² Abschlag in Wohnlage 4. Liegt die nächste Bushaltestelle mehr als 300 m entfernt, gibt es 0,47 €/m² Abschlag.

    06Regeln für Vermieter in Marburg

    In Marburg gilt die Mietpreisbremse. Die hessische Mieterschutzverordnung von 2020 nennt Marburg unter ihren 49 Gemeinden. Bei einer neuen Vermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel liegen. Für eine 65-m²-Wohnung mit 8,96 €/m² wären das rund 9,86 €/m². Ausnahmen gelten für Wohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals genutzt und vermietet wurden (§ 556f BGB), für umfassend modernisierte Wohnungen und für Mieten, die der Vormieter schon zahlte.

    Bei laufenden Verträgen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze: höchstens 15 % Erhöhung in drei Jahren, nie über die Vergleichsmiete. Wer also eine Wohnung mit 7,50 €/m² im Vertrag kauft, kommt nur langsam auf Mietspiegelniveau.

    Beim Kauf zahlen Sie in Hessen 6,0 % Grunderwerbsteuer. Notar und Grundbuch kosten mit Finanzierung rund 1,7 bis 1,9 % des Kaufpreises, dazu kommt je nach Objekt ein Makler. Das Hessengeld gilt nur für Selbstnutzer. Ihre Kaufnebenkosten rechnen Sie mit dem Kaufnebenkosten-Rechner durch, die Positionen beim Notar erklärt unser Beitrag zu den Notarkosten.

    Prüfung von Grundstücksplan und Wohngebäudemodell
    KI-generiertes Symbolbild

    07Beispielrechnung: eine vermietete Wohnung in Marburg

    Nehmen wir Lena, 42, ledig, angestellt mit einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 €. Sie kauft eine vermietete Eigentumswohnung mit 65 m², Baujahr 1970, in mittlerer Wohnlage. Der Kaufpreis von 166.000 € entspricht dem Mittel, das der Gutachterausschuss für Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1977 ermittelt hat (2.551 €/m²). Die Miete liegt mit Einbauküche genau auf Mietspiegelniveau. Der Name ist ausgedacht, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und keine Prognose.

    Kauf und Finanzierung
    Kaufpreis (65 m² × rund 2.550 €/m²)166.000 €
    Grunderwerbsteuer Hessen 6,0 %9.960 €
    Notar und Grundbuch (mit Grundschuld 166.000 €)3.027 €
    Kaufnebenkosten aus Eigenkapital12.987 €
    Darlehen (Kaufpreis)166.000 €
    Zins 3,8 % und Tilgung 1,5 % (Annahme)8.798 € im Jahr
    Notar und Grundbuch nach GNotKG berechnet, Stand 14.10.2026. Ohne Makler.
    Das erste volle Jahr
    pro Jahrpro Monat
    Nettokaltmiete (8,96 €/m², Mietspiegel 2024 mit Einbauküche)6.989 €582 €
    Zinsen−6.308 €−526 €
    Tilgung−2.490 €−208 €
    Nicht umlagefähige Kosten (Verwaltung, Rücklage, Annahme)−1.320 €−110 €
    Cashflow vor Steuern−3.129 €−261 €
    Abschreibung 2 % auf den Gebäudeanteil (80 %, Annahme)2.849 €237 €
    Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Kosten − Abschreibung)−3.488 €−291 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026, ohne Kirchensteuer)+1.325 €+110 €
    Cashflow nach Steuern−1.804 €−150 €
    Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026. Tilgung ist Vermögensaufbau, kostet aber Liquidität. Die Grundschuldkosten von rund 955 € sind im ersten Jahr in der Regel zusätzlich als Werbungskosten absetzbar.

    Lena zahlt in diesem Beispiel rund 150 € im Monat aus eigener Tasche zu, nach Steuern. 208 € davon fließen in die Tilgung. Ohne Tilgung bleibt nach Steuern ein Überschuss von rund 57 € im Monat.

    Anders als in vielen Städten deckt die Miete hier die Zinsen. Das liegt an den moderaten Preisen für Wohnungen aus den 1950er- bis 70er-Jahren. Dafür sind gerade diese Häuser oft sanierungsbedürftig. Wie Mieteinnahmen besteuert werden, erklärt unser Beitrag zu Mieteinnahmen versteuern.

    Was die Rechnung im Monat am stärksten bewegt
    Zins 1 Prozentpunkt niedriger
    +138 €
    Zins 1 Prozentpunkt höher
    −138 €
    Zwei Monate Leerstand im Jahr
    −97 €
    Neuvermietung mit Mietpreisbremse (bis 9,86 €/m²)
    +58 €
    Eigene Rechnung, Wirkung vor Steuern im Monatsmittel, Stand 14.10.2026.

    Wegen der Mietpreisbremse bewegt eine Neuvermietung die Rechnung in Marburg nur wenig. Stärker wirken Zins und Leerstand.

    Zum Vergleich: eine Neubauwohnung in Marburg

    Was ändert sich, wenn Lena eine neu gebaute Wohnung kauft? Wir nehmen 45 m² zum Durchschnittspreis der Erstverkäufe 2025: 5.791 €/m², ohne Stellplatz. Das ergibt 260.595 €. Grunderwerbsteuer (15.636 €) sowie Notar und Grundbuch (4.581 €) zahlt sie aus Eigenkapital, zusammen 20.217 €. Als Miete setzen wir 12,53 €/m² an. Das ist der Mietspiegelwert für 45 m² in mittlerer Wohnlage aus der jüngsten Baualtersklasse 2020 bis 2023, mit Einbauküche und Dreifachverglasung. Die Mietpreisbremse gilt für eine solche Wohnung nicht.

    Neubauwohnung: das erste volle Jahr
    pro Jahrpro Monat
    Nettokaltmiete (45 m² × 12,53 €/m², Mietspiegel 2024)6.766 €564 €
    Zinsen (3,8 % auf 260.595 €)−9.903 €−825 €
    Tilgung (1,5 %)−3.909 €−326 €
    Nicht umlagefähiges Hausgeld (1,20 €/m², Annahme)−648 €−54 €
    Cashflow vor Steuern−7.693 €−641 €
    Abschreibung degressiv 5 % auf den Gebäudeanteil (80 %, Annahme)11.174 €931 €
    Verlust aus Vermietung (Miete − Zinsen − Hausgeld − Abschreibung)−14.959 €−1.247 €
    Steuerersparnis (Tarif 2026, ohne Kirchensteuer)+5.384 €+449 €
    Cashflow nach Steuern−2.309 €−192 €
    Annahmen: zvE 60.000 €, ledig, Zins 3,8 %, Tilgung 1,5 %, Kaufnebenkosten Hessen ohne Makler. Kaufpreis: Gutachterausschuss Marburg, Erstverkauf Neubau 2025 (22 Fälle, Stellplatzanteil herausgerechnet). Miete: Qualifizierter Mietspiegel Marburg 2024, Basismiete 45 m² plus Zuschläge Baujahr 2020–2023 und Dreifachverglasung. Gebäudeanteil und Hausgeld sind Annahmen. Degressive Abschreibung (§ 7 Abs. 5a EStG) nur bei Baubeginn zwischen 01.10.2023 und 30.09.2029 und Kauf bis Ende des Fertigstellungsjahres. Grundschuldkosten von rund 1.450 € sind im ersten Jahr in der Regel zusätzlich als Werbungskosten absetzbar. Eigene Berechnung, Stand 14.10.2026.

    Die Abschreibung ist im ersten Jahr fast viermal so hoch wie bei der gebrauchten Wohnung (11.174 € statt 2.849 €), und Instandhaltung fällt anfangs kaum an. Dafür kostet der Quadratmeter mehr als doppelt so viel, und die Bruttomietrendite sinkt auf rund 2,6 % statt 4,2 %. Vor Steuern zahlt Lena hier rund 641 € im Monat zu, nach Steuern rund 192 €. Die Steuerersparnis sinkt in den Folgejahren, weil die degressive Abschreibung vom Restwert gerechnet wird. Der Vorteil in Marburg: Die Mietpreisbremse gilt für diese Wohnung dauerhaft nicht. Neubauwohnungen sind in Marburg allerdings selten, 2025 wurden nur 22 verkauft.

    08Chancen und Risiken in Marburg

    Für Marburg sprechen belegbare Punkte. Der Leerstand ist sehr niedrig, es wird wenig gebaut, und gut 20.800 Studierende sowie viele Einpersonenhaushalte fragen kleine Wohnungen nach. Kaufpreise im Bestand liegen unter denen von Gießen, die Mieten darüber. Mit Mietspiegelmiete erreicht eine ältere Wohnung brutto rund 4 %.

    Dagegen stehen ebenso klare Punkte:

    • Mietpreisbremse und 15 % Kappungsgrenze: Mieterhöhungen und Neuvermietungen sind gedeckelt.
    • Keine Wachstumsprognose: Laut Hessen Agentur sinkt die Einwohnerzahl bis 2040 leicht.
    • Abhängigkeit von Universität und Klinikum: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in öffentlichen und privaten Dienstleistungen; Änderungen bei Studierendenzahlen wirken direkt auf kleine Wohnungen.
    • Alter Bestand: Viele Wohnungen stammen aus den 1950er- bis 70er-Jahren; Sanierungen und Sonderumlagen sind möglich.
    • Häufige Mieterwechsel: Bei Studierenden kosten Wechsel Zeit und manchmal Miete.
    • Zins: Ein höherer Anschlusszins kehrt den kleinen Überschuss schnell um.
    Passt zu Ihnen, wenn …
    • Sie mit gedeckelten Mieten rechnen und trotzdem eine Zuzahlung von 100 bis 250 € im Monat tragen können.
    • Sie eine ältere Wohnung samt Protokollen und Rücklage genau prüfen.
    • Sie an Studierende vermieten wollen und Wechsel einplanen.
    • Sie langfristig halten wollen.
    Eher nicht, wenn …
    • Sie auf deutlich steigende Mieten angewiesen sind.
    • Sie eine wachsende Stadt mit vielen Neubauprojekten suchen.
    • Sie keine Reserve für Sanierung oder Leerstand haben.
    • Sie auf eine bestimmte Wertentwicklung setzen.

    Welche Vor- und Nachteile eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage allgemein hat, steht in unserem Beitrag Eigentumswohnung als Kapitalanlage.

    09Weitere Standorte

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    Quellen

    Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.

    FAQHäufige Fragen

    Lohnt sich eine Wohnung in Marburg als Kapitalanlage?

    Das hängt von der einzelnen Wohnung ab. Marburg hat sehr wenig Leerstand und eine stabile Nachfrage, aber eine Mietpreisbremse. Bei einer gebrauchten Wohnung für 2.551 €/m² und einer Miete auf Mietspiegelniveau liegt die Bruttomietrendite bei gut 4 %. Mit Finanzierung zahlen Sie in unserem Beispiel nach Steuern rund 150 € im Monat zu, davon 208 € Tilgung.

    Wie hoch ist die Mietrendite in Marburg?

    Brutto zwischen etwa 4,0 und 5,0 % für eine durchschnittliche gebrauchte Eigentumswohnung (2.882 €/m²), je nachdem, ob Sie mit dem Mietspiegel-Durchschnitt (9,54 €/m²) oder dem Median neuer Inserate (12,00 €/m²) rechnen. Der Gutachterausschuss nennt für 2025 einen Rohertragsfaktor von 22,3, das entspricht rund 4,5 %.

    Was kostet eine Eigentumswohnung in Marburg?

    Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten 2025 laut Gutachterausschuss im Schnitt 2.882 €/m², kleine Wohnungen bis 44 m² in den Jahren 2024 und 2025 2.983 €/m². Neubauwohnungen lagen im Erstverkauf bei 5.791 €/m². Ein Tiefgaragenstellplatz im Neubau kostete 2025 rund 30.000 €.

    Gibt es eine Mietpreisbremse in Marburg?

    Ja. Marburg steht in der hessischen Mieterschutzverordnung, die bis 25.11.2026 gilt. Bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 % über der Vergleichsmiete liegen, Erhöhungen sind auf 15 % in drei Jahren begrenzt. Neubauten mit Erstbezug nach dem 01.10.2014 sind ausgenommen. Laut Entwurf der Neufassung, die Mitte November 2026 beschlossen werden soll, bleibt Marburg dabei.

    Lohnt sich eine Studentenwohnung in Marburg?

    Die Nachfrage ist da: rund 20.800 Studierende, rund 2.500 Wohnheimwohnungen und viele kleine Haushalte. Kleine Wohnungen kosten beim Kauf im Schnitt knapp 3.000 €/m² und erzielen höhere Mieten je Quadratmeter. Planen Sie häufigere Mieterwechsel ein und rechnen Sie mit der Mietpreisbremse.

    Welche Stadtteile sind in Marburg für Kapitalanleger interessant?

    Die meisten gebrauchten Wohnungen wurden 2024 und 2025 in Wehrda, im Südviertel, am Hansenhaus und in Ockershausen verkauft. Wehrda war mit 2.375 €/m² am günstigsten unter den großen Stadtteilen, das Südviertel mit 3.272 €/m² am teuersten. Prüfen Sie zusätzlich die Wohnlage im Mietspiegel.

    Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Marburg?

    In Hessen fallen 6,0 % Grunderwerbsteuer an. Notar und Grundbuch kosten mit Finanzierung rund 1,7 bis 1,9 % des Kaufpreises. Bei 166.000 € Kaufpreis sind das ohne Makler rund 13.000 €, also 7,8 %.